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Weniger Algorithmus, mehr Begegnung

pure:absicht zeigt, dass Nähe auch ohne App, Druck und Floskeln funktionieren kann

Es gibt Formate, die wollen vor allem unterhalten. Und es gibt Ideen, die wollen etwas auslösen. pure:absicht gehört eher zur zweiten Kategorie. Hinter dem Braunschweiger Unternehmen steckt der Anspruch, analoge Erlebnisse zu schaffen, bei denen nicht Tempo, Reizüberflutung oder Selbstdarstellung im Mittelpunkt stehen, sondern echte Begegnungen. Laut Gründerinnen Larissa und Vajda sind ihre Events bewusst gestaltet, nahbar und frei von Leistungsdruck, Oberflächlichkeit und digitaler Distanz. Genau darin liegt der Kern des Konzepts: Räume schaffen, in denen Menschen tatsächlich miteinander in Kontakt kommen.

Dass ein solcher Ansatz gerade jetzt Resonanz finden kann, überrascht kaum: Vieles im Alltag läuft heute über Bildschirme, Profile und schnelle Eindrücke. Man sieht sich, bewertet sich, scrollt weiter. pure:absicht setzt dem eine andere Haltung entgegen: weniger Algorithmus, mehr Atmosphäre – weniger Funktion, mehr Gefühl.
Die Veranstaltungen sollen kein beliebiges Rahmenprogramm sein, sondern Erlebnisse mit Charakter, rotem Faden und einem klaren sozialen Gedanken. So versteht sich die Marke ausdrücklich als Dach für verschiedene Formate, die alle auf Verbindung statt bloßem Konsum setzen.

Zwischen Dating und Nachtmarkt
Ein aktuelles Beispiel dafür ist absicht:liebe, das neue Dating-Format. Dabei geht es gerade nicht um klassisches Speed-Dating oder starre Matching-Regeln. Stattdessen sollen Singles in lockerer Atmosphäre zusammenkommen, ohne Vorstellungsrunden, ohne Zeitdruck und ohne das Gefühl, sich beweisen zu müssen. Besonders ist dabei vor allem die Idee, nicht allein erscheinen zu müssen: Teilnehmende können eine vertraute Begleitperson mitbringen, die als herz:jäger*in Teil des Erlebnisses wird, Gespräche erleichtert und spielerisch mit auf Kontakt-Suche geht. Ergänzt wird das durch Formate wie die „finde dein herz:blatt wall“ oder das „liebes:treffer“-Bingo. Das erste Event findet am 14. Juni 2026 im TRAFO Hub in Braunschweig statt und richtet sich an Singles zwischen 25 und 45 Jahren.
Spannend ist gleichzeitig, dass pure:absicht nicht nur auf Dating setzt: Mit dem nacht:markt wird bereits ein weiteres Format angekündigt, das ebenfalls zur Eventfamilie gehört. Auch hier geht es nicht einfach um ein austauschbares Veranstaltungssetting, sondern um einen bewusst kuratierten Rahmen, in dem Menschen, Produkte, Ideen und Atmosphäre zusammenkommen sollen. Stattfinden wird dieser am 18. September 2026, ab 17 Uhr, im Lokpark. Weitere Formate sind bereits mitgedacht – das Ziel: eine wiedererkennbare Handschrift zu entwickeln.

Einen Nerv getroffen
Gerade das macht das Projekt interessant für eine Stadt wie Braunschweig. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Stärke der Idee: dass sie einen Nerv trifft, der über ein einzelnes Event weit hinausgeht. Denn zwischen Clubnächten, Märkten, Pop-up-Ideen und klassischem Eventbetrieb entsteht hier ein Ansatz, der emotionaler und bewusster wirken will als viele bekannte Formate. Es geht nicht nur darum, dass Menschen irgendwo zusammenkommen, sondern um Gefühl. Wer kommt, soll nicht bloß Gast sein, sondern Teil eines Rahmens, der Offenheit und echte Begegnungen möglich macht. pure:absicht verspricht keine perfekte Inszenierung, sondern Erlebnisse, die verbinden und im Kopf bleiben.

Foto absichtliebe

Vergiss nicht, abzustimmen.
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Geschrieben von Jaquelin Ohk

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