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Komödie am Altstadtmarkt

1. August bis 20. September /

Heinrich (BS)

Der Vorhang für das Open-Air-Theater der Komödie am Altstadtmarkt geht
ab dem 1. August im Außenbereich des Wirtshauses Heinrich auf.
PK Komodie c Merle Scholz art
Als im März für ganz Deutschland der Ausnahmezustand erklärt wurde, zwang das gleichzeitig alle Schauspieler und künstlerischen Köpfe auch in einen kreativen Shutdown. Mit gebundenen Händen mussten die Theater- und Spielhäuser zusehen, wie ihnen die Erlaubnis und Möglichkeit genommen wurde, Zuschauer mit ihren Aufführungen zu begeistern und ins Staunen zu versetzen.
So traf es auch die Komödie am Altstadtmarkt. Als kleines, privates Theater konnten sie immer auf ihre Besucher zählen, die wöchentlich zu den Vorstellungen kamen und sich dort wie zuhause fühlten. Auch während der Zeit, in der die Ränge unbesetzt blieben, war der Rückhalt der Theaterfans massiv. Mails, Anrufe und Spenden erreichten das Haus, um sie in der unfreiwilligen, spielfreien Zeit zu unterstützen und aufzumuntern.
Beifall unter Bäumen
Durch die Verbreitung von Covid-19 blieb der Vorhang in der Gördelingerstraße wochenlang geschlossen und nirgendwo war Applaus zu hören. Das Publikum vermisst sein „Komödchen“ und die Frage nach dem „Wann geht es endlich wieder los?“ blieb lange offen. Doch Theaterbesitzer Florian Battermann und Autoren-Freund Jan Bodinius liefern nun endlich die Antwort: Es wird wieder gespielt, nur jetzt eben draußen! „Wir wollten uns aus dem kreativen Tief wieder herausziehen“, so der erfolgreiche Wahl-Berliner Bodinius und Intendant der Freiluftspiele in Neersen. Einen neuen Spielort mit völlig neuen Perspektiven findet das Ensemble im Außenbereich des Wirtshauses Heinrich im Stadtpark. Um Manon Straché, die bereits für die „Lindenstraße“ vor der Kamera stand, tummeln sich die Hamburgerin Sarah Matberg, Herr Battermann selbst sowie seine Zweitbesetzung und Regisseur Andreas Werth. Dort werden die Besucher ab dem 1. August wieder zum Lachen gebracht und mit dem Stück „Ich hasse dich – heirate mich!“ in das lahmgelegte Braunschweig zurückversetzt, als Klopapier noch Mangelware war und mit Hefe gehandelt wurde, als wäre es Gold.
Der Grundgedanke für den Ortswechsel entstand sogar bereits Ende März bei einer Sitzung der Kulturschaffenden in Braunschweig. Ideengeber war der Geschäftsführer Manfred Neumann vom Westend. Er fragte den Theatermacher: „Warum geht ihr nicht ins Heinrich?“ Mit Platz für rund 150 Personen bietet das Restaurant im Stadtpark eine perfekte Alternative für die Komödie. 17 Seiten Hygienekonzept später steht der Uraufführung im August nichts mehr im Weg.

Braunschweiger halten zusammen
Es ist allseits bekannt, dass auch die Gastronomie-Branche mit Einnahme-Verlusten zu kämpfen hat. Thomas Tägtmeyer, der Besitzer des Wirtshauses, war direkt Feuer und Flamme für die Idee. Für die Aufführungen erließ er dem Theater sogar die Miete, schließlich habe er selbst auch einen Vorteil durch die Besucher. Bereits seit ein paar Jahren wird der Außenbereich als Event-Fläche genutzt, warum dann also nicht den Pavillon zur Bühne umbauen? „Not macht erfinderisch“, späßelt Battermann und erklärt das Stück: Von der Krise inspiriert, aber auch in der Post-Corona-Zeit spielbar, erzählen die beiden Schreiber von der Tanzlehrerin Kerstin. Sie kann ihren Beruf nur online ausüben und treibt damit ihre Nachbarn zur Weißglut. Zusätzlich hat sie sich frisch getrennt und beschließt die nächste Person, mit der sie eine Beziehung eingeht, nicht auszustehen, da ihrer Meinung nach sowieso jede Partnerschaft irgendwann diesen Punkt erreiche. Man gebe eine tratsch-begeisterte Frau Helga Otto und einen jungen, ledigen Mann als neue Nachbarn hinzu und tada: Eine Komödie ist geschaffen! Mit viel Witz, Charme und Corona-Komik hat das Theater sein strahlendes Comeback.

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“

Um einen begehrten Sitzplatz im lauschigen Theater-Garten zu ergattern, sind die Tickets sowohl online als auch an der Theaterkasse der Komödie am Altstadtmarkt erhältlich. Eine Abendkasse wird es nicht geben, um die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einhalten zu können. Dafür sind auch die Tische mit genug Abstand aufgestellt und es dürfen nur jeweils zwei Haushalte zusammen Platz nehmen. Geplant sind Vorstellungen vom 1. August bis zum 20. September in der Regel von Donnerstag bis Sonntag. Um das Erlebnis abzurunden, besteht die Möglichkeit, vor oder nach der Aufführung im Heinrich einzukehren. Ansonsten kann auch ein Theater-Picknick-Korb ganz bequem von zuhause aus vorbestellt werden.
Die Proben sind bereits im vollen Gange und es dauert wirklich nicht mehr lange bis es wieder heißt: Auf die Plätze, fertig, Vorhang auf!

Text & Fotos Merle Scholz

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