Klaus Marietta Rackel über das Mobilitätskonzept der Zukunft
SP Sven Gebauer
 
Einst Inbegriff von grenzenloser Freiheit und Unabhängigkeit, hat der motorisierte Individualverkehr heute ein tiefgreifendes Imageproblem und ist zum Streitthema geworden. Gerade privat genutzte Pkw stehen in der Kritik. Sie belasten die Umwelt, sind unwirtschaftlich und nehmen vor allem in Städten unverhältnismäßig viel Fläche ein. Wer heute mit einem geilen Flitzer um den Block heizt, erntet dafür höchstens noch verächtliche Blicke irritierter Teens und Twens.
Angesagt sind die stinkenden Blechboliden schon lange nicht mehr! Trotzdem fällt vielen der Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen nicht zuletzt aus Bequemlichkeit schwer. Gleichzeitig geht die Attraktivität von Lastenrad, E-Roller gen Null. Das zu ändern, hat sich Klaus Marietta Rackel zur Aufgabe gemacht. Er ist Fortbewegungsaktivist und Mobility-fluencer, engagiert sich in der Bewegungsbewegung „Per Pedes statt Mercedes“ und ist eitriger Verfechter des Fußmarsches. Für Rackel nicht weniger als das Mobilitätskonzept der Zukunft!

Laut ihm liegen die Vorteile auf der Hand: Sich auf seinen Gebeinen fortzubewegen ist effizient, elegant und sorgt für einen schlanken Fuß! Es schont die Umwelt und birgt ein enormes Coolness-Potenzial. Das gilt es den Menschen nun nahezubringen, denn zugegebenermaßen haftet dem Gang ein eher biederes und altertümliches Image an, das Rackel mit frischen Ideen wie einer Umbenennung des Gehens in „die Versen schleifen“ zeitgemäßer gestalten will. Es gibt keinen Einwand, den Rackel nicht entkräften kann. So verweist er ob der Frage nach Möglichkeiten des Lastentransports auf praktische Add-ons für Geher:innen wie Trolleys, Bags oder Baskets. Über Nacht wird die Wende aber ohnehin nicht gelingen, weshalb sich eine moderate und niederschwellige Umorientierung der Bürger:innen empfiehlt.
Wer beispielsweise damit beginnt, zumindest einmal in der Woche bei der kurzfristigen Besorgung gesalzener Erdnüsse kurz vor Primetime aus dem Netto in der Parallelstraße auf den SUV zu verzichten, befindet sich auf einem guten Weg. Probieren Sie es doch auch mal!

Text & Grafik Sven Gebauer

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