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Das Staatstheater Braunschweig stellt die neue Spielzeit 2020/21 vor
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Nach Monaten auf Kultur- und Theaterentzug gibt es endlich wieder Hoffnung, denn am heutigen Montag hat die Generalintendantin des Braunschweiger Staatstheaters Dagmar Schlingmann gemeinsam mit ihrem Team das Programm für die Spielzeit 2020/21 vorgestellt – und das weckt die Vorfreude auf den nächsten Besuch im Staatstheater enorm und lässt optimistisch nach vorn blicken. Das Motto im Herbst startenden Spielzeit lautet „Die Zukunft so hell“ und bringt viele spannende Geschichten auf die diversen Bühnen des Staatstheaters.

 

Nach den Aufbrüchen in fremde Welten, den Fäden der Geschichte(n) und den großen, extremen Gefühlen, die zentral in den vergangenen Spielzeiten untersucht wurden, rückt nun unter dem Motto „Die Zukunft so hell“ in der Forschungs- und Wissenschaftsstadt Braunschweig das Morgen in den Mittelpunkt. „Das ist ein trotziges Motto, gewidmet der Neugier, der Lust auf Zukunft, gerade in Zeiten von Krisen und Umbrüchen, ein Aufruf, sich einer vermeintlichen Vergeblichkeit entgegen zu stemmen, die Katastrophen wie Klimawandel, soziale Ungleichheit und aktuell die Corona-Pandemie uns vermitteln. Wir wollen in allen Sparten das Motto »Die Zukunft so hell« in unseren Programmen umkreisen, Utopien wie Dystopien mit spielerischem Ernst ausloten und die Welt als eine zeigen, die man verbessern kann“, so Dagmar Schlingmann.

Die Kultur- und Veranstaltungsbranche wurde von der Corona-Krise getroffen wie kaum eine andere – die Häuser sind leer, die Verhaltens- und Hygieneregeln streng und viele Kulturschaffende verzweifelt. Das Staatstheater Braunschweig jedoch hat die Zeit genutzt und ist kreativer geworden als je zuvor. Die vergangenen Wochen wurden intensiv genutzt, um ein Programm auf die Beine zu stellen, das sowohl anpassungsfähig und flexibel als gleichzeitig auch aufregend und neu ist: Insgesamt 31 Neuproduktionen sind in der nächsten Spielzeit auf den Bühnen des Staatstheaters geplant, davon sind allein 14 Uraufführungen. Hinzu kommen 14 Konzertprogramme. Zwar ist das Programm größtenteils noch in Vor-Corona-Zeiten geplant worden, dennoch muss alles umstrukturiert, neugeplant und umdisponiert werden. Enorm viel Arbeit und Leidenschaft steckt dahinter – das wird beim knapp zweistündigen Pressegespräch über die neue Spielzeit schnell bewusst.

Um trotz Corona das Beethovenjahr 2020 gebührend feiern zu können, wird der eigentlich für Mai geplante „Fidelio“ am 10. Oktober aufgeführt – jedoch als Kammerensemble, welches seinerzeit von Beethoven autorisiert worden ist, das eine deutlich kleinere Musikerbesetzung benötigt. Die Neuproduktion „Ein Sommernachtstraum“, welche eigentlich auch dieses Frühjahr hätte prämieren sollen, wird auf die Saison 2021/22 verschoben und wurde stattdessen vom Staatstheater gerade in einen Film verwandelt. Die Burgplatz-Oper „Madama Butterfly“ wird im nächsten Sommer 2021 nachgeholt.
Die Frage, was die Zukunft bringen mag und welche Zeiten uns bevorstehen, führt thematisch auf unterschiedlichste Art und Weise durch die Spielzeit. Highlights des neuen Programms sind unter anderem Jake Heggies moderne und gesellschaftskritische Oper „Dead Man Walking“, Mary Shelleys „Frankenstein“ unter der Leitung der neuen Schauspieldirektorin Ursula Thinnes, „Her: Olimpia“ nach E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ oder das ebenso gesellschaftskritische Schauspiel des JUNGEN! Staatstheaters „Clevergirl“, geschrieben von Hartmut El Kurdi. Auch das Tanztheater geht kreativ mit den besonderen Herausforderungen um und schafft mit „Die Zeit ist reif“ einen Performance- und Tanzparcours durch die Räume des Theaters, um so den Tänzerinnen und Tänzern mehr Raum zu ermöglichen. Nicht zuletzt wird Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ das Familienstück der Weihnachtszeit. Das Staatsorchester hat Glück im Unglück und kann die Stadthalle bespielen, deren Renovierungsarbeiten aufgrund von Corona verschoben wurden. Dort steht den Musikern sowie den Zuschauern mehr Platz zur Verfügung als im großen Haus.
Voller Ehrgeiz und Kreativität, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität macht das Staatstheater Braunschweig im Herbst alles möglich, was erlaubt ist. „Die vergangenen Wochen und Monate waren für uns alle eine große Herausforderung“, so Dagmar Schlingmann und Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens, „jetzt freuen wir uns riesig auf den Herbst. Freuen uns vor allem auf unser Publikum, das uns so treu in den letzten Wochen begleitet hat. Es hat uns mehr als einmal gezeigt, wie solidarisch es zu seinem Theater in dieser schweren Zeit steht. Der direkte Kontakt hat uns sehr gefehlt, wir können es kaum erwarten, wieder Theater und Musik zu spielen.“

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2020/21 beginnt allerdings erst am 22. August, damit genau geplant werden kann, welche Platzkapazitäten bis dahin ausgeschöpft werden können und welche Maßnahmen es einzuhalten gilt. Bis dahin kann das Festival Theaterformen sowie das Kinder- und Jugendfestival „Hart am Wind“ online verfolgt werden. Weitere Infos sowie das vorläufige Programm in digitaler Form gibt es unter staatstheater-braunschweig.de.

Text Louisa Ferch
Foto Louisa Ferch

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