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Perfect Match: Der digitale Weg zum Hund fürs Leben

Kim, CEO von Petch, über eine seriöse Hundevermittlung

Was, wenn bei der Hundesuche nicht zuerst Rasse oder Optik entscheiden, sondern Charakter und Lebensumstände? Genau hier setzt Petch an. Die App bringt Tierschutzhunde und passende Menschen digital zusammen – mit geprüften Vereinen und dem Ziel, langfristig das richtige Zuhause zu finden.

Kim, wie ist die Idee zu Petch entstanden?
Die Idee existiert bereits seit 2016 – wir feiern dieses Jahr also unser Zehnjähriges. Damals war ich selbst auf der Suche nach einem Hund und landete immer wieder bei Kleinanzeigen. Das empfand ich als unwürdig. Also erzählte ich meinem jetzigen Geschäftspartner Iven davon, der zu dieser Zeit in München eine Ausbildung im Bereich Programmierung absolvierte. Und ja, Petch war geboren.

Wie sah Petch in seiner ersten Version aus?
Wir haben Petch zunächst als „Tinder für Hunde“ gedacht. Zwei Jahre arbeiteten wir an diesem Swipe-Konzept, bei dem jeder Hunde inserieren und adoptieren konnte. Doch der Schutz der Tiere blieb zu sehr im Hintergrund. Also stoppten wir das Projekt und gingen zunächst getrennte Wege. Später stellten wir fest, dass wir unabhängig voneinander weiter an Petch gearbeitet hatten. Das Ergebnis seht ihr heute.

Doch das Matching-Prinzip ist geblieben?
Genau. Menschen, die über unsere App nach einem Hund suchen, füllen einen sogenannten Buddy-Test zu ihren Lebensumständen aus. Anschließend werden ihnen Hunde angezeigt, die zu mindestens 80 Prozent passen. Jeder potenzielle Adoptant kann drei Anfragen stellen, damit ernstes Interesse im Vordergrund steht. Danach läuft die Kommunikation direkt mit dem Verein.

Wie kommt ein Hund in eure App?
Wir konzentrieren uns ausschließlich auf die Vermittlung von Hunden und arbeiten eng mit dem Tierschutz zusammen. Vereine erhalten nach der Registrierung ein persönliches Onboarding und können ihre vermittelbaren Hunde mit einem ausführlichen Profil in unsere Datenbank aufnehmen. Entscheidend sind Charakter und individuelle Merkmale, nicht die Rasse. Aktuell sind bei uns rund 40 Vereine und 2.000 Hunde registriert.

Warum seid ihr bei der Auswahl so konsequent?
Seit ich Teil dieser Tierschutz-Bubble bin, habe ich Fälle miterlebt, aus denen man ein ganzes Podcast-Format machen könnte: Gerichtsverfahren, verschwundene Gelder, Betrug oder die Ausnutzung von Tieren. Natürlich leisten viele Vereine großartige Arbeit. Aber es gibt mehr problematische Fälle, als man zunächst vermutet. Deshalb wissen wir genau, mit wem wir zusammenarbeiten möchten – und mit wem nicht.

Wie stellt ihr sicher, dass die Vermittlung auf beiden Seiten seriös abläuft?
Sicherheit und Seriosität stehen für uns an erster Stelle. Wir verifizieren jede Privatperson mithilfe eines Ausweisdokuments, prüfen und briefen die Vereine persönlich und erwarten ein ehrliches Profil jedes Hundes. Unser Ziel ist ein Perfect Match zwischen Mensch und Hund.

Eure Rolle endet nicht mit der Vermittlung …
Das ist richtig. Im Petchie Club finden Hundebesitzer Unterstützung durch Experten wie Hundetrainer, Hundepsychologen oder Ernährungsberater. Sie geben ihr Wissen unter anderem in Live-Webinaren weiter und helfen bei unterschiedlichen Herausforderungen. Niemand soll allein gelassen werden.

Was sind eure nächsten Schritte?
Geplant sind weitere Bereiche, beispielsweise Assistenzhunde, Hunde mit besonderen Herausforderungen und Patenschaften. Unser Ziel ist es, irgendwann von Petch leben und vor allem unser Team entlohnen zu können. Denn wir alle brennen für die Sache.
Wie kann man euch unterstützen, auch wenn man aktuell keinen Hund sucht?
Vor allem durch Bekanntheit und Reichweite. Wir möchten mehr aufklären und mehr helfen. Deshalb freuen wir uns über jede Aufmerksamkeit – ob durch Folgen, Liken, Kommentieren oder Teilen.

Mehr dazu unter www.petch.app

Fotos Petch

Vergiss nicht, abzustimmen.
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Geschrieben von Jaquelin Ohk

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