Die Braunschweiger Fotografin Žana Jozeljić fängt den schönsten Tag des Lebens vieler glücklicher Paare in außergewöhnlichen Bildern ein.
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Mal romantisch, mal trashig, mal provokativ – aber niemals langweilig. Žana Jozeljić hält den schönsten Tag im Leben zahlreicher Brautpaare in zauberhaften Fotos fest. In persönlicher und entspannter Atmosphäre lässt sie dabei dank ihrer einfühlsamen Art wundervolle Momentaufnahmen des Glücks entstehen, an die man sich auch Jahre später noch gerne erinnert. Die Fotos der Braunschweiger Fotografin zeichnen sich durch einen ganz besonderen Stil aus und sorgen auch noch nach der Hochzeitsfeier für schöne Augenblicke. Wir sprachen mit Žana Jozeljić über ihre Passion als Hochzeitsfotografin.
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Žana, seit fast einem Vierteljahrhundert bist du als Schöpferin wunderschöner Hochzeitsfotos unterwegs. Wie bist du eigentlich zu deinem Traumjob gekommen?
Ich habe viele Jahre im Freundeskreis fotografiert, dann hat mich eine Freundin 1995 gebeten, ihre Hochzeit zu fotografieren. Erst habe ich mich dagegen gesträubt, weil ich die Verantwortung für den Fotojob an ihrem Hochzeitstag nicht tragen wollte. Sie hat mich letztendlich dazu überredet und ich war von der ersten Minute an wie angeknipst. Meine Antennen waren voll auf Empfang und ich habe nur noch schöne Momente gesehen, die ich für immer in Bildern festhalten wollte.

Verrat uns mal, was für ein wirklich gutes Hochzeitsfoto wichtig ist?
Vertrauen. Hat das Brautpaar kein Vertrauen zum Fotografen, wird es sich nicht entspannen und auch nicht authentisch vor der Kamera agieren. Losgelöste Paare, die darauf vertrauen, dass ich weiß, was ich tue, bekommen im Ergebnis schöne Bilder von sich. Eine Messebesucherin hat sich einmal meine ausgestellten Alben angeschaut und dann gesagt: „Die sehen alle so schön aus!“ Eben solche Bilder erstelle ich, wenn meine Kunden mir vertrauen.

Wie sähen die Hochzeitsfotos aus, die du von dir selbst machen würdest?
Mir gefallen epische Landschaften wie beispielsweise in Schottland. Viel Weitwinkel, ein Spiel aus Licht und Schatten und es darf ein bisschen düster sein. Ich mag dynamische Fotos, auf denen man sieht, dass Wind im Spiel war. Lange Haare dürfen offen sein und wild vors Gesicht wehen. Regen mag ich auch und ich würde im Regen tanzen, anstatt nur nass zu werden.
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Du machst aber nicht nur die üblichen Standardhochzeitsaufnahmen, sondern bietest auch Shootings an, bei denen die Hochzeitspaare ihre Brautmode „trashen“ können. Was ist deine persönliche Intention dabei und was sind die Beweggründe deiner Kunden?
Ich persönlich liebe alles, was außergewöhnlich ist. Hochzeit und Dreck? Find ich super! Die Beweggründe meiner Paare sind da eher unterschiedlicher Natur. Manche verbinden mit dem Kleid keine schöne Erinnerung und wollen sich dann mit den Bildern aus dem etwas anderen Fotoshoot einen schönen Moment schaffen. Andere Paare wollen das Thema Brautkleid bis zum Schluss ausreizen und lassen Bilder von sich in unterschiedlichen Situationen machen, andere Fotos als solche, die bei einer Hochzeit sonst so üblich sind. Das Brautkleid muss nicht zwangsläufig kaputt gehen, auch wenn man von „Trash Your Dress“ spricht. Viele Kleider kann man bei Niedrigtemperatur in der Waschmaschine waschen und sie sehen hinterher wieder wie neu aus.

Was würdest du mit deinem eigenen Brautkleid machen?
Ich würde mich bei diversen Fotoshoots damit austoben: After Wedding und Trash. Wenn mir die Ideen für außergewöhnliche Fotoshoots ausgehen, würde ich es waschen und an eine Sternkind Organisation weitergeben, die Sterbekleidchen aus Brautkleidern nähen. Davon gibt es recht viele bundesweit und so bekommt das Kleid abschließend einen sinnvollen Nutzen, ohne einfach weggeworfen zu werden.
Brautkleider sind meist sehr teuer, trotzdem sind viele Bräute bereit, sehr weit zu fahren und auch viel Geld auszugeben. Wie erklärst du dir diesen Hype um ein Kleid, das man meist nur einmal trägt?
Den Hype kann ich zwar nicht erklären, aber es gibt ja zum Glück die Möglichkeit, das Kleid öfter anziehen und diverse Fotoshoots damit zu machen. Um es nur einmal anzuziehen, wäre es mir zu schade. Mir persönlich ist übrigens auch nicht wichtig, ob das Kleid aus der aktuellen Kollektion stammt oder aus einer vorherigen, solange es perfekt zur Braut passt. Wenn ich denke: „Wow! Braut und Kleid sind aus einem Guss“, wurde alles richtig gemacht. Ich hatte sogar schon Bräute, die sich zwei Kleider gekauft und diese auch getragen haben. Kleider, die vollkommen unterschiedlich waren und dennoch beide perfekt zur Braut passten.

Welchen Tipp würdest du zukünftigen Bräuten bei der Wahl ihres Hochzeitskleides unbedingt geben?
Ich würde unbedingt davon abraten, ein super günstiges Kleid online aus China zu kaufen. Hier sind schon viele Bräute auf die schönen Bilder und die Texte, die versprechen, dass es sich um eine gute Nachahmung eines Designerkleides handelt, welches man für den Bruchteil des Originalpreises bekommt, reingefallen. Die Stoffe sind häufig billig und keine Naht sitzt dort, wo sie sitzen sollte – oft bekommt man einfach einen furchtbaren Lappen zugeschickt und hat dafür Geld rausgeschmissen.

Was war das ungewöhnlichste Brautkleid, das du fotografieren durftest oder was du mal gerne einmal auf die Linse bekommen würdest?
Eine Steampunk- oder auch Gothic Hochzeit mit entsprechendem Outfit wäre tatsächlich mal anders als alles, was ich bisher gesehen habe. An alle, die das planen und lesen, meldet euch: Ich bin bereit! (lacht)
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Interview Kerstin Lautenbach-Hsu
Fotos Žana Jozeljić

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