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Martin Boudot wurde beim Internationalen Filmfest Braunschweig für seine augenöffnende Doku „Green Warriors: Paraguay’s Poisened Fields“ mit dem Green Horizons Award ausgezeichnet.
FW GreenHorizon Martin Boudot art
Unsere Reise in Paraguay startet inmitten eines Nebelwaldes“, erklingt die Stimme des französischen Filmemachers Martin Boudot, während Luftaufnahmen die brennenden Wälder Paraguays zeigen. Schwerpunkt seiner Dokumentation ist jedoch nicht das großflächige Abbrennen des Regenwalds, sondern die Kontamination der Sojabohnenfelder, die nun anstelle der Wälder ländliche Dörfer umgeben und mehrmals täglich von Traktoren und Flugzeugen mit Pestiziden besprüht werden. Durch die Luft verbreiten sich die Substanzen, gelangen in die umliegenden Häuser und werden ständig eingeatmet. Besonders Kinder und Neugeborene leiden immer häufiger an Missbildungen; Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind alltäglich.
Besonders heftig hat es Benites getroffen: Seine zwei Töchter starben nach unregistrierten Gift-Sprayings binnen weniger Stunden, 26 weitere Kinder kamen an diesem Tag ins Krankenhaus. „Wir sind keine Spezialisten, aber wir haben keine Zweifel daran, dass meine Kinder wegen der Sprayings sterben mussten“, erzählt der Familienvater.

Um die immensen gesundheitlichen Schäden nachweisen zu können, ist der Regisseur Martin Boudot nach Paraguay gereist, um dort eine wissenschaftliche Studie durchzuführen. Unterstützt wurde er dabei von der Ärztin Dr. Stella und verschiedenen Toxikologen. „Wir haben versucht, einen eindrucksvollen Dokumentarfilm zu produzieren, der die Öffentlichkeit zum Nachdenken anregt“, erzählt uns Martin im Interview. Das Vorhaben des investigativen Filmemachers ist gelungen: Beim Internationalen Filmfest Braunschweig wurde er mit dem Green Horizons Award für Nachhaltigkeit ausgezeichnet, der von der Oeding Unternehmensgruppe, zu der auch SUBWAY gehört, gestiftete wurde. Die Kombination aus Fakten, Geschichte und Bildern hat die Jury des Braunschweiger Filmfests besonders überzeugt.
FW GreenHorizon art
„Paraguay’s Poisened Fields“ lässt die Fakten für sich sprechen und die Schicksale der vielen betroffenen Familien verleihen der Dokumentation zusätzlich eine starke und ergreifende Wirkung. Auch hat es Martin gemeinsam mit Dr. Stella geschafft, mit ihrer Studie die immensen gesundheitlichen Schäden des Gift-Cocktails aus Glyphosat, Bifenthrin und Neonicotinoiden nachzuweisen und in Paraguay politische Aufmerksamkeit bis in den Senat zu erlangen. „Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein geschaffen. Da die Sojabohnenproduktion aber so profitabel ist, wird es in den nächsten Jahren keine großen Veränderungen geben, obwohl der Frust immer größer wird“, meint Martin. Jeder von uns kann allerdings helfen, indem wir unseren Sojaverzehr, das heißt auch Fleisch von Tieren, die mit den goldenen Bohnen gefüttert werden, stark reduzieren und darauf achten, woher die Sojaprodukte stammen.

Fakten-Check
• 52 Millionen Liter Pestizide werden pro Jahr in Paraguay versprüht
• 100 000 Tonnen Sojabohnen werden dort jährlich gewonnen
• 96 Prozent werden exportiert, ein Drittel davon nach Europa
• Sojabohnen werden insbesondere als Futter für Schlachttiere verwendet

Text Louisa Ferch
Fotos Premieres Lignes

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