Braunschweigs neues sportliches Aushängeschild ist sein Rollschuh-Strieseltöff-Team.
SG Vordergrund art
Während die Kicker der Eintracht in der dritten Liga vor sich hindümpeln und die Geräuschkulisse in der Volkswagen-Halle bei Spielen der Basketball Löwen einer geschlossenen Bibliothek gleicht, erfreut sich dieser Tage eine Sportart größter Beliebtheit, die lange Zeit in der Versenkung verschwunden war: Der Strieseltöff. Sport-Redakteur Hanno Steiß berichtet.
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Die Braunschweiger Strieseltöff-Abteilung besteht seit 1975 und hatte vor allem in den letzten Jahren mehr und mehr mit Widrigkeiten zu kämpfen. Die finanziell prekäre Situation setzte dem Verein zu. Wichtige Leistungsträger mussten verkauft werden und sportliche Erfolge blieben aus. Dazu sah man sich auch noch dem Vorwurf der Tierquälerei ausgesetzt, was dem gesamten Verband einen immensen Image-Schaden bescherte. Doch spätestens seit der Nutria-Plage, die sich seit 2017 an der Oker abspielt, ist das strieseln in Braunschweig wieder en vogue. Zu Verdanken ist dies unter anderem Teamchef Freduard Schimmelspeck, der die Zeichen der Zeit erkannte und nicht lange fackelte als sich ein Revival des einstigen Kultsportes abzeichnete. Er fädelte einen hochdotierten Werbedeal mit dem Nagetierzuchtverein Dibbesdorf ein und finanzierte so den Transfer von Starspieler Ronny Foxtrott, der für 570 Gulden und eine trächtige Milchkuh vom norwegischen Erstligisten SKV Ölkbjölk verpflichtet werden konnte. Der rasante Heißsporn auf der linken Außenbahn avancierte mit seinem kompromisslosen und körperbetonten Spiel im Nu zum Publikumsliebling und strieselte seine Mannschaft innerhalb zweier Saisons von der siebten bis in die erste Liga. Auf einen weiteren Gala-Auftritt des Starspielers wird gehofft, wenn die Braunschweiger im Duell der Spitzenreiter am 12. Mai die Striseltöffer des FK Heringsbüttel zu Gast haben. Pikant: Sollte Foxtrott drei oder mehr Hamster über die Linie putten, würde er den seit 1991 bestehenden, vereinsinternen Torrekord knacken. Amtierender Spitzenreiter: Teamchef Schimmelspeck.

Text & Grafik Sven Gebauer

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