Fahrrad Hahne in Braunschweig

Interview mit Marc Katholing von Fahrrad Hahne | Seit 1930 gibt es den Fahrradhändler Hahne in Braunschweig. Seit dem 4. März 2017 gibt es den Laden in neuen Räumen mit der gewohnten Beratungskompetenz und noch viel mehr Fahrradspaß. Geschäftsführer Marc Katholing plaudert im Interview über die Freude am Fahren. (Advertorial)

Ein weiterer Meilenstein für Fahrrad Hahne steht mit dem Umzug in neue Geschäftsräume bevor. Was verändert sich?
Was sich deutlich verändern wird, ist die Angebotsform. Der Laden vergrößert sich, wir haben dann mehr als doppelt so viel Verkaufsfläche. Es gibt eine lockerere Präsentation der Räder, sodass man auch besser an sie herankommt. Wir können somit mehr Modelle zeigen und das in einem neuen, zeitgemäßen Umfeld. Die Wege vom Lager in den Laden oder zur Werkstatt, die gleich angeschlossen ist, sind deutlich kürzer und direkter. Das steigert unsere Effizienz und spart uns und dem Kunden Zeit.

Wo liegen die Stärken des Fachhandels?
Das Fahrrad ist ein sehr technisches Produkt und eines, welches einen hohen Bedarf an Beratung hat: Die muss von der Technik, der Ergonomie und der Eignung des Produktes für den Einsatzzweck reichen, also ob es ein Rad für die Stadt, die Reise, für die Arbeit oder den Transport werden soll. Dazu kommt noch, dass es all diese Modelle auch als E-Bikes gibt. Bei dieser Vielfalt braucht man einen kompetenten Ansprechpartner, der einerseits bei der Auswahl beraten kann und andererseits, um dieses Fahrrad fahrbereit zu machen und später zu warten. Ein Fahrrad hat einmal im Jahr einen Werkstattaufenthalt verdient.

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Der „Löwenhelm“ wurde von Fahrradhändlern, dem ADFC und der Verkehrswacht entwickelt.

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Hat sich denn am Thema „Einkaufen“ bei Ihnen viel geändert?
Einkaufen ist ja auch nichts anderes als ein Erlebnis. Es gehört schon irgendwie zu unserer Kultur und die ändert sich seit einiger Zeit. Das Thema „Online-Shopping“ ist allgegenwärtig. Ich glaube aber, dass die Zukunft nicht nur beim Internet liegt, sondern dass wir zwar im Internet vertreten sind, aber als Händler vor Ort aufgesucht werden. Das heißt: Der Kunde sucht ein Rad, findet es im Netz, kann es dort schon kaufen und bestellen – holt es aber beim Händler vor Ort ab. Das geht vor allem bei Produkten, die so einen korrekten Aufbau benötigen wie ein Fahrrad. Ich sehe den Crossover zwischen Internet und Fachhandel für die Zukunft. So machen wir das heute schon. Eine echte Beratung wie im Laden kann nicht über das Internet stattfinden, da spielen so viele Faktoren rein, die man bei der nüchternen Online-Suche gar nicht bedenkt.

Was möchte der Kunde?
Es gibt einige Grundbedürfnisse: Das Produkt muss sicher sein, weil mit dem Rad am Straßenverkehr teilgenommen wird. Das Preis-Leistungs-Verhältnis soll gut sein. Dazu soll das Produkt qualitativ hochwertig sein. Danach sind die Wünsche sehr individuell.

Ist Braunschweig eigentlich eine fahrradfreundliche Stadt?
Auf jeden Fall! Braunschweig ist eine tolle Fahrradstadt. Man kann hier alles super mit dem Rad erreichen. Ich fahre selbst nahezu täglich mit dem Rad zur Arbeit. Es ist ein Genuss und schnelles und effizientes Vorankommen. Braunschweig bietet da unglaublich viel: Wir haben Fahrradstraßen, das Ringgleis und viele Strecken, die ins Grüne führen. Man ist innerhalb von zehn Minuten im Grünen. Vom Bürgerpark aus kann ich über Wolfenbüttel bis nach Salzgitter und Peine fahren – durch viel schöne Natur. Die Innenstadt kann man ebenfalls gut mit dem Rad abfahren. Es gibt noch einiges, was verbessert werden muss, so sind viele Radwege beispielsweise noch zu schmal, sie sind noch nicht an die modernen Ansprüche angepasst. Ansonsten ist Braunschweig gut aufgestellt.

Helmpflicht: ja oder nein?
Nein! Ich halte es für wichtiger, dass die Einsicht von selbst kommt, dass ein Helm nicht nur im sportiven Bereich angebracht ist. Es ist eher wichtig, dass die Illusion der eigenen Unverletzbarkeit mal abgelegt wird. Beim Skifahren ist das gar kein Thema mehr, da tragen nahezu 100 Prozent der Leute einen Helm. Dort hat eben dieser Prozess der Einsicht eingesetzt, ich glaube auch, dass der schon bei den Fahrradfahrern eingesetzt hat. Nicht unbedingt bei den Teenagern, die sind teilweise zu eitel, einen Helm aufzusetzen – der ist dann uncool. Aber bei der Generation 30 plus gibt es eine hohe Akzeptanz, die setzen Helme auf. Und Braunschweig hatte dafür ein tolles Projekt: Es gibt den „Löwenhelm“. Der wurde zusammen mit Fahrradhändlern, dem ADFC und der Verkehrswacht entwickelt. Der Helm hat einen guten Preis und es wird immer noch danach gefragt.

Ein neues Rad muss her, wenn …
… das alte nicht mehr fahrsicher ist, wenn es so alt ist, dass es keine Ersatzteile mehr gibt. Und wenn es ein Einwegprodukt aus dem Baumarkt ist. Die Räder, die nicht aus dem Fachhandel kommen, muss man leider häufig als Einwegprodukt sehen. Die Reparaturen kosten oft so viel wie das Rad selbst. Ob das wirklich nachhaltig ist, muss dann jeder für sich entscheiden.

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Text: Kathleen Kalle
Fotos: Daniel Geiger (BullsBikes), Kathleen Kalle

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