Kennt ihr eigentlich schon ...

… TU-Präsidentin Anke Kaysser-Pyzalla?
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Ihr Fachgebiet sind funktionale Materialien und Werkstoffe, insbesondere Stahl hat es Professorin Dr. Ing. Anke Kaysser-Pyzalla in ihrer Forschungsarbeit angetan. Als Wissenschaftlerin und Ingenieurin ist sie schon viel herumgekommen, hat in Bochum promoviert und doziert, in Berlin geforscht, war Professorin in Wien und Institutsdirektorin in Düsseldorf. Hier, am Forschungs- und Entwicklungsstandort Braunschweig, wo Technik und Wissenschaft bekanntlich besonders groß geschrieben werden, fühlt sich die gebürtige Schwerterin daher als (erste weibliche!) Präsidentin der TU seit Mai 2017 richtig wohl. Dem Universitätsalltag entflieht die junggebliebene 52-Jährige auf dem Rennrad durch Harz und Elm, zur Arbeit pendelt sie mit ihrem Elektro-Roller. Und auch als DJ bei „Profs at Turntables“ findet Frau Kaysser-Pyzalla Abwechslung. Privat hört sie am liebsten Barock, Salsa oder Techno; modebewusst überrascht sie mit immer wieder neuen frischen, flotten und farbenfrohen Outfits.
Sie gelten unter Studenten als lässig und jung. Wie wichtig ist Ihnen dieses Image?
Ich bin, wie ich bin. Wie ich wahrgenommen werde, entscheiden andere.

Finden Sie es unangebracht, wenn Studenten Sie nicht grüßen?
Nein, schließlich muss mich nicht jeder kennen. Davon abgesehen ist ein freundlicher Gruß immer schön, ob Studentin, Verwaltungsmitarbeiter, Professorin oder Präsidentin.

Haben Sie in Ihrer Studentenzeit oft über die Stränge geschlagen?
Kennen Sie denn jemanden, der in der Jugend nie über welche Stränge auch immer geschlagen hat?

Was war Ihnen als Studentin wichtiger:
Flirten oder Lernen?
Alles zu seiner Zeit ...

Essen Sie in der Mensa?
Ich muss gestehen, zum Essengehen nehme ich mir leider zu wenig Zeit. Bei mir gab es heute einen Apfel am Schreibtisch.

Hatten Sie im Studium Prüfungsangst?
Angst: Nein. Respekt: Ja. Und der hat mir geholfen, die Prüfungen gut vorzubereiten.
Was jagt Ihnen noch große Angst ein?
Der Gedanke, mich zu langweilen.

Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Umständlichkeit und Zeitvergeudung.

Wovor haben Sie großen Respekt?
Vor außergewöhnlichen Leistungen und vor Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren.

Kriegt man auch mal Höhenflüge, wenn man behaupten kann, Präsidentin zu sein?
Ja. Professor Hecker vom Institut für Flugführung war so nett, mich zu einem Höhenflug in seinem Forschungsflugzeug mitzunehmen.

Haben Sie überhaupt noch Zeit für Forschung? Vermissen Sie das?
Zeit für eigene Forschung habe ich nicht mehr. Und ja: Manchmal vermisse ich sie. Es wäre schön, wieder zu forschen, aber ich habe mich bewusst für andere Prioritäten entschieden.
Sprechen Sie gern vor großem Publikum?
Immer dann, wenn ich etwas zu sagen habe.

Was tun Sie gegen Lampenfieber?
Lampenfieber ist für mich ein Ausdruck dafür, dass ich Termine ernst nehme und entsprechend gut vorbereite. Deshalb empfinde ich Lampenfieber als produktiv.

Bei „Profs at Turntables“ haben Sie als DJ aufgelegt. Ist das was für Sie?
Es hat Spaß gemacht, mit einem sehr guten professionellen DJ als Tutor an meiner Seite. Ich habe Techno aufgelegt. Scheint angekommen zu sein, denn die Studierenden haben getanzt. An die Stimmung bei Professor Langemann als DJ hat es natürlich nicht herangereicht. (lacht)

Sie interessieren sich für Kunst. Was hängt bei Ihnen im Wohnzimmer? Und was im Bad?
Im Wohnzimmer mag ich abstrakte Bilder.
Im Bad Handtücher.
Rennradfahren ist eines Ihrer besonderen Hobbies. Fixie oder Gangschaltung?
Für die Alpenpässe die Gangschaltung. Ich finde es gut, wenn Technik das Leben erleichtert.

In welcher Zeit würden Sie gern leben?
Jetzt! Weil ich die Zukunft mitgestalten kann.

Was wünschen Sie sich für die TU?
Weiterhin wissenschaftlichen Erfolg in Forschung und Lehre. Überzeugte Partner und Förderer. Und als Sahnehäubchen wünsche ich uns viel Erfolg im laufenden Wettbewerb deutscher Spitzen-Universitäten im Rahmen der „Exzellenzstrategie“.

Interview Benyamin Bahri
Foto Marc Stantien / TU Braunschweig

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