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Der Braunschweiger Street-Rapper ­Monotyp geht auf seiner neuen Soloplatte „Monolog TV“ mit sich und seiner Drogenvergangenheit hart ins Gericht.
KF Monotyp art
Sucht man in Braunschweig nach realem, authentischem Hip-Hop, stößt man unverzüglich auf das Rap-Duo MDB39, das seit dem Sommer 2018 die lokale Musikszene mit ihrem unverwechselbarem Mix aus rau-düsterem Rap und melodischen Hooks bereichert.
Seit neuestem wandeln jedoch sowohl M39 als auch sein Rapper-Kollege Monotyp auf Solopfaden. Dramasüchtige Gossip-Anhänger wittern nun womöglich Streit zwischen den Jungs, doch Monotyp gibt Entwarnung: „Wir wollten uns einfach mal ausprobieren. Wir haben mit MDB39 in zwei Jahren mehr als 20 Songs und genauso viele Videos produziert, für die wir international unterwegs waren. Wir haben gemeinsam viel Spaß, jedoch bedeutet, eine Rap-Kombo zu sein auch immer, Kompromisse einzugehen. Wir sind zwei Künstler mit zwei unterschiedlichen Stilen.
Da ist ja klar, dass nicht immer alles passt.“
Damit ist nun vorerst Schluss, denn Ende Oktober veröffentlichte Monotyp seine Soloplatte „Monolog TV“, die für den Rapper 100-prozentige Selbstverwirklichung bedeutet. Von den Beats über die Lyrics bis zu den Videos produziert der perfektionistische Musiker alles selbst und formt seinen eigenen Stil, der von klassischem Boom Bap bis zu modernem Dancehall reicht. „Authentisch zu sein, ist für mich das Wichtigste. Ich habe mich damals bewusst dafür entschieden, den längeren Weg zu gehen und alles selbst und unabhängig von anderen zu lernen. Ich bin eine komplette Ein-Mann-Band“, gesteht der Autodidakt lachend, „ich bin sehr ehrgeizig und möchte meinen Sound immer weiter verbessern und einfach nur Musik machen.“ Rap ist für Monotyp, der gebürtig David Dlugosch heißt, inzwischen ein essenzielles Ventil geworden, um Vergangenes aufzuarbeiten. „‚Monolog TV‘ spiegelt den Kampf mit mir selbst und meiner Drogenvergangenheit wider. Der Titel steht für jeden inneren Schweinehund, den ich besiegen musste, um dahin zu kommen, wo ich heute bin“, erklärt das Stehaufmännchen. Zwar rappt der Braunschweiger bereits seit seiner Jugend, jedoch hatte er bis 2016 die Musik durch seine Drogen- und Alkoholprobleme gänzlich aus den Augen verloren. Doch statt sich heute dem Rausch durch Suchtmittel hinzugeben, legt er nun sein ganzes Herzblut in die Musik und den Beat. „Ich bin dankbar, dass ich diesen Weg gehen darf und dass ich die Musik als meine große Leidenschaft wiedergefunden habe. Ich bin sehr zufrieden mit dem Leben, das ich gerade führe“, verrät der Hip-Hopper demütig.
Das Soloalbum des Rappers bietet inhaltlich jedoch nicht nur harten Stoff, denn der fast 40-Jährige begrüßt auf „Monolog TV“ auch Feature-Gäste wie seinen MDB39-Kompagnon M39 sowie seine langjährigen Freunde Caly und Cär. „Ich liebe die Zusammenarbeit mit Caly, weil er alles mitmacht. Ich feiere seinen dreckigen Rapstyle und dass er so ist, wie er ist. Es gibt keine Tabus. Verbunden mit einer Menge Humor ist das für mich immer ein Highlight. Wir haben stets viel Spaß beim Videodreh und beim Austausch über neue Projekte“, freut sich der Braunschweiger, „mit Cär habe ich nach längerer Pause wieder richtig mit dem Rappen angefangen. Dazu ist er auch noch der Stiefbruder meiner Frau. Mit ihm teile ich die Leidenschaft fürs Produzieren.“
Von Partytracks über Songs tief aus der Seele bis zu fetten Bässen – „Monolog TV“ verkörpert ehrlichen, abwechslungsreichen Straßenrap aus Braunschweig-City, dem man unter anderem bei Spotify lauschen kann. Und auch im kommenden Jahr verwöhnt der fleißige Musiker seine Fans mit weiteren Beatperlen: „Die nächsten Songs für mein zweites Album sind fertig. Außerdem habe ich noch jede Menge anderer Projekte. Ich lasse definitiv von mir hören“, berichtet der Rapper und verrät außerdem: „Als erster Termin für 2021 steht am 25. Januar ein Fernsehauftritt mit MDB39 bei RTL an.“ Bei Monotyp wird’s halt nie langweilig.
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Text Denise Rosenthal
Fotos Malyallinclusive

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