Wir durften einen Blick in die Autoren-Akte von Selfpublisher André werfen und es gab viel zu erfahren
André kam über einige Umwege zum Schreiben, denn eigentlich ist er Marine-Soldat und Betriebswirt, doch als 2012 mit dem Abenteuerroman „Geheimakte Labrador“ sein Debüt erschien, änderte sich auch sein beruflicher Werdegang. Mittlerweile hat er über 40 Titel veröffentlicht und ist hauptberuflich Autor von actionreichen Thrillern und eben der Geheimakte-Reihe. Ansonsten kennt ihr André vielleicht zusammen mit Stefan Barth und G. S. Foster als die »Autoren-Amigos«, doch heute wollen wir mehr über ihn erfahren.
Wann hast du gemerkt, dass aus einem Hobby eine berufliche Perspektive werden kann?
Nachdem ich 2014 mein zweites Buch, Geheimakte Aton, veröffentlicht hatte. Es hat nicht nur seine Kosten schnell wieder „eingespielt“, sondern auch eine Nominierung für einen Autorenpreis (von Amazon) bekommen. Danach habe ich dran geglaubt, dass das Schreiben eine ernsthafte berufliche Perspektive für mich bieten könnte.
Wie gehst du an die Entwicklung der Geheimnisse und Abenteuer in der „Geheimakte“-Reihe an? Wie gelingt es dir, nach so vielen Büchern immer wieder Neue zu entwickeln?
Ich nehme Themen aus der Mythologie, die mich interessieren (Midas, Pandora, Atlantis etc.) Dann binde ich meine Helden in diesen Mythos ein, was aufgrund der mittlerweile etablierten Rahmenbedingungen relativ einfach ist. Damit ich mich aber nicht ständig wiederhole, streue ich manchmal auch einschneidende Ereignisse innerhalb der Reihe ein oder auch mal etwas ungewöhnlichere Abenteuer (Rōnin, Dominion).
Sind auch schon mal Leser auf dich zugekommen und haben gefragt „Kannst du nicht mal so eine Geheimakte machen“?
Ständig. *lach* Aber da ich selbst schon so viele noch unbearbeitete Themen habe,
Hast du bereits ein geplantes Finale für die Reihe im Kopf oder könnte sie theoretisch unbegrenzt weitergehen?
Es könnte theoretisch ewig weitergehen. Aber es gibt auch schon ein Crossover mit einer anderen Reihe von mir, da lässt sich einiges erahnen. 😉 (Heather Bishop Thriller)
Was war die überraschendste Entdeckung, die du bei deinen Recherchen gemacht hast – unabhängig ob Thriller oder Abenteuerroman?
Oh, das waren schon einige. Ganz weit vorne ist dabei einer meiner historischen Romane „Alle Feuer der Hölle“, der vom Vulkanausbruch des Mont Pelée auf Martinique im Jahr 1902 handelt. Da gab es bei der Recherche einige sehr überraschende Entdeckungen, die tatsächlich so stattgefunden haben und natürlich ein zentrales Element der Handlung geworden sind.
Hast du jemals bei einer Recherche gedacht: „Das wäre selbst für einen Roman zu verrückt“?
Solche Gedanken habe ich eher bei aktuellen Entwicklungen des Zeitgeschehens. Bei der Recherche noch nie, weil es sich dabei ja dann meist um tatsächliche Begebenheiten (s. o.) oder lange etablierte Legenden handelt.
Was fasziniert dich bis heute an Figuren wie Indiana Jones?
Das es sich um einen normalen Menschen handelt, keinen Superhelden. Er ist mutig, aber nicht der typische Held, hat seine Schwächen und Fehler. Und er hat eine Peitsche, wie cool ist das bitte? 😉
Welches historische Geheimnis würdest du am liebsten persönlich lösen?
Puh, schwierige Frage. Da gibt es so viele. Ganz weit vorne wäre wohl Stonehenge oder das Voynich Manuskript.
Allgemein: Welche Figur aus einen deiner Büchern zeichnet auch ein paar Charakterzüge von dir aus?
In fast allen Figuren stecken auch immer mal Charakterzüge von mir, meist in den Helden, aber manchmal auch bei den Schurken.
Gibt es Genres, die du künftig noch ausprobieren möchtest?
Science-Fiction möchte ich definitiv noch schreiben. Eine richtige Space-Opera.
Erzähl uns doch kurz, worin es in deinem aktuellen Buch „Die Schatten der Ewigkeit“ (Das Lied der Unsterblichen, Band 2) geht.
Als zweiter Teil einer Fantasy-Saga wird es darin natürlich noch düsterer als im Vorgänger. Die Helden versuchen Verbündete zu finden, um den Unsterblichen Hochkönig Artaius zu stürzen, während sich im Verborgenen noch andere, dunkle Kräfte formieren, um die Welt ins Dunkel zu hüllen. Aber es gibt auch einen kleinen Hoffnungsschimmer …
Ich empfehle auf jeden Fall Band 1 vorher zu lesen. 😉
Gibt es ein unveröffentlichtes Projekt, das du eines Tages noch realisieren möchtest? Worauf können sich deine Leser als nächstes freuen?
Irgendwann würde ich gerne noch eine Tierfabel schreiben, a la „Watership Down“ von Richard Adams.
Aber als nächstes kommt bei mir erst einmal ein Thriller, der sechste Teil meiner Heather Bishop Reihe.

Kurz gesagt…
Notizbuch oder Smartphone?
Smartnotes. 😉
Zeitreise in die Vergangenheit oder in die Zukunft?
Vergangenheit
Und wohin würde sie führen?
- Jahrhundert, Karibik.
Welches Buch hättest du gern selbst geschrieben?
Der Herr der Ringe
Welche Frage wird dir in Interviews viel zu selten gestellt?
Diese: Hast du schon mal was geschrieben, das du später bereut hast?
Deine Antwort darauf:
Ja, habe ich, als ich einen der Hauptcharaktere meiner „Geheimakten“ sterben ließ. 🙁
Wenn deine Tastatur sprechen könnte – worüber würde sie sich beschweren?
Zu wenig Pausen.
Neben dem Schreiben… Gibt es ein Hobby oder Talent, das deine Leser vermutlich nicht von dir erwarten würden?
Ich verbringe viel Zeit beim Darts spielen.
Du findest morgen eine Kiste mit Dokumenten, die beweisen, dass eine deiner Romanideen wahr ist. Veröffentlichen oder geheim halten?
Da sie dann vermutlich mit einem Schatz oder Artefakt zu tun hätten, würde ich mich auf die Suche begeben und ins Abenteuer stürzen.
Woran erkennen Freunde sofort, dass du gerade an einem neuen Roman arbeitest?
Wenn ich beim Spaziergang mit dem Hund an ihnen vorbeigehe ohne zu grüßen, weil ich in Gedanken versunken bin. (Schon passiert)




























