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Frisch gezapftes, hausgebrautes Bier mit der passenden Brotzeit:
Die braubar ist aus Wolfenbüttel nach Braunschweig in die Breite Straße 25-27 gezogen.
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Mit durstigen Erwartungen betreten wir die gemütlichen Räumlichkeiten der braubar, direkt um die Ecke des Altstadtmarkts, nahe dem MK. Draußen brennt die Sonne, eine Gruppe gut gelaunter Studenten sitzt vor der Tür und verköstigt das trüb-leuchtende, farbenfrohe Sortiment. Das Bier wird hier direkt im Hinterzimmer frisch produziert. Der autodidakte Privatbrauer Andreas Stebner, ein sympathischer, lebenslustiger, vollbärtiger 35-Jähriger mit breitem Grinsen und sanftem Bauchansatz, hat sich hier im Juni mit seiner Produktion niedergelassen. Mittwochs bis samstags wird in seiner Wirtschaft bis spät in die Nacht ausgeschenkt und aufgetischt – den Rest der Zeit wird emsig gebraut. Das Herz des Betriebes, der Brauraum voller Edelstahltanks, Schläuche, Getreidesäcke, Holzkisten und Fässer, ist für jeden Gast durch einen Türgang einsehbar.
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„Während der Industriebrauer nur seine Knöpfchen drückt, muss der Gasthausbrauer natürlich auf moderne Geräte verzichten. Er muss handwerklich mehr dabei sein“, erzählt Stebi. „Ich habe auch keine großen Labore dahinter, muss alles selber berechnen, habe aber auch viel mehr den Finger drauf!“ Das erfordert natürlich eine Menge Feingefühl und Herzblut. Und danach schmecken auch die 16 Probebierchen, die uns auf zwei Holzbalken serviert werden. Wir kriegen Altbier, Pils, Red Ale, India Pale Ale, Weizen, Kellerbier, Summer Ale und Landbier. Das Stebner-Spektrum wäre damit gut ab- und wir für den Anfang gut eingedeckt.

Ein leicht angeschwipster Gast mit tätowiertem, freiem Oberkörper kommt dazu und sächselt lallend: „Du bist der Biermacher, ne? Also ich muss sagen, das Kellerbier, das ist top! Das ist Hammer. Und das Pils – das schmeckt auch gut! Hut ab. Ist alles aber recht süffig, so‘n bisschen, ne!? Das ging eben runter wie Öl. Da hab ich bestimmt morgen so’n Schädel davon!“ Stebi erwidert: „Nee, gar nicht!“ Und erklärt fachmännisch: „Wir gären so langsam, dass keine Fuselalkohole ins Bier kommen. Daher kann man es viel besser vertragen.“ Zudem sind Stebners Biere nicht filtriert und pasteurisiert, sie sollen süffig sein, mit einem leichten norddeutschen Hopfencharakter. Der Bierprofi dreht sich zu uns: „Zeig mir mal ‘ne Bar, wo ein Gast kommt und sagt: ‚Mensch, ich finde das Bier toll‘. Das gibt’s nirgends. Das ist cool und macht Spaß.“ Vom Nachbartisch meldet sich sodann ein zufällig anwesender Food-Blogger zu Wort, der sich ein Bild vom neuen Bier-Etablissement machen will. „Also ich habe jetzt das IPA für mich entdeckt. Mit seinen 7,2 Prozent bestimmt kein Dauertrink-Bier, aber echt lecker.“ „Ich wette, dass dir dann auch das Pale Ale schmecken würde. Das ist noch grandioser“, verrät der redselige und fröhliche Brauer.
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Vor einigen Jahren begann die Bierrevolution. Einst konnten die meisten Leute gerade so Weizen und Pils unterscheiden, seit einigen Jahren ist der Name Craft Beer in aller Munde. „Der Bierhorizont erweitert sich“, so Stebi. „Die leute lernen die ganzen neuen Sorten gerade erst kennen“. So kann er auch keinen eindeutigen Verkaufsschlager benennen. Verkauft und getrunken wird das, was gerade da ist. 16 Sorten produziert Stebner mit möglichst regionalen Zutaten in Rotation. Jeweils acht davon sind ständig am Zapfhahn. „Biernotstand ist immer, daher wird angeboten, was gerade vorrätig ist.“

„Der Bierhorizont erweitert sich“
Mit dem Trinken selbst hält Stebi sich grundsätzlich zurück. Sensorische Tests direkt am Tank müssen dennoch sein. „Man muss schon aufpassen, dass man nicht zu viel probiert, so lecker es auch ist.“ Sein Urteilsvermögen ist ihm heilig. „Da bin ich sehr vorsichtig.“ Hinzu kommt, dass auch die große Auswahl an hauseigenen Stebner-Gin-Sorten regelmäßiger Kontrollen und genüsslicher Feinabstimmung bedarf.
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Die ganze Brauerei nimmt viel Zeit in Anspruch und ist für den hauptberuflichen IT‘ler eigentlich nur ein Hobby. Ein aufwändiges. „Ich bin sieben Tage die Woche im Einsatz. Ich glaube, die letzten zwei Jahre hatte ich nicht einen Tag frei.“ Wozu die ganze Mühe? „Ich habe die Freiheit, jeden Tag zu brauen und zu trinken, worauf ich Lust habe, eine schöne breite Palette. Die Freiheit haben große Brauereien nicht. Ich kann herumexperimentieren und meinen Spieltrieb ausleben. Und das Bier soll einfach überzeugen. So viel mehr will ich gar nicht.“
Na denn, Prost!

Text Benyamin Bahri
Fotos Robert Wiebusch

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