Wrestler John Klinger im Interview

Die wXw -  We Love Wrestling Tour kommt nach Wolfenbüttel.
Wir haben mit John „Bad Bones“ Klinger gesprochen.


27. Januar | 20 Uhr
Lindenhalle (WF)
www.wxw-wrestling.com

Hallo John, zunächst eine klassische Frage: Warum bist du Wrestler geworden?
Es hat mich schon als Kind fasziniert. Ich habe als 4-Jähriger das erste Mal Wrestling im Fernsehen gesehen und wusste sofort, dass es das ist, was ich irgendwann mal machen möchte. Natürlich haben meine Eltern erst mal mit den Augen gerollt. Ich hatte aber diesen Traum und habe mir ein Ziel gesetzt. Davon habe ich nie abgelassen, deswegen bin ich heute hier.

Wie unterscheidet sich Wrestling in Deutschland vom Wrestling in den USA?
Hier spricht man mehr Deutsch, oder? (lacht) Es geht in Deutschland wie auch in den USA um den Entertainment-Faktor, darum, die Leute zu unterhalten.

Dein Stage-Name ist „Bad Bones”. Was ist sein Markenzeichen?
Es ist im Prinzip ein Real-Life-Superheld, der als Vorbild für Kinder und alle Leute, die eines brauchen, dasteht und fürs Rechte sorgt. Quasi eine Mischung aus Batman und dem Punisher.

Man muss die Zuschauer davon überzeugen, dass man entweder der Gute oder der Böse ist.

Was ist dein bester Finishing-Move?
Im Prinzip die „Wrecking-Ball-Knees“. Das ist eine Art Shotgun-Dropkick, mit den Knien voraus. Ein bisschen schwer zu erklären. (Manager Björn Behrens; Anm. d. Red.) Ich versuche das mal aus der Sicht eines Zuschauers aus der ersten Reihe zu erklären: John steht im besten Fall mit seinem Gegner in einer Ringecke und schleudert diesen von einer Ecke in die andere, sodass der dann vis à vis zu John steht und vielleicht ein bisschen benebelt ist. In dem Moment kommt John auch schon mit voller Kraft angelaufen, springt mit beiden Knien in die Luft und rammt diese dann in den Gegner rein. Der ist schon durch den ersten Aufprall in die Ecke etwas nach vorne getaumelt – dadurch gibt es einen doppelten Aufprall. Sowohl von vorne durch die Knie als auch einen zweiten in die Ecke. Danach ist meistens Schicht im Schacht.

Wie übt man so was?
Das ist jahrelanges, hartes Training. Es gibt bestimmte Falltechniken und man lernt, wie man Griffe und Moves richtig ausführt, ohne sich zu verletzen. Es gehört eine ganze Menge dazu. Es geht auch um die schauspielerische Leistung. Man muss die Zuschauer davon überzeugen, dass man entweder der Gute oder der Böse ist. Dann muss man darauf achten, dass einem im 15- bis 20-Minuten-Kampf die Luft nicht ausgeht. Außerdem muss man richtig fallen und darf den Gegner nicht verletzen. Denn im Prinzip hat man sein Leben in der Hand. Bei dem Sport geht es aber nicht darum, jemanden zu verletzen, sondern darum, die Leute zu unterhalten.

Wie hältst du dich fit?
Ich mache eine ganze Menge Sport. Ich fange morgens um sechs mit anderthalb Stunden Yoga an. Nachmittags gehe ich ins Fitnessstudio. Das sind auch noch mal anderthalb Stunden. Und ich esse acht Mal pro Tag. (Behrens) Ganz wichtig sind auch Dinge wie die Nackenmuskulatur. Stürze und Würfe, die man über sich ergehen lässt, gleichen einem Autounfall mit 30 bis 50 km/h. Dort würden viele Leute mit Verletzungen und Schleudertrauma rauskommen. Es ist aber das tägliche Brot für Wrestler. Um das heile zu überstehen, muss man spezielle Körperpartien trainieren. Das ist hart.

John Klinger Wrestler Oberkörper Tattoos
Welchen Teil der Show magst du am liebsten?
Vom Moment, an dem meine Musik spielt, ich rauskomme, gefeiert werde und in den Ring steige bis zum Ende, wenn ich gewonnen oder verloren habe und mit Applaus oder Buhrufen wieder aus der Halle entlassen werde. Das gehört alles dazu.

Mit welchem Wrestler würdest du gerne mal in den Ring steigen?
Ich habe schon mit vielen im Ring gestanden, zum Beispiel mit dem halben Kader der WWE und auch dem aktuellen WWE-World-Champion, A.J. Styles. Es waren schon einige große Namen dabei. Ich würde mir noch wünschen, mal gegen Kurt Angle anzutreten.

Du engagierst dich sozial. Warum ist dir das wichtig?
Weil es so viele kranke Menschen gibt. Ich möchte gerne helfen und etwas zurückgeben. Es gibt so viele Fans, die zu uns kommen, um sich die Show anzusehen, und ich sehe in ihren Augen, dass sie eine gute Zeit haben. Nach einem Auftritt schrieb mir ein Fan, dass er eine Show verpasst hat, weil er Krebs hat und im Krankenhaus liegt. Das hat mich sehr mitgenommen. Das Wrestling hat ihm so viel Energie gegeben, dass er seine Krankheit kurz vergessen konnte. Deswegen sollte man so vielen Menschen wie möglich helfen.
John Klinger Wrestler am Ringrand in den Bändern Zuschauerraum

Siehst du dich als Vorbild für deine Fans?
In gewisser Weise schon. Allein mein Charakter gibt vor, dass man eine Vorbildfunktion haben sollte, von daher ja.

Themenwechsel: Schleppst du lieber Möbel oder baust du lieber einen IKEA-Schrank zusammen?
Dann schleppe ich doch lieber Möbel. Ich werde fuchsteufelswild, wenn diese Schränke nicht funktionieren. (lacht)

Wenn du eine Pflanze wärst, welche wäre das?
(Überlegt) Ein Kaktus.

Welches Lied würdest du auf einer einsamen Insel hören?
„Nothing Else Matters“ von Metallica.

Was ist dein Vorsatz für 2017?
Mein Vorsatz ist, so viel zu erreichen wie möglich und niemals aufzugeben.

Dwayne „The Rock“ Johnson ist vom People Magazin zum „Sexiest Man Alive“ gewählt worden. Hast du dazu einen Kommentar?
Das ist absolut berechtigt.

Was würdest du den Leuten sagen, die nach Wolfenbüttel kommen, um dich zu sehen?
Für die Fans, die wXw noch nie gesehen haben: Sie sollen sich von dem Event faszinieren lassen. Es gibt drei Stunden Action und tolle Unterhaltung. Und für meine Fans, die kommen, um mich zu sehen: Ich werde wie immer 100 Prozent geben und euch bestimmt nicht enttäuschen!

Text: Katharina Holzberger, Kathleen Kalle
Fotos: PamElla Lee, wXw We Love Wrestling

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