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Die Braunschweiger Metalcore-Band Repelled hat den Local-Heroes-Vorentscheid beim Spiderweb Festival gewonnen und steht nun im Semi-Finale in Hannover.
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Repelled heißen die diesjährigen Gewinner des Local-Heroes-Vorentscheids Braunschweig. Die Entscheidung, wer die Region im Semi-Finale in Hannover repräsentieren darf, wird alljährlich beim Spiderweb Festival im Jugendkulturzentrum B58 gefällt. Am 17. Juli haben sich im Corona-bedingten Livestreamformat hierbei die Metalcore-Lokalmatadore Repelled hervorgetan, die sowohl die Jury als auch die Livestreamzuschauer:innen beim Uservoting von sich überzeugen konnten. Ebenfalls beim Semi-Finale dabei ist die zweitplatzierte Proggressive-Rockband Icarus Won’t Fly. Wir trafen das Repelled-Quartett, bestehend aus Sänger Michal, Gitarrist Christian, Bassist Flo und Drummer Ivan zum Interview.
Wie war es auf dem Spiderweb Festival?
Florian Das war nice. Es hat richtig Spaß gemacht. Alle Musikerinnen und Musiker, uns eingeschlossen, hatten einfach super Bock, wieder zu spielen und sich miteinander auszutauschen. Diese Kameradschaft, die wir da erlebt haben, war richtig schön.

Kurz zuvor wart ihr Teil der Bandfactory, einem Nachwuchsförderprogramm der LAG Rock Niedersachsen. Hat das den Unterschied gemacht?
Michal Das kann man jeder Band wirklich nur empfehlen. Diese jahrelange Erfahrung im Musikgeschäft, die die Coaches da mitbringen und einem vermitteln, ist einfach unbezahlbar.
Ivan Vor allem haben wir hier Tipps bekommen, wie wir unsere Bühnenpräsenz sehr viel organischer und natürlicher bekommen.
Florian Ja, wie kann man überhaupt große Bühnen nutzen? Wenn man einen kleinen Proberaum gewöhnt ist, ist es einfach sehr cool, die Möglichkeit zu bekommen, mal auf einer großen Bühne wie dem Musikzentrum Hannover, wo die Coachings stattfanden, zu üben. Das hat auf jeden Fall geholfen für unseren Auftritt beim Spiderweb Festival.
Wie der Zufall es will, führte euch die nächste Runde von Local Heroes ja wieder ins Musikzentrum nach Hannover ...
Christian Durch Corona wurde das Ganze wie im letzten Jahr schon durch eine professionelle Videoaufzeichnung eines einzelnen Songs realisiert. Alle entstandenen Musikvideos der jeweiligen Bands werden dann in einem Livestream ausgestrahlt, eine Jury und das Publikumsvoting entscheiden dann über das Weiterkommen in die nächste Runde. Der Livestream mitsamt Moderation wird Mitte Oktober laufen.
Florian Es war schön, für die Aufzeichnung hier wieder zurückzukommen. Die Crew ist super organisiert und herzlich.

Wie ist es so, nur vor Kameras ohne Publikum zu performen?
Michal Ich muss sagen, dass es mir nicht wirklich schwer fällt, weil ich mich ganz gut in die Lage versetzen kann, mir das Publikum vorzustellen.
Ivan Für mich am Schlagzeug macht das praktisch auch keinen Unterschied, ich sehe von meinem Platz hinten so oder so meistens nur sehr helle Lichter und die Haare meiner Bandmitglieder. (lacht)

Ihr habt einen Slot beim Südstadt Open Air gewonnen. Wie heiß seid ihr darauf?
Florian Ja, richtig geil! Wir sehen endlich wieder Menschen, wir wollen alle animieren und gucken, was so geht. Wir werden die Stimmung ausreizen!
Michal Wir freuen uns auf alle Acts. Wurde auch Zeit, dass man endlich mal wieder mit anderen Musikern abhängen und mit anderen Leuten auf Live-Konzerten Spaß haben kann. Früher waren wir alle zwei Wochen auf irgendeiner Show hier in der Umgebung, erst seit es keine Konzerte mehr gibt, realisiert man richtig, wie selten man manche seiner Freunde überhaupt noch sieht, denen man früher immer bei Gigs im B58 und Co. über den Weg gelaufen ist. Klar, jeder hat sein normales Leben, Arbeit, Freundin oder Freund und andere Hobbies. Aber damals war alle zwei Wochen irgendwo eine Veranstaltung und ne große Party, da hat man sich dann gesehen. Deswegen freuen wir uns auf alle, die wir beim Südstadt sehen werden.
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Die Besetzung eurer Band hat in den letzten Jahren immer mal wieder gewechselt ...
Florian Das stimmt. In der jetzigen Besetzung werden wir auf jeden Fall bleiben, das steht fest. Das funktioniert so sehr gut! Wir haben die nächste Zeit auch schon einiges durchgeplant. Wir werden uns um eine Produktion bemühen und sind fleißig am schreiben, auch im Hinblick auf hoffentlich viele Liveshows im nächsten Jahr.

Für wann sind weitere Releases geplant?
Michal Ende des Jahres geht es los. Wann genau können wir noch nicht sagen. Die nächste Zeit ist auf jeden Fall geblockt als Songwritingphase.

Euer Sound hat sich auch verändert. Beim Spiderweb 2019, wo ihr auch schon dabei wart, aber nicht weiter kamt, war es noch viel stärker an NuMetal orientiert. Wie würdet ihr inzwischen euren Sound beschreiben?
Ivan Ganz klar vermehrt Hardcore und Beatdown Referenzen, was die Drums angeht. Ab und zu auch etwas aus der Death Metal Schublade. Aber immer mit dem Auge und Ohr darauf, was das entsprechende Songmaterial gerade benötigt.
Florian In unserem Songwriting ist Flexibilität gefragt. Wir holen uns eine ganze Menge aus dem Metalcore. As I Lay Dying wäre da eine Band, die als Referenz zu nennen ist.
Michal Natürlich sind da nach wie vor auch ein paar 90er Einflüsse drin. Slipknot, Korn – sowas lassen wir miteinfließen. Hauptsächlich orientieren wir uns aber in Richtung Metalcore.
Wie sieht euer Songwriting-Prozess aus?
Ivan Meistens schreibt unser Sänger Michal fleißig Texte und entwirft schon Gesangsmelodien, zu denen wir dann fette Riffs schreiben.
Florian Es ist definitiv deutlich kollaborativer, als es mal war. Wir alle bringen halbfertige Songs mit, die von den restlichen Mitgliedern dann ausgefüllt werden. Es muss auch gar nicht im ganzen Verbund sein. Mal treffen sich dann auch nur Ivan und Chris und tüfteln was aus. Es ist ziemlich dynamisch.
Ist das nächste Release dann direkt ein Album? Eine EP habt ihr 2019 ja schon herausgebracht.
Ivan Ein Album können wir nicht direkt versprechen, wir versuchen so viel Input reinzustecken, wie wir können.
Florian Wir haben uns eine Deadline gesetzt beim Schreiben. Die besten Songs werden dann ausgesucht und wir beurteilen, ob es vom Umfang dann eine EP oder sogar ein Album werden kann.
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Interview Simon Henke
Fotos Frank Tobian

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