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phaenomenale

24. September bis 1. Oktober/
diverse Orte (WOB)


Das Science and Art Festival phaenomenale findet in diesem Jahr vom 24. September bis 1. Oktober statt und verwandelt Wolfsburg in einen interaktiven Cyberspace.
PK phaenomenale Auenansicht Weltkugel Aschenbruck klein art
Das Jahr 2020 war bisher ein ungewöhnlich turbulentes Jahr und gleichzeitig wurde unser Alltag so entschleunigt wie nie. Zwischen Home-Office und Web-Konferenzen, digitalen Verabredungen und Strea-ming, TikTok-Experimenten und endlosem Handy-Scrollen haben wir in den vergangenen Monaten die Möglichkeiten des Internets und der Online-Welt noch einmal ganz neu erlebt und kennengelernt. Das gigantische Universum des Digitalen ist scheinbar endlos und da sind noch tausende Planeten, die es zu erforschen und zu erfassen gilt. „Die phaenomenale macht digitale Themen für alle greifbar“, erklärt Dennis Weilmann, Dezernat für Wirtschaft, Digitalisierung und Kultur der Stadt Wolfsburg. So stand es außer Frage, dass das hybride Festival phaenomenale auch in diesem verfluchten Jahr 2020 stattfinden wird – sowohl analog als auch digital.
Unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Kulturministers Björn Thümler wird sich die Stadt Wolfsburg in der letzten Septemberwoche in eine erlebnisreiche Festivallandschaft verwandeln, die entlang der Porschestraße bis hin zum Schloss Wolfsburg zahlreiche spannende Veranstaltungen, Lichtinstallationen und Performances zum Thema Digitalisierung, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft ausrichtet.
Digitale Transformation
Wolfsburg ist eine Stadt scheinbar unvereinbarer Kontraste – auf der einen Seite modernste Technik und stets dem wissenschaftlichen Fortschritt auf der Spur; Kunst, Kreativität und der Wille zur gemeinsamen Gestaltung auf der anderen. Zwischen diesen konträren Welten bauen das Science-Center phaeno, der Kunstverein Wolfsburg, die Städtische Galerie, das Kulturwerk M2K und das Referat für Digitalisierung und Wissenschaft in Wolfsburg eine Brücke und ließen 2007 die erste phaenomenale steigen. Dieser außergewöhnliche Zusammenschluss begeistert in diesem Jahr bereits zum neunten Mal wissbegierige Kunstfreunde der gesamten Region.
„Bei der phaenomenale steht der Netzwerkgedanke im Fokus. Ein Netzwerk von Wolfsburger Institutionen aus Kultur und Wirtschaft, aber auch die Vernetzung der Menschen im analogen und digitalen Raum. Es ist interessant, wie die Digitalisierung unsere Gesellschaft und unsere Beziehungen verändert“, erklärt Monika Kiekenap-Wilhelm, Institutsleiterin im M2K.
PK phaenomenale Dr Andre Lampe zeigt spannende Experimente und moderiert den Science Slam Foto Matthias Leitzke art
Um diesen Transformationsprozess besonders erfahrbar zu machen, steht im Zentrum der diesjährigen phaenomenale ein besonders innovatives künstlerisches Gebilde: Der „metaball“ – ein waberndes, pulsierendes und wandlungsfähiges Gebilde, das als Abbild der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung fungiert und damit verbundene Emotionen wiedergibt. Durch eine eigens für die phaenomenale 2020 entwickelte Software, die auf Basis eines speziellen Algorithmus Tweets durchforscht, verändert der metaball in Echtzeit seine Farbe und Gestalt – jeder kann den Ball von zu Hause aus mit beeinflussen. Bereits seit Juni kann das Herzstück auf der interaktiven und aufregenden Homepage des Festivals beobachtet und analysiert werden. Der metaball symbolisiert, wie die Digitalisierung und der rasante digitale Wandel auf unser gesamtes Leben Einfluss nimmt und welche Hoffnungen und Ängste User haben.
„Als smart city ist Wolfsburg dabei, die Zukunft aktiv zu gestalten und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Dabei wollen wir die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, ihre Bedenken ernstnehmen und gleichzeitig Perspektiven aufzeigen. Der metaball bietet dabei eine optimale Gesprächsgrundlage“, meint Dennis Weilmann weiter.
Was bringt die Zukunft?
Vom Planetarium durch die Porschestraße über den Hauptbahnhof bis zum Schloss gibt es während der phaenomenale einiges zu entdecken. Zeitgenössische Fragen nach dem immer stärker werdenden Einfluss von Technologie auf unser Zusammenleben werden auf unterschiedliche Art und Weise aufgegriffen und behandelt. Performancekünstlerin Ilka Theurich etwa untersucht im Alvar-Aalto-Kulturhaus in ihrer Aufführung „Wo bin ich?“ die Frage danach, wo wir uns im Wandel zwischen online und offline befinden und wie wir uns selbst in der aktuellen Zeit und während der Quarantäne wahrnehmen.
PK phaenomenale Wo bin ich Internetbild art
Eine Vielzahl der Programmpunkte widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit – so zum Beispiel die Kunstausstellung „Erneuerbare Medien“ im Kunstverein Wolfsburg, die digitale Technologie, Ökonomie und künstlerische Praxis in einer eigens für die phaenomenale 2020 konzipierten Präsentation vereint. Auch die „Upcycling Network Installation“ im Wissenschaftsmuseum phaeno steht im Zeichen der Nachhaltigkeit und regt zum langlebigeren Umgang mit Ressourcen an. Ein inspirierendes Spektakel findet sich am Hauptbahnhof – dort kann die Installation „Jungle Memory“ bestaunt werden. Der Künstler Andreas Greiner stellt dafür Fragen nach dem Umgang mit unserem Planeten und beleuchtet das Verhältnis von Mensch und Natur sowie Technik und Umwelt. Zwei durch eine Künstliche Intelligenz berechnete große Wandbilder können am Gemäuer des Bahnhofs bestaunt werden.
Eventcharakter hingegen hat die Tanzperformance von Pontus Lidberg im Scharoun-Theater, der sich ebenfalls mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzt. Können Maschinen Gefühle, Bewusstsein und Begehren entwickeln? Die Zukunft wird es zeigen. Wissenschaft mit Charme und Witz zu erleben, macht der Science Slam im Planetarium am 30. September möglich. Dort wird außerdem zum Abschluss das phaenomenale Live-Quiz stattfinden, bei dem Wolfsburger Persönlichkeiten gegeneinander antreten.
Klickt euch doch einfach mal durch das Programm der phaenomenale – allein die Homepage des Festivals zeigt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die sich im digitalen Raum eröffnen. Partizipiert, tauscht euch aus und beobachtet, wie sich der metaball verändert, denn wir alle sind Teil der digitalen Transformation.

Text Louisa Ferch
Fotos Jens Aschenbruck, phaenomenale

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