Der Regionalverband Großraum Braunschweig sorgt für attraktiven
öffentlichen Personennahverkehr auf Schiene und Straße.
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Der Regionalverband Großraum Braunschweig und seine Partner kommen den zunehmenden Mobilitätsbedürfnissen der Bürger mit häufigen und schnellen Verbindungen nach. Mit dem Fahrplanwechsel 2019 ergeben sich eine ganze Reihe von Verbesserungen für die Fahrgäste im Großraum Braunschweig: Kürzere Takte, mehr Fahrten sowie bessere Anschlüsse. Außerdem sollen auch andere Verkehrsmittel stärker einbezogen werden. Mit dem Fahrrad oder Auto zum Bahnhof, von dort mit dem Zug in das Mittel- oder Oberzentrum und schließlich mit dem lokalen Busverkehr bis ans Reiseziel – so oder so ähnlich – werden künftig immer häufiger Reiseketten aussehen.
Zu den Aufgaben des Regionalverbandes zählt unter anderem die Planung und Organisation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), sprich von Bussen und Bahnen. Leitgedanke ist dabei die Weiterentwicklung eines zuverlässigen und flächendeckenden ÖPNV-Angebotes. Damit verbunden ist die Konzentration auf die Stärken des jeweiligen Verkehrsmittels. „Angestrebt werden schnelle und direkte Verbindungen mit Bahnen und RegioBussen in der Region“, stellt Abteilungsleiter Fritz Rössig dar.

Die unterschiedlichen Verkehrssysteme sollen so miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt werden, dass den Fahrgästen kurze, bequeme und sichere Übergänge zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln angeboten werden können. Und diese gilt es im Sinne eines koordinierten Zusammenwirkens bestmöglich zu gestalten – von früh morgens bis in die späten Abendstunden. „Damit tragen wir den gestiegenen Mobilitäts-Bedürfnissen der Fahrgäste Rechnung“, erläutert Rössig, „denn neben Arbeit und Ausbildung werden immer häufiger Einkauf, private Erledigungen, Freizeit und Erholung als Fahrtzweck angegeben.“

Mehr als 20 000 Fahrgäste nutzen bereits heute täglich die Züge der Westfalenbahn zwischen Braunschweig und Hannover. Für sie und hoffentlich bald viele neue Kunden wird das Bahnfahren zwischen Braunschweig und Hannover mit dem zum Fahrplanwechsel 2019 realisierten Halbstundentakt nochmal deutlich attraktiver. Bislang galt hier beispielsweise der Stundentakt, der durch Verstärkerfahrten in den Hauptverkehrszeiten erweitert wurde. Mit diesem und anderen Angebotsverbesserungen will der Regionalverband künftig noch mehr Autofahrer zum Umstieg in den Zug überzeugen, um so einerseits das Verkehrs- aufkommen auf der A2 zu reduzieren und andererseits die Umwelt durch verminderten CO2-Ausstoss zu entlasten. Die Züge halten jeweils in Vechelde, Peine, Vöhrum, Hämelerwald und Lehrte. Zusätzlich wird es für Nachtschwärmer auf dieser Strecke an den Wochenenden von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag Spätfahrten (2.13 Uhr ab Braunschweig und 3.14 Uhr ab Hannover) geben.

„Angestrebt werden schnelle und direkte Verbindungen“

Mit dem neuen Fahrplan 2019 und den Angebotserweiterungen gerade zwischen Hannover und Braunschweig kommt der Regionalverband seinem Ziel wieder ein Stück näher, die Zentren in der Region halbstündlich miteinander zu verbinden. Zu einem kundenfreundlichen ÖPNV gehören aber neben einem guten Bedienungsangebot und günstigen Tarifen auch ansprechende Fahrzeuge und eine moderne Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Regionalverband zum Teil über eigene Förderprogramme den barrierefreien Ausbau und die Modernisierung von Eisenbahnstationen und Bushaltepunkten sowie die Anlage von Park & Ride- und Bike & Ride-Plätzen, engagiert sich bei Innovationen wie der Bereitstellung aktueller Fahrplaninformationen mittels Anzeigen oder Apps. Bauherren sind die DB AG, Kommunen oder Verkehrsunternehmen. Seit 2014 wurden rund 100 Millionen Euro in die Infrastruktur von Bahnhöfen und Bushaltestellen investiert.
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„Aktionsoffensive ist gestartet“
Der aktuelle Fahrplan bedient die Bedürfnisse der Bürger nach besseren Verbindungen. Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Braunschweig zur Entwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs in der Region.
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Mit dem Fahrplanwechsel 2019 hat der Regionalverband eine Aktionsoffensive gestartet. Wie wird das finanziert?
Dafür hat der Landtag mit der Veränderung des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes die finanziellen Grundlagen geschaffen. Unser Regionalverband hat davon besonders profitiert: In Stufen erhält er deutlich mehr Mittel. Vom Jahr 2021 an sind es 30 Millionen Euro mehr als noch 2016. So können wir den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver gestalten, um mehr Menschen von klimafreundlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn zu überzeugen. Unser Highlight ist der lang ersehnte Halbstundentakt zwischen Braunschweig, Peine und Hannover. Durch diesen Halbstundentakt und die vielen kürzeren Übergänge zu den anderen Verkehrsmitteln ergeben sich neue zusätzliche Fahrtmöglichkeiten und Taktverbesserungen. Dazu passt, dass man die Einzelfahrscheine des Niedersachsentarifs seit dem Fahrplanwechsel am Start- und Zielort für die Fahrt mit den „Öffis“ zum und vom Bahnhof ohne Mehrpreis nutzen darf.

Was ist neben besseren Verbindungen noch möglich durch die höheren Zuwendungen?
Es ist in den vergangenen Jahren schon viel erreicht worden. Der Regionalverband stellt auch Finanzmittel für Verkehrsinfrastruktur und innovative Projekte bereit. Im Dezember wurden zum Beispiel die beiden aufwendig modernisierten Bahnstationen Börßum und Oker eingeweiht.

Wie sehen Sie die Zukunft des ÖPNV im Großraum Braunschweig?
Es wird weiter aufwärts gehen. Für die Zukunft sehe ich zahlreiche Herausforderungen und Chancen. Dazu gehören Digitalisierung und Elektromobilität. Für die nächsten Jahre planen wir das ÖPNV-Marketing auszubauen und Tarifangebote zu verbessern. Die Einführung eines landesweiten Schülertickets steht ganz oben.
Informationen zum aktuellen Fahrplan
Detaillierte Informationen zum Fahrplan finden Sie auf den Internetseiten des Regionalverbands Großraum Braunschweig, des Verkehrsverbunds Region Braunschweig oder bei den verschiedenen Verkehrsunternehmen.

www.regionalverband-braunschweig.de

Interview/Text Regionalverband Braunschweig & Kerstin Lautenbach-Hsu
Fotos Westfalenbahn GmbH, Regionalverband Großraum Braunschweig

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