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Tradition trifft Hightech: Das Kultiplex in Salzgitter-Leben-
stedt verspricht mehr als einen gewöhnlichen Kinobesuch.
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Im Herzen Salzgitter-Lebenstedts liegt zwischen geradliniger Architektur und gewöhnlichem Stadtbild eine einzigartige Kinoperle, die Hollywood-Flair in den Ruhrpott Niedersachsens bringt – das Kultiplex. 1956 eröffnete Gotthilf Funk das Lichtspieltheater an der Berliner Straße unter dem Namen City-Theater, das bis heute noch als Mehrgenerationen-Betrieb geführt wird. Nach einer intensiven Renovierung im Jahr 2000 wurde das City-Theater schließlich zum Kultiplex und der Name zum Programm. Bereits die türkise Fassade des traditionsreichen Gebäudes erscheint in eindrucksvollem, amerikanischen Retro-Stil. Neben der großflächigen Glasfront, die einen interessierten Blick nach innen erhaschen lässt, ist vor allem die leuchtende Anzeigentafel der anziehende Eyecatcher der Außenansicht.
Beim Betreten des Filmpalasts steigt einem nicht nur der kinotypische, betörende Duft frisch-warmen Popcorns in die Nase; an den liebevollen Details merkt man, hier wird Kino gelebt. So kommen beispielsweise die Tickets noch aus einer nostalgischen Rollenkartenkasse. „Den Gästen gefallen die alten Preiskarten sehr. Nur für die Buchhaltung ist es mega unpraktisch“, witzelt Frank Funk, Kinomitbesitzer in dritter Generation. Angelehnt an den Stil eines amerikanischen Diners kann im gemütlichen Foyer des Kultiplex gespannt auf die Filmvorstellung gewartet oder danach gemeinsam bei einem kühlen Softgetränk über das gerade Gesehene sinniert werden. Ein Ort des Zusammenkommens, der auch für Studentenpartys, Kindergeburtstage oder Empfänge gebucht werden kann. „Sogar etliche Heiratsanträge wurden hier schon gemacht“, erzählt der Funk-Enkel.
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Das Mehrgenerationen-Kino ist nicht nur augenscheinlich weit weg vom 0-8-15-Standard. Im kleinsten Saal des Filmtheaters, dem Fun Ki mit 71 Plätzen, zeigt die Familie Funk ausschließlich ausgewähltes Programmkino wie Dokumentationen und Arthouse. Die Wände des urigen Vorführungsraums hätten viel zu erzählen, wenn sie denn sprechen könnten: Einst eine Kneipe, dann zum Raucherkino umfunktioniert, diente der Saal sogar eine Zeit lang als Erotikkino. Das filmische Konzept hat sich zwar inzwischen geändert, der Tresenbereich, das alte Kassenhäuschen und die Leinwand sind geblieben. Der Raum mit komfortabler Schulklassenatmosphäre wird außerdem seit einer Dekade zum Schauplatz des jährlichen „Feuerzangenbowle“-Happenings. „Das ist ein ganz besonderes Event. Wir verkleiden uns mit Zylinder und Frack, zeigen den Schwarz-Weiß-Film von Heinz Rühmann, dazu gibt es Feuerzangenbowle im Saal und ein paar kleine Anekdoten und Witze“, verrät der Kinobetreiber. Eine Tradition, für die es in diesem Jahr noch Restkarten gibt und die auch für Weihnachtsfeiern gebucht werden kann.
Ein starker Kontrast zum kleinen muckeligen Fun Ki bildet der größte Saal des Kultiplex – das City-Theater: 450 Sitzplätze mit Balkon. Während man sich in der Loge durch die freie Platzauswahl aussuchen kann, ob man heute Jessica Alba oder Bud Spencer sein möchte, versprüht der erhöhte Galerie-Sitzplatz im gemütlichen 70er-Jahre-Sessel eine fabelhafte Theatersicht auf die Blockbuster-Leinwand.
Das Kultiplex ist zwar sechzig Jahre alt, aber trotzdem technisch auf dem neuesten Stand. „Wir nennen es immer eine Symbiose aus Hightech und Tradition. Wir sind digital mit 3D-Projektoren sowie Dolby Surround-Systemen ausgestattet“, schildert Funk, „hinter den Kulissen ist alles relativ frisch, nach außen versuchen wir, den Charme der 50er-Jahre aufrechtzuerhalten.“
Winterzeit ist ja bekanntermaßen Kinozeit. Rollt euch aus eurer Schmusedecke und erlebt im Kultiplex einen liebevoll-gestalteten Kinobesuch, bei dem Netflix und Co. nicht mithalten können.

Text Denise Rosenthal
Fotos Fotos Kultiplex, Daniel Salinger

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