Expedition Happiness breit

Interview mit Mogli | Einmal alles hinter sich lassen – das ist ein Traum, den viele haben, aber nur wenige wirklich durchziehen. Das Paar Felix Starck und Selima „Mogli“ Taibi hat seine Zelte in Berlin abgebrochen und ist mit einem umgebauten Schulbus quer durch Amerika gereist. Gemeinsam haben sie die Höhen und Tiefen ihres Trips im Film „Expedition Happiness“ festgehalten. Den Soundtrack hat Selima während der Reise selbst geschrieben. Ihre Stimme spiegelt die beeindruckenden Landschaften von Antarktis und Grand Canyon wider. Nun kommt der Film in die deutschen Kinos. Bei der Premiere am 9. Mai im C1 Cinema wird Regisseur Felix Starck anwesend sein. Wir sprachen im Interview mit der Künstlerin Mogli.

Expedition Happiness 01
Hallo Selima, eure Reise von Alaska nach Mexiko habt ihr in dem Film „Expedition Happiness“ festgehalten. Warum habt ihr die Reise angetreten?
Das war eine sehr spontane Entscheidung. Wir saßen auf ein Bier bei unserem Lieblingsitaliener und hatten einfach keine Lust mehr auf das laute, dreckige Berlin. Da wir beide sehr extrem sein können wurde „Warum Berlin?“ innerhalb eines Abends zu „Wieso eigentlich ein fester Wohnsitz?“. Am nächsten Tag haben wir online den Bus gekauft und knapp drei Wochen später ging es los.

Seid ihr, wie der Filmtitel vermuten lässt, während der Reise oder auch im Anschluss, glücklich(er) geworden?
Nicht unbedingt durch die Reise, aber währenddessen, ja. Ich glaube wir haben das Auf und Ab einer Reise und die Suche nach dem Glück in unserem Film ganz gut eingefangen. Eine Pauschalantwort haben wir natürlich nicht gefunden, aber unsere ganz persönliche Version von Lebensglück. Ich hoffe, daraus können sich auch die Zuschauer etwas ziehen.

Eine Pauschalantwort haben wir natürlich nicht gefunden, aber unsere ganz persönliche Version von Lebensglück.

Was ist während der Reise alles schief gegangen? Gab es einen Zeitpunkt, an dem ihr abbrechen wolltet?
Jede Menge – wie immer. Rudi musste operiert werden, wir haben kein Visum für die USA bekommen, die mexikanische Armee hat uns eines Nachts umzingelt und auch der Bus hat es nicht ganz pannenfrei überstanden. Da wir keine feste Reiseroute hatten, wäre es aber nie ein wirklicher „Abbruch“ gewesen, denn wir wollten von Anfang an nur so lange fahren, wie es uns Spaß macht. Bevor man diese Entscheidung treffen kann, passiert aber meistens wieder etwas so Schönes, dass man weiter machen möchte.

Was ist deine schönste Erinnerung an die Zeit?
Durch die Solaranlage, Wassertanks, Komposttoilette und Propangasflaschen waren wir komplett autark. Am schönsten war es für mich, mit unserem fahrenden Zuhause und meiner kleinen Familie mitten im Nichts zu sein. Gerade in Alaska war das sehr besonders ... Dort habe ich dann oft meine Eindrücke in Musik verarbeitet, mein neues Album ist gleichzeitig der Soundtrack zum Film.

 

Der Film sieht sehr professionell aus. Wie habt ihr schwierige Szenen gefilmt (zum Beispiel Ansichten von oben), welches Equipment habt ihr benutzt?
Die Landschaftsaufnahmen von oben sind per Drohne entstanden. Wir haben uns das Fliegen auf der Reise beigebracht und es hat sich gelohnt – aus der Vogelperspektive sieht die Natur einfach traumhaft aus. Ansonsten haben wir das meiste mit der Sony A7s gefilmt und ein paar Szenen mit GoPros. Wir sind Amateure, aber wenn man Spaß am Filmen hat und Geduld, dann wird das Ergebnis gut.

Du hast den Soundtrack zum Film beigesteuert. Kannst du deine Musik in drei Worten beschreiben?
Nur drei Worte sind gemein! Echt, emotional und episch würde ich sagen. Ich habe die epische Weite der Natur eingefangen und gleichzeitig mein Innerstes nach außen gekehrt.

Expedition Happiness 02
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Eure Wohnung während dieser Zeit war ein amerikanischer Schulbus, den ihr selbst ausgebaut habt. Wo hattet ihr den her und was außer der Größe unterscheidet ihn von einem normalen Wohnmobil?
Den Schulbus haben wir online gekauft. In Amerika sind normale Wohnmobile manchmal noch größer, aber der größte Unterschied ist, dass wir den Platz so aufteilen konnten wie wir es wollten. Wir haben uns zum Beispiel für eine super kleine Toilette entschieden, ich habe sogar Felix‘ Schulterbreite ausgemessen, damit er auch sicher reinpasst. Dafür haben wir ein 1,60er Bett, ein ausziehbares Sofa, eine große Dusche und jede Menge Stauraum. Vor allem unterscheidet sich unser Bus aber natürlich von Wohnmobilen darin, dass er viel, viel schöner ist. Wir haben ihn designed wie eine Wohnung und er ist richtig gemütlich geworden.

Was macht ihr aktuell – nachdem die Reise beendet ist? Und: Habt ihr schon Pläne für eine neue Reise?
Im Moment haben wir kaum Freizeit. Ich stand zwei Tage nach Heimkehr schon für mein neues Album im Studio und wir arbeiten seit Januar am Film. Da wir alles alleine machen, ist das natürlich ziemlich viel. Während wir auf der Reise beide alle Aufgaben, wie filmen und Drohne fliegen, übernommen haben, teilen wir es jetzt auf. Ich habe neben dem Soundtrack noch Regie gemacht, Felix hat sich um die Verleiharbeit gekümmert und macht gerade das Marketing. Wenn man für etwas brennt, macht es einem aber nichts aus, viel zu arbeiten.  Wir freuen uns aber auch schon sehr auf das richtig Ankommen nach der Kinotour und dem Albumrelease. Diesen Sommer verbringen wir auf jeden Fall in unserem Haus in Hamburg. Mal schauen wo es uns nächstes Jahr hin verschlägt!

 

Der Soundtrack zum Film: Moglis Album „Wanderer“ erscheint am 5. Mai. Mehr Infos zur Künstlerin unter www.mogliofficial.com.

 

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Text: Katharina Holzberger
Fotos: Felix Starck, Selima Taibi

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