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Johnny Reggae Rub Foundation

17. August /

Skateplatz Westbahnhof (BS)


Die Johnny Reggae Rub Foundation kommt am 17. August zum „Live im Westen“-Festival auf den Skateplatz am Westbahnhof.
KF Johnny Reggae Rub Foundation Bandphoto 2019 3 by Artur Roger art
Bereits zum elften Mal findet dieses Jahr das „Live im Westen“-Festival des KufA Vereins in Braunschweig statt. Von Tanz und Performance bis zu Musik und Kunst kommt im August eine bunte Mischung auf die Bühne, darunter auch die Johnny Reggae Rub Foundation. Die Kölner Raggamuffins veröffentlichten im vergangenen Jahr ihr erstes Album „No Bam Bam“, nehmen aktuell ihre zweite Platte „Trouble“ auf und statten Braunschweig in der Zwischenzeit einen Besuch ab. Frontfrau Chrissy Reggae hat mit uns über das aktuelle Weltgeschehen, den heißen Sommer und Braunschweigs chillige Parklandschaft geplaudert.
Ihr hattet gerade eine kleine Konzert-Pause. Wie habt ihr in dieser Zeit den Sommer verbracht?
Wir verbringen gerade sehr viel Zeit in unserem Studio in Köln und arbeiten an unserem zweiten Album „Trouble“ mit zwölf brandneuen Songs. An heißen Tagen war es da sogar ganz angenehm und etwas kühler. Die Aufnahmen sind auch der Grund, warum wir uns momentan live etwas rar machen.

Euer Sound ist sehr traditionell und orientiert sich am ursprünglichen Reggae aus Jamaika. Was fasziniert euch so sehr an diesem Genre?
Early Reggae und Ska haben einfach einen genialen Groove. Wenn man ihn hört, kann man nicht mehr still sitzen, sondern muss tanzen und sich bewegen. Unser Songwriting ist zwar stark vom traditionellen Sound beeinflusst, aber wir schauen auch gerne über den musikalischen Tellerrand, wie etwa mit unserer EP „Punk“, bei der wir uns ein paar Klassikern angenommen haben.
Wie wichtig findet ihr es, euch als Musiker politisch klar zu positionieren?
Unsere Texte gehen bislang nicht explizit auf Politik ein, sondern befassen sich eher mit gesellschaftlichen Themen wie Gewalt und Aggression, das Klarkommen in der modernen Gesellschaft oder zwischenmenschlichen Konflikten, wie sie in Familien und Beziehungen auftreten. Auf unserem neuen Album kommen ganz klar Texte hinzu, die vom aktuellen politischen Weltgeschehen geprägt sind. Nationalistische Tendenzen, Seenotrettung, wachsende Spannungen zwischen den Nationen – natürlich geht das nicht spurlos an uns vorbei und man fragt sich, in was für einer Welt man leben möchte.

Von all den Nachrichten kriegt man eigentlich nur noch schlechte Laune. Was geht euch aktuell richtig auf die Nerven?
Um mal was Positives zu sagen: Ich finde es total gut, dass sich wieder mehr Menschen engagieren. Sei das so etwas wie Fridays for Future, das Engagement für die Seenotrettung oder gegen den aufflammenden Rechtspopulismus. Die Leute wachen wieder ein bisschen auf, sagen ihre Meinung, gehen auf die Straße und wollen was verändern. Das war lange Zeit nicht so. Was mich aber sehr nervt, ist der Rassismus im Alltag und die vielen unterschwelligen kleinen Dinge, die Leute beiläufig sagen, ohne darüber nachzudenken. Stammtischsprüche und rassistische Äußerungen sollte man nicht einfach hinnehmen, sondern die Leute darauf ansprechen.

Versucht ihr beim Touren und Reisen auf euren grünen Fußabdruck zu achten?
Ja, so gut es geht. Wir haben uns kürzlich einen neuen Tourbus zugelegt, da wir einen älteren Diesel hatten. Der war zwar noch okay, aber auf Dauer wäre er ökologisch einfach nicht mehr tragbar gewesen. Uns ist auch immer sehr wichtig, nicht so viel Plastikmüll zu erzeugen. Außerdem sind wir alle Vegetarier beziehungsweise Veganer und das auch schon sehr lange. Den Impact, den die Fleischindustrie auf unser Klima hat, sollte man nicht unterschätzen.
Kann Reggae oder Ska aus Deutschland eigentlich authentisch sein? Welche Rolle spielt dabei Mode und der richtige Style?
Muss Musik, Kultur oder Kunst denn authentisch sein? Authentizität im Sinne von Echtheit oder Originalität liegt sicher auch immer im Auge des Betrachters, aber wenn du mich so fragst, würde ich sagen, dass wir mega authentisch sind. Wir spielen ja keinen Ska oder Reggae aus Jamaika, England oder von wo auch immer nach, sondern kreieren unsere eigene Musik und unseren eigenen Style. Wir kennen die Roots, respektieren die Kultur, lieben Ska- und Reggae-Musik. Mit all diesen Einflüssen im Background machen wir hier und heute unser Ding und den Sound, den wir Urban Ska und Dirty Reggae nennen. Style, Kleidung und Mode ist aber natürlich immer ein Merkmal für eine Szene und spielt von daher auch eine große Rolle. Bei größeren Ska-Events wie beispielsweise dem „This is Ska“-Festival in Rosslau, auf dem wir dieses Jahr wieder gespielt haben, ist es deutlich zu sehen, wie die Community eben auch durch den Style geprägt ist. Boots, Braces und Button-Down-Hemden gehören da einfach dazu und sind als Teil der Szene natürlich relevant.
Ihr habt im Herbst 2018 schon mal in Braunschweig im Nexus gespielt. Wie habt ihr die Stadt damals erlebt?
Im Nexus durften wir bereits zweimal zu Gast sein und hatten daher auch schon die Möglichkeit, uns ein bisschen in Braunschweig umzusehen und war direkt positiv überrascht. Besonders in Erinnerung ist mir ein Park geblieben. Es hatte am Tag vorher gestürmt und überall lagen Äste und Bäume auf den Wegen, aber die Sonne schien und wir konnten den Nachmittag an einem kleinen See dort verbringen und chillen. Wir haben sehr viele freundliche und offene Leute getroffen, das Publikum war bei beiden Shows sehr nice und hat richtig Gas gegeben. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Besuch am 17. August.

Interview Louisa Ferch
Foto Artur Roger

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