Am 25. November 2017 war es soweit, mein erstes Sweety-Glitter-Konzert stand an. Die Musik der 70er und der umliegenden Jahre,
präsentiert in schriller Glam-Klamotte? Ich war und bin nicht abgeneigt, gehört doch David Bowie zu meinen Göttern (sorry, geht nicht drunter).
Und ich bin mit der Musik von T. Rex, Black Sabbath und Led Zeppelin groß geworden, aber nun sollte ich mich für einen Abend auf eine Reise
in ein Jahrzehnt begeben, welches ich nicht einmal ansatzweise miterlebt habe. Noch dazu gehörte ich an dem Abend zu den 0,1 Prozent,
die zum ersten Mal eine Sweety-&-Co.-Liveshow erlebten.

Das Konzert in der Stadthalle war restlos ausverkauft, das Publikum, welches sich schon im Saal verteilt hatte, kam entweder in voller Montur oder mindestens mit Glitzer im Gesicht oder auf dem Outfit. Raunen, Lachen und aufgeregte Gespräche waren zu hören. Die Überbrückungsmusik bis zu den ersten der insgesamt 30 Gongschläge war thematisch passend. Und dann ging der Vorhang auf … die Band stürmte die Bühne und es ging rund.

Die Stimmung war fantastisch. Jede Regung und Bewegung auf der Bühne wurde vom begeisterten Publikum aufgefangen und bejubelt. Da konnte ich mich eigentlich nur noch mitreißen lassen. Auf Bryan Ferry mit „Let’s Stick Together“ folgte „Fox On The Run“ von Sweet und spätestens als von T. Rex „20th Century Boy“ perfekt abgerissen wurde, war es vorbei. Ich tauchte ein in die 70er Jahre. Mit Love, Peace & Rock ‘n‘ Roll spielten die Musiker ein rauschendes Festkonzert. Wie Sweety, Randy B. und Mighty Mitch mit diesen Plateauboots (und den Instrumenten) so leichtfüßig über die Bühne fegen konnten, das ist mir unbegreiflich, ich bin schon froh, dass ich barfuß nicht stolpere.
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Ein besonders rührender Moment war der selbst komponierte Song „Little Things“. Für diesen verließ Sweety die Bühne und sang vom Rollstuhl-Podest aus, um die Bühne den verstorbenen Wegbegleitern und Idolen zu überlassen, die Bild für Bild auf der Leinwand zu sehen waren. Es waren internationale Künstler wie Leonard Cohen und Chuck Berry dabei, aber eben auch die Menschen, die die Band begleitet haben, wie etwa Christian Schneider, der Keyboarder der Sweety-Vorgängerband Magic Bumfiedel oder George Bishop, Saxofonist und Mitbegründer der Jazzkantine. Ruhige Erinnerungsmomente gehören eben bei Feiern dazu. Doch man hatte kaum Zeit, sich das eine oder andere Tränchen aus dem Augenwinkel zu wischen, da legten die Sweethearts wieder los.
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Zu den charismatisch-pulsierenden Klängen von Golden Earrings „Radar Love“ rollte Sweety mit einem echten Bonanzarad über die Bühne. Kult ist eben Kult. Meine Highlights waren vielfältig: „Paranoid“ von Black Sabbath unvergleichlich dargeboten von Carbite Williamson. Die Auftritte von Gast-Saxofonist Alexander Walford und dem Gast-Percussionist Markus Zee. Sweety mit „Sweet Transvestite“ in voller Montur des großartigen Dr. Frank N. Furter (das Gekreische und Gejohle war an dieser Stelle besonders ohrenbetäubend). Und natürlich eine der Zugaben, das war nämlich eine Interpretation von David Bowies „Helden“. Nach fast drei Stunden war es vorbei. Schade Schokolade.
Sweety und seine Sweethearts haben nach 30 Jahren nichts von ihrer Energie eingebüßt – so die einhellige Meinung der Hardcore-Fans – also steht auch für mich Konzertbesuch Nummer zwei schon fest. In diesem Sinne: Keep on rockin‘ in a glitter world.
Termine
Nächste Konzerte in der Nähe:
23. Februar | Capitol (H)
3. März | Eulenspiegelhalle
(Schöppenstedt)
sweety-glitter.de


Sweety Glitter &
The Sweethearts

Sweety Glitter - Leadvocals, Guitars
Randy B. Bluebird - Guitars, Vocals
Mighty Mitch McCennedy - Bass, Vocals
Carbite Williamson - Hammond, Keys, Vocals, Harp
Sir Tobi - Drums
KF Sweety6 Art

Text und Fotos: Kathleen Kalle

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