Miner’s-Rock-Organisator Christian Burgart im Interview

Der Rammelsberg ist nicht nur eine beliebte Touristenattraktion, sondern seit 2015 auch die Eventlocation für Miner’s Rock. Wir sprachen mit Organisator Christian Burgart über die Entstehungsgeschichte, den Rammelsberg als Eventlocation und das Line-up.

Termine:
17. März - Stoppock
18. März – Max Giesinger (ausverkauft)
22. Juli – Miner’s Rock Open Air

KW Miners Rock 03

Hi Christian, bitte beschreibe deine Tätigkeit beim Miner’s Rock.
Das Miner’s Rock ist keine Tätigkeit oder Arbeit, es ist für unser Team die pure Lust an Musik in einer ganz besonderen Location. Ich kümmere mich dabei um die Kommunikation, das Buchen von Künstlern und ein wenig um den Themenbereich Sponsoring.

Was ist das Besondere am Miner’s Rock?
Wir locken Künstler in das besondere Ambiente eines Weltkulturerbes – dem Bergwerk Rammelsberg. Wo vor 30 Jahren noch Bergmänner Erz gefördert haben, fördern heute Musikerinnen und Musiker Kultur vor einer Wohnzimmerkulisse. Immer anders, immer besonders.

Warum habt ihr ausgerechnet den Rammelsberg als Eventlocation auserkoren?
Wir sind Harzer Lokalpatrioten und im Wesentlichen vier Freunde, die zusammen etwas in Sachen Kultur bewegen wollen und damit auch wirtschaftlich ins Risiko gehen. Aber dahinter verbergen sich noch viele fleißige und liebe Helfer, Familien und Freude, die uns überhaupt den nötigen Freiraum und die Unterstützung für unser Baby Miner’s Rock geben. Uns war bewusst, wenn wir etwas in Goslar machen wollen, dann nicht irgendwo. Durch einen persönlichen Kontakt zum Direktor der Stiftung Welterbe Harz, Herrn Gerhard Lenz, entstand dann die Idee, es doch mal im Rammelsberg zu versuchen. Einen Versuch, den wir nie bereut haben.

Wie kam die Idee zustande, das Miner’s Rock zu veranstalten?
Wir vier organisieren schon seit sehr vielen Jahren zusammen Konzerte. Früher eher Metalabende im Jugendzentrum, danach eine große und beliebte Bühne beim Goslarer Altstadtfest, heute das Miner’s Rock. Wer weiß, in ein paar Jahren dann vielleicht das Sommerfest der Volksmusik. (lacht)

Auf was dürfen sich die Besucher in diesem Jahr freuen?
Ende März haben wir neben dem in Rekordzeit ausverkauften Abend mit Max Giesinger auch vor allem Stefan Stoppok im Programm. Er ist ein besonderer Singer- und Songwriter, der weit über Goslar oder Braunschweig hinaus eine sehr große Fanbase hat. Für diesen Abend gibt es noch Tickets, wer also mal eine Vorstellung einer Schicht bei uns am Berg haben möchte, es gibt am 17. März eine Chance. Im Sommer freuen wir uns dann vor allem auf das erste Welterbe Open Air. Am 22. Juli sind Silly, Texas Lightning, die Schröders und Jupiter Jones zu Gast bei uns am Berg und werden einen ganzen Tag Musik bieten.

Das Konzert von Max Giesinger war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Habt ihr das erwartet und wie geht ihr mit dem Ansturm um?
Wir heben ab und haben uns alle eine Wohnung in London gekauft. (lacht) Nein, im Ernst, wir freuen uns über den großartigen Zuspruch und sind ein wenig stolz, dass es uns gelingt, Menschen für unsere Reihe, für Goslar und natürlich für die besondere Location zu begeistern. Mehr als volles Haus geht nicht, insofern, gerne mehr davon.

Eine Indoor-Location bringt eine Personenanzahlbegrenzung mit sich. Wie viele Personen passen in die Location?
Maximal 700 Menschen können ein Ticket für unsere Schichten erwerben. Dies hat den riesigen Vorteil, dass eine unglaubliche Nähe zwischen Künstler und Publikum entsteht. Ein Wohnzimmerkonzert im echten Wortsinn und damit unvergleichbar. Ganz sicher aber immer eine Reise nach Goslar wert.

KW Miners Rock 06
KW Miners Rock 09
Würdest du sagen, dass das Miner’s Rock in seiner Hülle und Fülle einmalig ist?
Definitiv. Es gibt in Deutschland auch andere besondere Locations, die sich für Kultur oder als Konzertstätte eignen. In seiner Hülle und Fülle ist das Miner’s Rock im Rammelsberg aber ganz sicher einmalig. Wir möchten diese Besonderheit auch nicht missen, sie macht uns sogar ein wenig stolz.

Der Harz und seine Umgebung bieten viele schöne Ecken. An welchen Plätzen könntet ihr euch ein solch besonderes Festival noch vorstellen?
Nur am Rammelsberg natürlich! (lacht) Nein, der Harz hat sehr viel zu bieten und ist der Lebensraum von 700.000 Menschen. Natürlich ist da auch an anderen Stellen Musik und Kultur möglich. Jede Kooperation, wie wir sie beispielsweise mit dem Musikfest pflegen, bringt dabei alle Beteiligten weiter und voran. Dieser Umstand ist allerdings im Harz –  anderswo leider auch – noch nicht sehr ausgeprägt. Kooperationen werden gemieden und jeder Kirchturm ist wichtiger als das Große und Ganze. Da gilt es noch einiges zu überwinden.

Euer Line-up besteht fast ausschließlich aus Künstlern, die deutschsprachige Musik machen. Warum habt ihr euch gerade für deutsche Musik entschieden?
Mit Vnvnation hatten wir – vor vollem Haus im Dezember – erstmals auch einen internationalen Act zu Gast. Aber es stimmt, insgesamt ist unsere Zielrichtung eher bei deutschsprachigen Künstlern. Mit deutscher Sprache schaffen es in den letzten zehn Jahren zunehmend Künstler das auszudrücken, was früher scheinbar nur in Englisch oder Französisch ging. Wieso also nicht so wunderbare Menschen wie Johannes Oerding oder Axel Prahl mit ihrer Musik an den Berg locken und sie auf eine Schicht einladen?
Hast du während des Events denn überhaupt Zeit, dir selbst die Künstler anzusehen oder bist du nur unterwegs und musst alles regeln?
Wir vier finden eine gute Mischung. Aber natürlich steht für uns zuerst ein reibungsloser Ablauf im Mittelpunkt und an diesem Abend nicht unser persönliches Konzerterlebnis selbst. Aber einen großen Vorteil haben wir. Wir sind immer schon beim Soundcheck dabei und haben daher immer schon unser eigenes Konzert in einer vollkommen leeren Halle am Nachmittag.

Hat sich das Event in den letzten beiden Jahren vergrößern können?
Wir hatten allein in 2016 vier Konzerte am Berg und dabei ca. 2.600 Besucher. In diesem Jahr würden wir diese Zahl gern wiederholen und mit dem Open Air im Sommer natürlich den einen oder die andere zusätzlich an den Berg locken.

Was ist für die Zukunft geplant?
Wir haben uns beim Miner’s Rock nicht festgelegt. Wir wollen so lange besondere Konzerte organisieren, wie unser Publikum gern zu uns kommt und uns unterstützt. Das ist hoffentlich noch sehr lange der Fall. Daneben ist es uns ein Anliegen, alle Kulturschaffenden im Harz unter einem Dach zu vereinen. Dort sind viele kleine Veranstalter und eben nicht ein bis zwei große, die den Kuchen unter sich aufteilen. Für all die haben wir die Plattform www.regiolights-harz.de an den Start gebracht. Hier wollen wir gebündelt allen regionalen Highlights im Harz eine Plattform geben. Schauen wir mal, ob auch diese Idee zündet.
KW Miners Rock 10

Text: Lisa Matschinsky
Fotos: Veranstalter

User Rating: 5 / 5

twitter

subway_magazin
Na, habt ihr den Schoduvel-Sonntag gut überstanden? Wir lassen den Montag mal etwas ruhiger… https://t.co/YijFI2SUYu
subway_magazin
Wir waren heute im Literaturhaus Hamburg und haben uns an schwerer Literatur abgearbeitet:… https://t.co/bOsL1qYyjf
Follow subway_magazin on Twitter

SUBWAY Newsletter

 

Mit SUBWAY verpasst Du kein Event mehr in Braunschweig und der Region. Hol Dir unseren Newsletter!

Kontakt

SUBWAY – Eine Region, ein Magazin

#Redaktion

Oeding Druck GmbH
Erzberg 45
38126 Braunschweig

Telefon: 0531-48015-134
Telefax: 0531-48015-79
E-Mail: info@subway.de

×
Durch Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysen, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Weitere Informationen über Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.