„Summer in the City“ bei den Paritätischen Sozialdiensten in Braunschweig
Farben, Wärme und ein Gefühl von Zuhause – genau das möchte Janina Heinath mit ihrer Kunst vermitteln. Die 34-jährige Braunschweiger Künstlerin möchte mit ihren Werken nicht nur Wände schmücken, sondern eine besondere Atmosphäre kreieren. „Meine Bilder sollen Räume bereichern und Menschen Freude schenken – jedes Mal, wenn sie darauf schauen“, sagt sie und teilt ihre kreativen Einblicke auch auf Instagram unter @janinahth_art.
Am 06. August stellt sie ihre Arbeiten erstmals im Rahmen der Reihe „Kunst trifft Soziales“ bei den Paritätischen Sozialdiensten Niedersachsen in Braunschweig aus. Der Titel ihrer Ausstellung „Summer in the City“ verspricht Momente voller Leichtigkeit und lädt dazu ein, Kunst im Alltag neu zu entdecken. Vorab spricht Janina über ihre Leidenschaft für die Malerei, ihre Inspirationen und den Moment, in dem ein Bild für sie wirklich fertig ist.
Wann hast du mit dem Malen begonnen und was hat dich dazu bewegt?
Eigentlich habe ich schon mein ganzes Leben gemalt. Ob mit Acrylfarben, Aquarell oder einfach mit Stift und Papier – Kreativität hat mich immer begleitet. Mit der Zeit habe ich mich allerdings oft gefragt, wofür ich die vielen Werke eigentlich erschaffe und wohin sie am Ende kommen. Im letzten Jahr haben mich mein Mann, meine Familie und vor allem gute Freundinnen darin bestärkt, wieder bewusst etwas für mich selbst zu tun. Das Malen ist für mich ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag geworden – ein Ventil, um abzuschalten, kreativ zu sein und neue Energie zu tanken.
Was fasziniert dich bis heute am Malen?
Vor allem die Freiheit, immer wieder Neues auszuprobieren. Ich liebe es, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren, Farben miteinander zu kombinieren und zu beobachten, welche Wirkung dadurch entsteht. Gleichzeitig ist das Malen für mich viel mehr als nur ein kreatives Hobby. Es ist ein Moment des Loslassens und der Entspannung. Wenn ich male, kann ich vollkommen im Augenblick sein, den Alltag ausblenden und zur Ruhe kommen.
Was motiviert dich besonders?
Besonders motiviert mich die Freude anderer an meinen Bildern. Wenn Freundinnen oder Familienmitglieder meine Kunst lieben und sie in ihrem Zuhause aufhängen, zeigt mir das, dass meine Werke Menschen berühren und Räume mit Leben und Persönlichkeit füllen können. Das hat mir den Anstoß gegeben, meiner Leidenschaft wieder mehr Raum zu geben.
Wie entsteht bei dir ein Bild von der ersten Idee bis zum fertigen Werk?
Meine Bilder entstehen meist sehr intuitiv. Oft starte ich mit einer Technik oder einer Idee für eine bestimmte Struktur und wähle die Farben dann ganz nach Gefühl aus – je nachdem, was mich in diesem Moment anspricht.
Während des Malprozesses entwickelt sich das Werk Schritt für Schritt. Ich experimentiere, ergänze neue Farbtöne und lasse mich von der Wirkung auf der Leinwand leiten. Es ist ein kreativer Prozess, bei dem nicht von Anfang an alles feststeht. Irgendwann entsteht ein Gleichgewicht, in dem jede Farbe ihren Platz gefunden hat und das Bild für mich stimmig wirkt. Dann weiß ich, dass das Werk fertig ist.
Das Malen ist für mich ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag geworden – ein Ventil, um abzuschalten, kreativ zu sein und neue Energie zu tanken.
Wo arbeitest du normalerweise? Hast du ein eigenes Atelier oder einen festen kreativen Raum?
Aktuell arbeite ich in meinem eigenen kleinen Atelier zu Hause. Ich schätze es sehr, diesen Raum direkt in meinem Zuhause zu haben, denn so kann ich jederzeit spontan Ideen umsetzen und kreativ werden. Gleichzeitig wünsche ich mir, diesen Bereich in Zukunft noch zu vergrößern. Mein Traum ist ein Raum, in dem ich mich noch freier kreativ ausleben, neue Techniken ausprobieren und meine Kunst in einer inspirierenden Umgebung entstehen lassen kann.

Gibt es Künstler:innen, Kunststile oder andere Einflüsse, die dich inspirieren?
Ja, auf jeden Fall. Ich lasse mich gerne von verschiedensten Farbwelten, Techniken und Künstler:innen inspirieren. Dazu gehören unter anderem Peter Maximilian Rohnsdorf, Philipp Schürk, Brittany Clifford, Maja Dlugolecka und Ann-Kathrin Knupfer. Was ich besonders spannend finde: Sie alle arbeiten ganz unterschiedlich und haben ihren eigenen Stil. Genau diese Vielfalt inspiriert mich und zeigt mir immer wieder neue Möglichkeiten im Umgang mit Farben, Formen und Kompositionen.
Wie würdest du deine Kunst jemandem beschreiben, der sie noch nie gesehen hat?
Farbenfroh, vielseitig und positiv. Mir ist es wichtig, ein gutes Gefühl zu vermitteln und Bilder zu schaffen, die Freude ausstrahlen und eine besondere Atmosphäre erzeugen.
Gibt es ein Werk, das dir besonders am Herzen liegt und wenn ja, warum?
Bislang habe ich mich über jedes Werk gefreut, das ein Zuhause finden durfte. Jedes einzelne trägt ein Stück Herz von mir in sich.
Was erhoffst du dir von deiner ersten Vernissage?
Ich erhoffe mir vor allem, noch mehr Menschen mit meiner Kunst zu erreichen und meine Arbeiten sichtbar zu machen. Da es meine erste Vernissage ist, gehört auch eine Portion Mut dazu, meine Kunst öffentlich zu zeigen. Gleichzeitig freue ich mich auf den Austausch mit den Besucher:innen und wünsche mir Zuspruch sowie inspirierende Begegnungen.
Welche Ziele oder Wünsche hast du für deine künstlerische Zukunft?
Ich möchte meine Kunst weiter vertiefen und ihr noch mehr Raum in meinem Leben geben. Sie ist für mich eine Konstante, ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeit und meines Ausdrucks. Gleichzeitig möchte ich mit meinen Arbeiten Menschen erreichen, Emotionen wecken und Kunst schaffen, die einen Platz im Zuhause anderer findet und sie im Alltag begleitet.

Am Donnerstag, 06. August, eröffnet die Ausstellung im Verwaltungsgebäude der Paritätischen Sozialdienste Niedersachsen in der Saarbrückener Straße 255. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, über eine kurze Rückmeldung unter 0531/48079-0 oder per E-Mail an einladung@psdn.paritaetischer.de freut sich das Team jedoch. Mit der Reihe „Kunst trifft Soziales“ wird Raum für kreative Perspektiven und neue Begegnungen geschaffen. Rund 15 Werke werden für sechs Monate in den hellen Räumlichkeiten zu sehen sein und Besucher:innen durch ihre farbenfrohe Bildsprache begleiten. Wer die Vernissage verpasst, kann die Ausstellung auch später noch besuchen. Die Werke sind während der Geschäftszeiten nach kurzer vorheriger Absprache zugänglich.
Fotos Janina Heinath




























