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Ilgen-Nur

8. November/

Eulenglück (BS)


Ilgen-Nur bringt am 8. November Indiepop in die Eule.
KF ILGEN NUR Pressebild 1 RGB 300dpi small Fotocredit Constantin Timm art
Ende August erscheint das Debut-Album „Power Nap“ der Hamburger Newcomerin Ilgen-Nur und mal ganz ehrlich – könnte ein Album einen noch entspannteren Titel haben? Eine Mischung aus tiefster Gelassenheit und dem Gefühl, einfach in die Welt hinausziehen zu wollen und auf Abenteuerreise zu gehen ist genau das, was Ilgen-Nur rüberbringt. Bereits ihre erste EP „No Emotions“ aus dem Jahr 2017 zeigte das große Potential der Sängerin, die erst mit 21 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne stand. Nach einigen Festival-Auftritten, unter anderem auf dem angesagten Lollapalooza in Berlin, einer anschließenden großen Deutschlandtournee und zahlreichen ausverkauften Shows verzaubert die 23-jährige Indie-Sängerin im November die Braunschweiger Eule. Ob in dieser turbulenten und aufregenden Zeit noch Platz für etwas Entspannung ist, wo und wann sich zwischendurch schnell ein Mittagsschlaf einschieben lässt, wie man sich danach am besten wach hält und von welchen fernen Orten man träumen kann, verrät uns Ilgen-Nur im Interview.
Du bist seit einigen Wochen viel auf Festivals unterwegs. Wie kommst bisher damit zurecht? Bleibt überhaupt mal Zeit für einen erholsamen Power Nap?
Bisher komme ich sehr gut damit zurecht, meine Schlafenszeiten sind allerdings eher ungewöhnlich und unregelmäßig. Es gibt Tage und Wochen, an denen ich Zeit für einen Power Nap habe, aber auf Tour ist das eher etwas schwieriger. Ich schlafe zwar sehr viel im Tourbus, aber ein erholsamer Power Nap ist das leider nicht. Im Tourbus schläft man eher, um Zeit zu überbrücken. Wir nennen das „time machine“ – du schläfst, fährst acht Stunden und wenn du aufwachst bist du da.

Wie hälst du dich am besten wach – mit Kaffee, Energy Drinks oder durch pures Adrenalin vor den Auftritten?
Auf jeden Fall Adrenalin vor Auftritten, ja. Ansonsten helfen mir am besten Club Mate, grüner Tee oder ganz klassisch Kaffee.

Wie schafft man es im Alltag am besten, sich mal aufzuraffen und seine Motivation wieder zu finden?
Was das Aufraffen angeht bin ich sicher nicht die beste Ansprechpartnerin. Aber wenn mir etwas Spaß macht und ich es unbedingt will, dann muss ich mich nicht dazu zwingen. Der Antrieb kommt dann von ganz allein.
Du stehst mit deinem ersten Album gemeinem mit AnnenMayKantereit oder Tocotronic auf den großen Bühnen. Was ist das für ein Gefühl, auf einmal so durchzustarten?
Das ist schwierig zu beschreiben. Für mich passiert das alles nicht von heute auf morgen, sondern jeden Tag in den letzten zwei bis drei Jahren. Ich versuche alles wahrzunehmen, obwohl vieles manchmal doch sehr schnell geht. Ich freue mich einfach über alles was passiert.

Im August spielst du auch in Hamburg auf dem Wutzrock-Festival. Fühlt sich ein Auftritt in Hamburg anders an?
Für mich ist es schon besonders krass in Hamburg, Berlin oder Stuttgart zu spielen. Da kenne ich die meisten Leute und viele meiner Freunde kommen zu den Konzerten. Außerdem war ich in einigen der Clubs selbst schon auf Konzerten als ich ein Teenager war, das fühlt sich schon cool an, jetzt selbst auf der Bühne zu stehen.

Wolltest du schon immer Musik machen?
Ja, seitdem ich klar denken kann.
KF ILGEN NUR Pressebild 2 RGB 300dpi small Fotocredit Constantin Timm art
Hast du Vorbilder?
Ja klar! Die wichtigsten sind zum Beispiel Kate Nash, Courtney Love, Kathleen Hanna, Kurt Cobain. Und momentan sind es Mitski, St.Vincent, Lady Gaga, King Princess, Courtney Barnett – nicht nur musikalisch, sondern auch die Art und Weise, wie sie arbeiten und sich präsentieren.

Deine Musik wird häufig mit den Worten „Indiepop mit Slacker-Rock-Attitüde und DIY-Ästhetik“ beschrieben. Siehst du dich denn als Slacker und drückst du dich gerne vor unschönen Aufgaben?
Ja, natürlich drücke ich mich vor anstrengenden Aufgaben und bestimmt bin ich häufig so, wie man sich einen Slacker vorstellt. Allerdings ist mir meine Musik super wichtig und Musik entsteht eben nicht beim Chillen und Nichtstun. In dem Sinne hadere ich dann auch wieder etwas mit dem Begriff Slacker.
Das Video zu deiner ersten Single „In My Head“ wurde in New York gedreht, so konntest du die Stadt also kennenlernen und einen Haken auf deiner Bucket List machen. Hat der Big Apple dich fasziniert?
Ja klar, ein kleiner Haken auf der Bucket List ist natürlich gemacht, aber ich möchte unbedingt zurück nach New York, länger bleiben und auch mal da wohnen. Der Wunsch nach New York zu gehen ist jetzt eher größer als vorher. Die Stadt hat mich fasziniert, aber keine Stadt ist faszinierend genug, wenn man nicht die richtigen Leute trifft. Was das anbelangt hatte ich extremes Glück. Ich habe tolle Leute kennengelernt und Freunde getroffen, die ich teilweise schon über das Internet kannte.
New York ist als Künstlerin eine extrem inspirierende Stadt – die Architektur, die Sprache, der Umgang miteinander und natürlich die popkulturelle Geschichte der Stadt.

„Power Nap“ transportiert auch ein Gefühl von Fernweh. Konnte New York dein Fernweh stillen? Welcher Ort steht als nächstes auf dem Plan?
Ich möchte gerne mal nach Los Angeles und Portland reisen. Auch Mexiko interessiert mich und Island möchte ich auch so bald wie möglich sehen. Aber es gibt echt unendlich viele Orte, die ich hier aufzählen könnte.

Warst du schon mal in Braunschweig?
Ich war noch nie in Braunschweig, das Konzert im November wird für mich das erste Mal. Konzerte sind aber ein guter Ort, um neue Verbindungen zu schaffen und ich freu mich schon sehr drauf.

Interview Louisa Ferch
Fotos Constantin Timm

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