Meine Zeit mit Nintendos neuer Flamme

Meine Zeit mit Nintendos neuer Flamme | Die japanischen Gamemaker haben ihre neueste Konsole auf den Markt gebracht. Der Wii- und Wii-U-Nachfolger ist auf den ersten Blick sehr verführerisch. Aber wer braucht die Switch eigentlich?

DH Switch c Nintendo 02
Es ist immer dasselbe mit Nintendo: Durch die starken Marken wie „Super Mario“, „The Legend of Zelda“ oder „Pokémon“ gibt es die Möglichkeit, die Hardware an die Frau, den Mann oder das Kind zu bringen. In der Handheld-Sparte ist das Unternehmen ungeschlagen. Das war schon beim Game Boy so und auch der aktuelle New 3DS läuft trotz der Smartphone-Konkurrenz recht gut.

Easy like Sunday Morning

Sie ist da! Bloß keine Zeit mit Jubel verschwenden. Das Auspacken der Konsole ist einfach: Ein TV-Modul/Ständerdings, ein Tablet (die Konsole höchst selbst) und zwei Controller, ein Kabel und Zubehör für die Controller – das ist alles. Zunächst schließe ich per HDMI-Kabel die Docking-Station an (oder Switch-Station, so heißt das Ständerdings), dann wird das Tablet eingesetzt. Das funktioniert federleicht. Die Konsole wacht auf. Ich suche mir einen Avatar und einen Benutzernamen, gebe das WLAN-Passwort ein und Pling! Hallo Switch.

Die Controller, die sogenannten Joy-Cons, sind ab dem ersten Augenblick so intuitiv benutzbar, wie man es von Nintendo gewohnt ist. Ich spiele damit herum. Am Tablet links und rechts eingehakt gefallen sie mir. Einzeln mit Schlaufenadapter – ist gewöhnungsbedürftig, hat aber was, wenn die Arme schwer werden oder die Schultern verspannt von der typischen PC-Haltung sind.
Allerdings stellen mich die Schlaufen vor das erste Problem: Ich bekomme die Dinger nicht mehr ab! Es ist sehr fummelig, die Joy-Cons aus dieser Lage zu befreien. Deutlich leichter geht das mit der Controller-Halterung, die zusammengesteckt an typische Kollegen von PS4 und Xbox One erinnert. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten sind die Joy-Cons eher was für kleine Hände. Großhändige Menschen verkrampfen erst einmal. Für mich liegen alle Tasten in jeder Konfiguration genau richtig, das Gewicht stimmt und überhaupt sind mir die Joy-Cons irgendwie sympathisch.

Für längere Spielsessions würde ich mir allerdings eher früher als später den nicht im Lieferumfang enthaltenen Pro-Controller zulegen. Andocken und Abdocken der Konsole von der Station sind ohne Unterbrechungen oder nervige Umstell-Aktionen möglich. Einfach gut. Es kann losgehen.

Ich möchte „Stardew Valley“ (oder einen der anderen Titel) auch auf dem Klo, im Zug oder in der Hängematte im Garten spielen können!

 

 

Don’t stop me now

Nichts kann mich und die Spiele meiner Wahl mehr aufhalten. Ist der Fernseher blockiert oder habe ich keine Lust mehr auf das Sofa, dann nehme ich mir die Konsole und gehe überall hin. Ein hybrides Spielerlebnis, welches nur dadurch getrübt wird, dass der Akku beim Spielen nur circa drei Stunden durchhält. Es sei denn, man spart Energie durch Ton-abstellen und eine dunklere Bildschirmeinstellung. Aber das ist beim 3DS nicht anders. Das Aufladen funktioniert per Docking-Station. Im Handheld-Modus geht das auch via USB (sogar USB-C) direkt an der Steckdose und auch mit Akku-Packs. Es lassen sich bis zu acht Konsolen lokal miteinander verbinden oder man zockt zu viert an einer Konsole.

Und spielen kann man wirklich sehr gut. Die Switch ist zuallererst eine Spielekonsole. Die HD-Vibration (kein Scherz) der Controller ist beeindruckend und wird hoffentlich eine kreative Nutzung durch entsprechende Games erfahren. Die im Gegensatz zu den „großen“ Konsolen geringere Power (z. B. keine 4K-Unterstützung) fällt nicht auf, zumindest nicht bei „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“. Nintendo bietet keine superhochauflösende Grafik oder riesige Leistung, nein, dafür gibt es schließlich Gaming-PCs.
Die Switch will vor allem Spaß machen. Gemeinsam und allein – am Fernseher oder im Bett. Das zeigen auch die Spiele, die angekündigt wurden. Neben dem offensichtlichen Verkaufsargument-Spiel „Breath of the Wild“ werden mit „Mario Kart 8 Deluxe“ (gibt es schon für die Wii U) und „Splatoon 2“ actionreiche Titel kommen. In weiter Ferne stehen „Super Mario Odyssey“ oder „Xenoblade Chronicles 2“. Es sind derzeit noch nicht viele exklusive Titel angekündigt, aber auch für die Games, die es schon für andere Plattformen gibt, zieht das folgende Argument: Ich möchte „Stardew Valley“ (oder einen der anderen Titel) auch auf dem Klo, im Zug oder in der Hängematte im Garten spielen können!

DH Switch c Nintendo 01

I want you?!

Ich würde mir nach diesem Test eine Switch als Zweitkonsole zulegen. Die Test-Switch und ich hatten viel Spaß und man merkt, dass es ein großes Potenzial für viele gemeinsame Stunden gibt. Wer die Spieleauswahl von Nintendo generell mag und wer wie ich Handheld-Fan ist, sollte sich die Konsole zumindest mal anschauen.
Es gibt vieles, was besser sein könnte: Der Bildschirm bei Sonneneinstrahlung, der labberige Standfuß, die interne Speicherkapazität und die fehlende Option, die Spielstände in einer Cloud zu speichern, falls man, wie in meinem Fall, die 20 Stunden Spielzeit auf einer ausgeliehenen Konsole nicht verlieren will. Und doch überwiegt für mich am Ende der Spielspaß. Wer weiß, was nach dem großartigen „Zelda“ noch alles kommt …

Text: Kathleen Kalle
Fotos: Nintendo

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