Im Gespräch mit den tragwert.-Gründern

Drei Wahl-Braunschweiger machen unter dem Label tragwert. Damenhandtaschen aus veganem Leder und Bio-Baumwolle. Wir sprachen mit Fabian Obermann, Tobias Fischer und Matthias Habel über die Gründung des Labels, die Vorteile von Kunstleder und die Produktion in China.

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Manchmal reichen ein kurzer Blick und eine Berührung schon aus und es ist um einen geschehen. Mal wieder hat man sich in eine qualitative Handtasche verliebt. Nahezu jede Frau hat dieses eine besondere Gefühl schon einmal erlebt. Die Handtaschen des jungen Braunschweiger Modelabels tragwert. sind modisch, nachhaltig und erschwinglich. Diese Kombination funktioniert? Ja, das tut sie. Fabian Obermann, Tobias Fischer und Matthias Habel sind die Personen hinter der Marke und bringen hochwertige Handtaschen sowie Portemonnaies aus veganem Leder und Bio-Baumwolle auf den Markt. Zusammengefunden hat das Trio bei einem beruflichen Projekt. Tobias erklärt: „Während des Projektes haben wir uns angefreundet. Wir sind BWLer, haben Wirtschaft studiert und wollten uns eine eigene Firma aufbauen. Natürlich fiel sofort die Frage ‚In welchem Segment lassen wir uns nieder?‘ Wir haben überlegt, wo unsere gemeinsamen Interessen liegen und sind dann schlussendlich auf die Mode gestoßen“.

Nachdem sich die Drei über aktuelle Trends Gedanken gemacht und sich auf Damenhandtaschen geeinigt hatten, stand die große Frage des Materials im Raum, wie Tobias weiterführt: „Da wir bemerkt haben, dass der Vegan-Trend aktuell sehr stark ist, haben wir uns für Kunstleder entschieden. Wir haben uns bei der Wahl des Materials sehr viel Zeit genommen. Das merkt man schon daran, dass unser Material geruchsneutral ist. Vergleichbare Konkurrenzprodukte haben immer einen bestimmten Eigengeruch.“ Bei tragwert. spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine besonders große Rolle: „Bezogen auf die Materialien haben wir aktuell das hochwertigste, was es im Bereich Kunstleder derzeit gibt. Das in den Taschen verwendete vegane Leder besteht aus Polyurethan, das auf Wasserbasis hergestellt wurde. Im Gegensatz zu Polyvinylchlorid wird bei der Produktion kein schädliches Dioxin ausgestoßen und  es werden mindestens 50 Prozent weniger Energie benötigt, als bei herkömmlichen Verfahren. Der Wasserverbrauch lässt sich um bis zu 95 Prozent verringern. Wir wollen außerdem weg von den Einkaufstüten aus Plastik und deshalb haben Matthias, Fabian und ich uns entschieden, aus den Staubbeuteln, in denen jede unserer Taschen geliefert wird, auch gleich eine Tragetasche zu machen. Schnell die Stoffhänkel ausgeklappt und schon kann man damit einkaufen. Das ganze Label an sich ist eine runde Sache“, erklärt Tobias. Produziert werden Lara, Julia, Mia und Co., so die Namen einiger Taschen aus der aktuellen Frühjahr-/Sommer-Kollektion, im chinesischen Guangzhou nahe Hongkong. Im vergangenen November sind die drei Wahl-Braunschweiger nach Asien gereist, um die oftmals kritisierten Produktionsbedingungen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. „Die Labels, die ebenfalls nachhaltige Produkte auf den Markt bringen, sind immer äußerst kritisch was das Thema ‚China‘ angeht. Dieses Land ist eigentlich die Fabrik der Welt. Für uns war es natürlich wichtig, einmal die Arbeitsbedingungen live zu sehen und über den Lohn der Arbeiter und natürlich auch Kinderarbeit zu reden. Nach unserem Besuch können wir unsere Taschen dort mit reinem Gewissen produzieren lassen“, berichtet Fabian, „China war für uns ein guter Kompromiss, da das Preisleistungsverhältnis stimmt und wir nachhaltig und qualitativ hochwertig produzieren können“.

Doch bis zur Produktion ist es ein weiter Weg. Erst kommen die Ideen, dann ein erster Entwurf, Musterstücke. Das modebewusste Männer-Trio lässt sich dabei direkt von der Frauenwelt inspirieren und bringt nur Taschen auf den Markt, die ihnen selbst an Frauen gefallen. Das Grundmodell wird von ihnen skizziert und zusammen mit dem chinesischen Produzenten umgesetzt. „Wir versuchen immer, in unsere Handtaschen zwei, drei besondere Gimmicks einzubauen. Bei unserem Modell Julia befindet sich zum Beispiel im Inneren ein kleines Portemonnaie und man kann sie durch einen variablen Gurt sowohl über der Schulter als auch mit der Hand tragen. Wir möchten, dass zwei, drei Looks mit einer tragwert.-Tasche kompatibel sind“. Im März erscheint Lara in neuen Farben und ab Herbst kann man mit neuen Modellen und weiteren Farben rechnen. Derzeit sind die Taschen überwiegend schwarz, aber mit der neuen Kollektion im Herbst kommen, laut den drei Unternehmern, auch Braun- und Taupetöne hinzu“.

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Text: Lisa Matschinsky
Fotos: Tim Schulze

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