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Staatstheater Braunschweig

11. September | Premiere:
Frankenstein | Großes Haus (BS)
12. September | Premiere:
Gaslicht | Kleines Haus (BS)
staatstheater-braunschweig.de
Das Staatstheater Braunschweig startet im September unter dem Motto
„Die Zukunft so hell“ optimistisch in eine neue Spielzeit.
PK GASLICHT 248 c Joseph Ruben Heicks art
Gerade erst wurde die Spielzeit 2020/21 ausgetüftelt, geplant und gestaltet und dann kam Corona – dutzende Musiker im Orchestergraben, zahlreiche Tänzer auf der Bühne, enger Kontakt in der Maske oder den Umkleidekabinen waren von einem auf den anderen Tag untersagt, der gesamte Theateralltag auf den Kopf gestellt. Die Häuser wurden geschlossen, die Proberäume leer, und die Verzweiflung groß. Glücklicherweise wuseln im Staatstheater so viele kreative Köpfe umher wie nirgendwo sonst, sodass die Ideen, was trotz Corona auf die Bühne gebracht werden kann, schnell anfingen, zu sprudeln. Das Staatstheater Braunschweig hat die Zeit hinter verschlossenen Türen mehr als genutzt und voller Ehrgeiz, Leidenschaft und Anpassungsfähigkeit ein neues Programm für die kommende Spielzeit auf die Beine gestellt, das die Vorfreude auf den nächsten Theaterabend in die Höhe schnellen lässt.
Aufmunternde Botschaft
In der vergangenen Saison hat sich das Schauspiel- und Theaterhaus mit dem Motto „City of Love“ den ganz großen Gefühlen gewidmet und gezeigt, dass Liebe größer ist als Hass. 2018 stand das Programm im Zeichen von „Geschichte wird gemacht“ und hat verdeutlicht, dass Geschichte von jedem mitgestaltet werden kann und aus der Vergangenheit gelernt werden muss. Die im Herbst anbrechende Spielzeit trägt abermals einen ausdrucksstarken Titel: „Die Zukunft so hell“ ist eine aufmunternde Botschaft, die wir aktuell dringender brauchen denn je.
„Das ist ein trotziges Motto, gewidmet der Neugier, der Lust auf Zukunft, gerade in Zeiten von Krisen und Umbrüchen, ein Aufruf, sich einer vermeintlichen Vergeblichkeit entgegen zu stemmen, die Katastrophen wie Klimawandel, soziale Ungleichheit und aktuell die Corona-Pandemie uns vermitteln. Wir wollen in allen Sparten das Motto ,Die Zukunft so hell‘ in unserem Programm umkreisen, Utopien wie Dystopien mit spielerischem Ernst ausloten und die Welt als eine zeigen, die man verbessern kann“, so Generalintendantin Dagmar Schlingmann. Mit dieser Hoffnung stets im Hinterkopf hat das Staatstheater Braunschweig während der vergangenen Monate fleißig an Online-Formaten, Open-Air-Lösungen und Stücken mit kleiner Besetzung gearbeitet, die beispielsweise in Seniorenheimen aufgeführt wurden. Dort konnten Menschen erreicht werden, die möglicherweise auch in der nächsten Spielzeit auf einen Theaterbesuch verzichten müssen.
Was die Zukunft bringt
Davon ausgehend, dass im Herbst ein Spielbetrieb wieder möglich ist, sind für die neue Spielzeit insgesamt 31 Neuproduktionen auf den Bühnen des Staatstheaters geplant, davon allein 14 Uraufführungen. Hinzu kommen 14 Konzerte des Sinfonieorchesters und des JUNGEN! Konzerts.
Los geht’s am 11. September unter der neuen Schauspielleitung von Ursula Thinnes mit der Premiere von „Frankenstein“ nach Mary Schelleys Kultroman aus dem Jahr 1818, der über 200 Jahre später noch immer nicht an Faszination verloren hat. Noch nie war die Vision der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens und künstlicher Intelligenz so nah an der Realität wie heute. Am 12. September folgt die nächste Schauspielpremiere. Das Stück „Gaslicht“ des britischen Dramatikers Patrick Hamilton aus dem Jahr 1940 erzählt von einer Welt voller Paranoia, Desinformation und Dauerlüge.
PK Dagmar Schlingmann c BjornHickmann art


Das Musiktheater bringt anlässlich des Beethoven-Jahres die einzige Oper des Wegbereiters der Romantik auf die Bühne. „Fidelio“ wird jedoch in einer ganz besonderen Fassung von einem Kammerensemble aufgeführt, die reduzierte Besetzung steht der Klanggewalt des mächtigen Werk Beethovens jedoch in nichts nach. Die moderne Oper „Dead Man Walking“ nach dem gleichnamigen oscarprämierten Spielfilm von 1995 setzt sich mit der Todesstrafe in den USA auseinander und behandelt dabei gleichermaßen Themen wie Schuld und Vergebung, Moral und Menschlichkeit.

Auch das Tanztheater bringt Bewegung auf die staatstheatralen Bühnen Braunschweigs, obwohl die Corona-Pandemie den Tänzern das Proben besonders erschwert hat. In „Die Zeit ist reif“ verwandeln die Künstler Gefühle wie Einsamkeit und Abgrenzung in tänzerische Formen, welche als Parcours in verschiedenen Räumen des Hauses aufgeführt werden. Das JUNGE! Staatstheater hat mit dem geschlechterkritischen Stück „Clevergirl“ von Hartmut El Kurdi ein ebenso gesellschaftlich relevantes Schauspiel im Programm. Die für dieses Jahr geplante Burgplatz-Oper „Madama Butterfly“ wird im nächsten Sommer nachgeholt und eine spannende Spielzeit im Herzen der Innenstadt zu Ende bringen.
Trotz der Einstellung des Spielbetriebs im März konnte das Staatstheater Braunschweig etwa 3 000 Zuschauer mehr als in der vorigen Spielzeit verzeichnen. Das Publikum hat sich verständnisvoll und unterstützend gezeigt: Bisher wurden über 15 600 Euro durch Spenden gesammelt – ein Wahnsinns-Feedback, das zusätzlich motiviert, in eine helle Zukunft zu blicken und ab Herbst wieder richtig durchzustarten. Nicht zu vergessen, dass im Herbst auch das Braunschweiger Internationale Filmfest ansteht, welches traditionellerweise vom Staatstheater mit einem Filmkonzert eröffnet wird. Auch dafür werden bereits Konzepte entwickelt. Was auch immer Corona in Zukunft noch bringen wird – das Staatstheater steht nicht still.
PK Grauzonen20 c Bettina Stoss art

Text Louisa Ferch
Fotos Joseph Ruben Heicks, Björn Hickmann, Bettina Stöss

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