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THE ESPRITS machen 2020 so weiter, wie 2019 endete − mit einem Knalleffekt. Eine Support-Tour für Antiheld sowie Arbeiten am neuen Album stehen auf dem Plan. Stillstand? Nein, danke ... Vollgas!
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The Esprits, das steht für ehrlichen, handgemachten und modernen Rock‘n‘Roll, mit dem Anspruch jeden, aber auch wirklich jeden im Saal, vor der Open-Air Bühne oder der verranztesten Europaletten-Stage zum Tanzen zu bringen. Seit 2014 sind Roman, Till, Andre und Ole aus Braunschweig zusammen unterwegs und haben sich seither schon weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. 2016 erschien ihr erstes Album „Stay a Rebel“, 2018 legten sie nach, hüllten sich in schicke Gewänder, kämmten sich den Scheitel zurecht und zeigten gentlemanlike auf ihrer Platte „Men‘s Business“, wie zielsicher man in stilvoller Attitüde mit energiegeladen Powerrock-Hymnen abreißen kann. Was als nächstes kommt? Die Jungs tolerieren auf jeden Fall kein Verharren im Status Quo: „Da sitzen keine 38 Leute im Hintergrund, die uns ein neues Image aufdrücken. Wir gucken einfach, wer wir sind, was wir machen und wie wir das verpacken. Für uns würde sich das voll falsch anfühlen, da irgendwas vorzuspielen.“ Platte Nummer drei ist in der Mache und die vier Bandmember scharren mit den Hufen für die anstehende Tournee mit ihren Kollegen von Antiheld. 
Album nachlegen, bitte!
Der Kaffee kommt, ihm liegt ein Plätzchen bei. Till und Roman freuen sich: „Frühstück“. „Wir haben bis gestern Nacht um vier geschrieben.“, erklärt Roman. „Wir fangen ja immer so ein bisschen an, wenn die restliche Welt schlafen geht.“ Von den vier Esprits sitzt mir das Sechssaiter-Tandem gegenüber: Sänger und Rhythmusgitarrist Roman und Leadgitarrist Till bequemen sich auf die Stühle im Café Riptide. Sie schreiben gerade an ihrem dritten Album und klamüsern dafür aktuell fleißig Songideen aus. „Gegen 23 Uhr etwa rufen dann immer die anderen an und sagen, dass sie was in die Dropbox gepackt haben und dann meinen: ‚Zieht euch das mal rein und gebt Feedback‘.“ So parallel zu arbeiten ist für die vier eine bewährte Methode, simultan für einen guten Output an Stoff für Songs zu sorgen. Gleichzeitig motiviert man sich gegenseitig durch den kleinen Wettbewerbscharakter: „Du willst die anderen wegbumsen. Wenn du gerade an einem Track schreibst und weißt, zeitgleich sitzen die anderen auch an was dran, dann willst du auch, dass die große Augen machen“, so Roman. Die Kalenderblätter sind bei Familie Esprit schon zu Anfang des Jahres gut gefüllt, denn das Vierergespann steht vor einer großen Tour durch Deutschland und Österreich mit ihren Buddys von Antiheld. Im Februar und März brennen sie dafür dann die Bühnen der ganzen Nation nieder. Vorher soll noch Material für die neue Scheibe her.
Auf Tour mit Antiheld
Kurz vor Weihnachten wurde eine Support-Tour für Antiheld eingestielt. Die machen deutschsprachigen Rock und operieren von Stuttgart aus. Auf der Tour im letzten Jahr, wurde es nach einem ihrer Gigs in Hannover zwischen beiden Bands ziemlich bierselig: „Wir sind einfach Buddys, haben die bei ihrer Show besucht und hinterher in einer Bierlaune rumgesponnen, dass es doch geil wäre, zusammen auf Tour zu gehen. Es gibt halt nicht mehr so viele Bands, die da so ein Feuer auf die Bühne bringen und alles live machen, das wäre doch ein geiles Paket“, erinnert sich Roman. Die Idee war geboren und die Umsetzung folgt jetzt prompt. Im Februar und März setzt sich der Tross in Bewegung. „Wir so: Scheiße, wie machen wir das jetzt mit unserer Platte?“, lachen Roman und Till, „ey, wir brauchen ja auch noch Untermieter für unsere Wohnungen. Wenn wir von der Tour wiederkommen, soll es ja auch direkt ins Studio gehen, wir sind de facto die nächsten vier Monate praktisch nicht zuhause.“ Letztlich ist die Vorfreude allerdings größer, als der Stress es je sein könnte und Roman verspricht: „Das wird dick auf die Zwölf geben, zwei Shows, die sich geil ergänzen und einen runden Abend versprechen.“

Für die Action fernab der Bühne geht es dann vorher noch ins Trainingslager: „Ich muss hier auf jeden Fall noch ein paar Mal saufen gehen, damit wir gut trainiert sind, denn die Jungs sind echt hart am Glas“, versichert Roman glaubhaft. „Die legen immer gut vor, haben uns mal den Spitznamen „Die Spritties“ gegeben, da müssen wir gucken, dass wir den auch verteidigen können. Nicht dass wir Braunschweig hinterher schlecht dargestellt haben.“
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Know your roots!
2019 waren The Esprits unter anderem Vorband für Revolverheld, einem ziemlich dicken Fisch der Musikbranche. Und auch wenn die Shows fetter, die Bühnen größer und alles professioneller wird, das Quartett verleugnet zu keiner Zeit ihre Herkunft. „Wir spielen irgendwo und sagen klipp und klar: Wir sind The Esprits aus Braunschweig. Dann fragen Leute: Gibt’s denn in Braunschweig überhaupt irgendwas? Ja, hier gibt es eine Menge! Wir beobachten hier nach wie vor die Newcomer-Bewegung und gucken, wo wir uns einbringen können. Wenn irgendwer unsere Hilfe braucht, soll er uns schreiben.“ Viele große Acts schieben nach langwährender Karriere und Top-Slots auf großen Festivalbühnen gerne mal wieder eine Clubtour ein. Für Till ist das absolut nachvollziehbar: „Ich kann verstehen, dass einem diese direkte Nähe zum Publikum irgendwann fehlt. Dass du den Leuten im Pit einfach die Hand reichen kannst, macht es voll intim. Da entwickelt sich eine andere Energie.“ Neben all dem Glamour, den man sich über die Zeit erarbeitet hat, fühlen sich solche unmittelbaren, roughen Shows nach Zuhause an: „Klar, wenn du vor Revolverheld spielst, ist das alles fett und Hochglanz und auch richtig stark. Aber danach spielst du dann wieder in ’nem kleinen Punk-Laden, wo Green Day 1999 mal Vorband waren – alles ist siffig und alles ist geil. Diese engen Clubshows sind halt das, wo wir herkommen. Mir fehlt ein Stück vom Zahn, weil jemand bei einer Wall of Death im B58 auf mein Pedalboard gefallen ist und mir das Mikrofon in die Fresse gehauen hat“, lacht Roman, „solche Konzerte haben wir zuhauf gespielt.“

Typen mit Ecken und Kanten
Das Konzept der Esprits geht auf. Große Bühnen zu spielen und gesetzte Mainstream-Größen supporten, beißt sich bei der authentischen Truppe nicht. Alle gehen nach Berlin? Juckt nicht: „Wir waren in Berlin, ja. Klar, da sind sie alle obercool und super fancy. Das wollen wir gar nicht sein“, trotzt Till und Roman legt nach: „Wir sind eine Rock‘n‘Roll-Band und ja, wir sind aus Braunschweig. Okay, so what? Und ihr seid die hippen Berliner Boys? Bitteschön, ihr habt 45 Minuten Zeit, bringt mal was auf die Bühne und danach unterhalten wir uns darüber, was jetzt fanciger ist.“ Das Vertrauen in die eigene Musik, die eigene Idee kommt ohne viel Schnick Schnack aus und Trends hinterherzulaufen ist nicht Teil der Esprits. Auch 2020 ist mit diesen Typen also wieder zu rechnen. Explosive Liveshows und vielleicht bereits das ein oder andere Studioerzeugnis kommen auf euch zu. 

Text Simon Henke
Fotos Ruben „Hophvf“ Wiele

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