Auditiver Gaumenkitzel 
Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Nicht so bei einer der wichtigsten Braunschweiger Musik-Institutionen – der Jazzkantine. Plusminus zehn Musiker verbinden seit 1994 die zwei Musikstile Jazz und Rap, wirken an verschiedensten weiteren Produktionen mit und haben damit eine Nische besetzt. Wir stöberten mit dem kreativen Kopf Christian Eitner durchs Bilderarchiv.

Hallo Christian, wie ist es, sich selbst auf dem SUBWAY-Cover zu sehen?
Man hat sich irgendwann dran gewöhnt, sein Gesicht in der Zeitung zu finden. Bei diesem hier (zeigt Heft 83 von 1994; Anm. d. Red.) wird mir ganz warm ums Herz, weil das der Moment war, auf den wir alle hingearbeitet und von dem wir alle geträumt haben. Alles davor war eigentlich nur ein Rumprobieren und Demos verschicken oder Partys organisieren. Aber es war nichts, was den späteren Erfolg hätte vorausahnen lassen können. Das ist schon schön. Ich kann mich erinnern, dass wir irgendwann den ersten Plattenvertrag hatten, mit Smudo als Supporter. Dann gab es eine große Deutschlandtour und es war klar: So ist es also, wenn es losgeht. Nachdem wir jahrelang gekämpft, Demos verschickt, Absagen gekriegt und vor 20 Leuten gespielt haben, war der Erfolg mit einem Mal da. Es ging dann alles total schnell, wie im Zeitraffer. Diese Jahre fehlen mir richtig, weil so viel los war, dass man das gar nicht alles begreifen konnte. Wir waren 200 Tage im Jahr auf Tour und in Hotels, das war eine schöne Zeit. Es war spannend, auf dem Cover von DEM Stadtmagazin zu sein. Ich würde behaupten, dass wir zu den Spitzenreitern gehören, was die Titelanzahl angeht. Wir hatten schon so viele Projekte. Ich kann mich aber auch noch gut an ein Sweety-Glitter-Cover erinnern, bei der Band hatte ich ein Jahr lang ausgeholfen. Mit ihnen und SUBWAY zusammen gab es eine große 70er-Jahre-Party in der Eissporthalle – legendär. Mit Ilja Richter, dem Disko-König von damals. Wir haben auch zu verschiedenen anderen Partys immer mal wieder gespielt, zum Beispiel zum zehnjährigen Jubiläum in einer Skaterhalle. Da gab es einen riesen Andrang und viel zu wenig Organisation. Aber das ist ja auch der Reiz an kleineren Locations. Beim 15- oder 20-jährigen Jubiläum hatten Axel Horn von Such A Surge und ich gesagt, wenn wir irgendwann mal zusammen auf einer Bühne stehen, dann machen wir das nackt. Dann gab es eine Zugabe, bei der wir blankgezogen haben. (lacht)

Eitner c Evelyn Waldt 01
Wir haben in unserem Archiv tatsächlich viele Fotos von Nackten gefunden, das muss eine wilde Zeit gewesen sein …
Ja, vielleicht war das so eine Phase. Wir haben dann weitestgehend nackt gespielt. (überlegt) Obwohl, bei VIVA gab es mal eine Live-Aufnahme, bei der sie dann irgendwann Sachen ausgeblendet haben. Es war ja auch eine Nachmittagsveranstaltung. Dann hieß es: die Braunschweiger ziehen sich aus.

Wäre so was heute noch möglich?
Ich weiß gar nicht, damals war es dieses Flitzer-Ding. Auch in Fußball-Stadien gab es das ab und zu. Oder bei Fernseh-Live-Sendungen in den 70ern. Heute machen wir das nicht mehr, in unserem Alter braucht das auch keiner mehr. (lacht)

Ich habe mal ein paar Archiv-Fotos mitgebracht.
Das ist in Hamburg beim Videodreh zu „Respekt“. Unsere Rapper waren damals unglaublich jung, vielleicht 16 oder 17. Smudo, der auch dabei war, ist ein alter Kumpel von Matthias Lanzer, mit dem ich ja jetzt auch schon seit über 20 Jahren die Firma monofon habe. Er hatte das Label Rap Nation Records, auf dem wir auch noch veröffentlichen, und war einer der ersten Hip-Hop-Pioniere. Er hat ein gleichnamiges Magazin und einen sehr erfolgreichen Sampler rausgebracht. Also eine CD mit deutschsprachigen Rappern. „That’s Real Underground“ hieß die. Er hat unglaubliche 5 000 Stück im Eigenvertrieb davon verkauft. Über diesen Sampler hat er Smudo beziehungsweise Die Fantastischen Vier kennengelernt. Bei der Idee, deutschen Rap und deutschen Jazz zusammenzubringen, hat er Smudo und Tachi von der Fresh Familee ins Spiel gebracht. Ich kannte wiederum einige Jazz-Leute. Smudo hat so einige Türen für uns geöffnet, auch bei der Plattenfirma und bei Konzertagenturen hat er geholfen. Aber es war auch einfach die richtige Zeit mit der richtigen Idee. Ich wollte nie reich und berühmt werden, aber Profi-Musiker. Also, hauptberuflich davon leben können.

Wie war das beim Dreh?
Beim Videodreh war das die Zeit von MTV und VIVA beziehungsweise den deutschsprachigen Ablegern. Es ging immer darum, Videos auf Rotation bei VIVA zu bekommen. Ganze LPs sind gefloppt, wenn man das Video der ersten Single nicht unterbekommen hat. Es gab drei Rotationsstufen. Wir haben unsere ersten drei Jazzkantinen-Videos des ersten Albums auf Power-Play gekriegt. Das haben wir damals halt so hingenommen, tatsächlich war es aber ein unglaubliches Glück. Dann lief alles an. Es war total spannend, aus Braunschweig rauszukommen, wir haben auch in Österreich und der Schweiz gespielt und uns als Live-Band etabliert. Wir hatten zwar nicht solche Single-Hits wie Fanta 4, aber haben viele Alben verkauft und live gespielt.
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Braunschweig war in der Musikszene eine große Nummer. Ist das heute noch so?
Zumindest war es eine Stadt, aus der viel Hip-Hop kam. Neben Stuttgart und Fanta 4 oder Mannheim mit dem Rödelheim Hartreim Projekt, Moses P., Sabrina Setlur und den Söhnen Mannheims und Hamburg mit Fettes Brot war Braunschweig immer Thema. Such A Surge haben zwar eher Crossover gemacht, aber auch Rap. Es gab noch Freestyle-König MC Rene, der auch sehr bekannt war. Oder Phase V mit Aleksey. Matthias Lanzer hat diese Szene hier sehr gefördert.

Wir machen mal weiter mit den Fotos …
Ach schön, das muss Cappu sein. Das war wahrscheinlich beim Videodreh zu „Ich würd‘ die Welt gern verändern“.
Die Cowboy-Stiefel von diesem Foto habe ich immer noch. Ich habe irgendwann die Jungs vom SUBWAY kennengelernt, ich glaube, das war auf der Sweety-Glitter-Party. Sven Krüger, Olaf Stelter und Christian Göttner haben zusammen dieses Magazin rausgebracht. Mit Sven war ich sehr gut befreundet und wir haben Partys organisiert. Zum Beispiel das Fee-Comeback, das muss im Atlantis gewesen sein. Aber auch andere lustige Sachen, zum Beispiel Helge Schneider in der Stadthalle. Es gab auch die Party-Reihe SUBWAY tanzt. Vielleicht ein Vorläufer von der Blauhaus-Party. Ich hatte neben der Musik immer schon Spaß daran, Events zu organisieren und Leute zusammenzubringen. Dadurch habe ich, wie gesagt, die Jungs vom SUBWAY kennengelernt und war auch für einige Jahre im Büro am Kennedyplatz. Ich habe mit Sven zusammen überlegt, wie man quasi neben dem eigentlichen Magazin-Business seine Fühler ausstrecken könnte.

Hast du die alten Ausgaben noch rumliegen?
Ja, meine Mutter hat in all den Jahren immer Pressemappen gemacht und mir die immer mal zu runden Geburtstagen geschenkt.

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Was hast du an deinem eigenen 30. Geburtstag gemacht?
Meinen 30. Geburtstag habe ich irgendwo auf Tour in Stuttgart gefeiert, kann ich mich dunkel erinnern. Wir waren alle in einem Nightliner-Tourbus. Es war eine lange Party. Wir  waren in einem Theater und eine große Torte kam auf die Bühne. Nachts sind wir dann noch im Hotel versackt.
Das sind Aleksey und Tachi, Philip Sauer von State of Departmentz und Cappuccino. Ich habe immer davon geträumt, mich nachts in ein Kaufhaus einschließen zu lassen, vor allem, wenn es auch eine Lebensmittelabteilung gibt. Oder mal in der Campingabteilung in einen Schlafsack schlüpfen und sich in ein Zelt legen. Der Nachtwächter schließt irgendwann ab und dann kann man im Kaufhaus rumlaufen. Das haben wir dann zu der Single „Kein Bock“ im City Point gedreht, wo wir jemanden kannten, der das möglich gemacht hat. Dafür musste die Alarmanlage ausgeschaltet sein. Im Video sind wir mit Taschenlampen aus dem Zelt rausgekrabbelt. Mit der Obst- und Gemüseabteilung und der Wursttheke, die es damals noch gab, haben wir das inszeniert wie im Schlaraffenland.

Das nächste Foto mag ich sehr gerne, das hat Marc Stantien gemacht, der lange für SUBWAY fotografiert hat. Smudo ist auch dabei. Wir brauchten ein Pressefoto, ich glaube für die Tour. Es ist lustig zu sehen: George Bishop, ein Braunschweiger Jazzer aus New York, der leider verstorben ist, zusammen mit 16-jährigen Rappern, die gerade von der Schule kommen. Die zusammenzubringen war schon sehr spannend und nicht immer einfach, weil man eine gemeinsame musikalische Sprache finden musste. Ein Rapper hat im Grunde keine musikalische Ausbildung, ein Jazz-Musiker hat manchmal sogar studiert. Aber es waren alle so offen, dass man das gut hinbekommen hat. Ich fand immer die Verbindung der verschiedenen Musikarten spannend. Blues, Jazz, Funk, Soul, Hip-Hop sind ja alle aus einer Musikfamilie, haben also viel mehr miteinander zu tun als man erst mal so denkt. Das rauszufinden und gleichzeitig mit deutschen Texten rumzuexperimentieren, war ganz gut. Deshalb kam auch der Name Jazzkantine zusammen, weil man das Gefühl hat, dass man zusammen an verschiedenen Gerichten kocht. Kantine ist ein bisschen ruppiger, rockiger als irgendwas mit Gourmet. Das war eine gute Wahl.
1999 dann die Tanzzkantine mit einem Kontakt von unserem damaligen Tonmann, der im Theater gearbeitet hat. Da ist ein Traum von mir in Erfüllung gegangen, weil ich das riesige Staatstheater schon als Kind in Weihnachtsmärchen oder ähnlichen Kinder-Vorstellungen toll fand. Mit allen Abteilungen, die dazugehören: Kostüm, Requisiten, Maske. Das war die Phase, in der wir gemerkt haben, dass es nicht ganz blöd ist, wenn man neben dem normalen Tour-Business auch mal ein anderes Standbein hat. Somit haben wir mit Pierre Wyss, dem damaligen Tanz-Choreografen, die Tanzzkantine erfunden und hatten Songs der Jazzkantine im Remix mit einem bunten, internationalen Ensemble. Das war eine eigenständige Tanzform, also weniger Breakdance als ein moderner Ballettstil. Es hatte etwas von dem, was man heute Hip-Hop nennen würde, war aber eine schöne Mischung aus klassischem Ballett und Modern Dance. Wahnsinnig. Es war die erste Sommer-Bespielung im Kleinen Haus mit einem Start von über zehn Produktionen, die wir die ganzen Jahre gemacht haben. Es gab riesige Schlangen und 20 ausverkaufte Vorstellungen. Das war ein spannender Moment in der Stadt. Der Startschuss für uns, auch mit dem Theater zusammenzuarbeiten.

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Ich kann mich aber auch noch gut an ein Sweety-Glitter-Cover erinnern, bei der Band hatte ich ein Jahr lang ausgeholfen. Mit ihnen und SUBWAY zusammen gab es eine große 70er-Jahre-Party in der Eissporthalle – legendär.

Nächstes Foto.
Ich bin großer Eintracht-Fan, freue mich und leide mit den Blau-Gelben. Das Trikot vom Foto habe ich, glaube ich, sogar mal an einen Gastmusiker weiterverschenkt. Ich habe eine Dauerkarte in Block Fünf und wenn ich es schaffe, bin ich auch regelmäßig im Stadion. Ich finde es einfach herrlich und bin überzeugt davon, dass in unserer globalisierten Welt, in der man Schwierigkeiten hat, durch eine Stadt zu gehen und individuelle Geschäfte zu finden, und eine wütende Gesellschaft sich in Netzwerken auskotzt und nicht weiß, wo sie geerdet ist, Tradition und Heimat mehr und mehr Gewicht brauchen und haben werden. Das sage ich jetzt in Bezug auf Eintracht, aber es ist ja im Grunde genommen auch das Thema, das wir in unseren Theaterstücken behandeln. Da gibt es einen unglaublichen Zulauf, gerade jetzt wieder mit dem Start im Wintertheater, wo sich an einem Tag 10 000 Karten für 20 Vorstellungen der Braunschweiger Weihnachtsgeschichte verkaufen. Man merkt, die Leute wollen wieder spüren, wo sie herkommen. Durch Facebook, Instagram und Fotos, die dir die ganze Zeit suggerieren, wie toll alles ist, ist das ein wichtiges Thema geworden. Auch für euch als Stadtmagazin und die Seele einer Stadt – dass man weiß, wo man herkommt. Oder dass man eine Eckkneipe hat, in der man sich trifft, oder eben ins Fußballstadion geht. Ich stehe da total gerne mit alten Schullehrern oder mit Pastor Meiners von der Martinikirche, wo wir unser Spiegelzelt immer hinstellen. Da ist es egal, was du machst und wie viel Geld du verdienst, es geht nur darum, dass man Fußball guckt. In der Band gibt es deswegen immer mal wieder Streitereien, weil unser Trommler beispielsweise FC-Bayern-München-Fan ist. (lacht) Zwei Kölner haben wir auch dabei. Da geht es immer hoch her. Wir haben uns schon öfters geschworen, dass wir nie wieder über Fußball sprechen. In irgendeiner Whats-App-Gruppe fängt aber immer jemand an und dann kocht es hoch.

Eintracht habt ihr in einem Musical verarbeitet.
Wir haben das Eintracht-Stück „Unser Eintracht“ im Kleinen Haus gemacht. Da hatten wir ein tolles Publikum. Die Location war als kleines Stadion umgebaut, mit Tribünen, Fußballfeld und Toren. Das war auch fürs Theater schön, weil mal ganz andere Leute dort hinkamen. Es gab eine Wahnsinns-Stimmung. Das sind Dinge, die wir uns auch auf die Fahne geschrieben haben, in die Stadt reinzukriechen und in der Stadtgeschichte rumzuwühlen. Dabei entstehen von Western bis Eintracht-Musical ganz unterschiedliche Sachen. Als Jazzkantine hatten wir nie dieses Scheuklappen-Denken und haben immer versucht, uns nicht selbst zu kopieren, sondern immer irgendwie weiterzugehen und rumzuexperimentieren oder rumzuköcheln. Wir haben ganz unterschiedliche Alben aus unterschiedlichen Ecken gemacht. Ob Heavy-Metal-Cover-Album oder auch Volkslieder.Beim Videodreh war das die Zeit von MTV und VIVA beziehungsweise den deutschsprachigen Ablegern. Es ging immer darum, Videos auf Rotation bei VIVA zu bekommen. Ganze LPs sind gefloppt, wenn man das Video der ersten Single nicht unterbekommen hat. Es gab drei Rotationsstufen. Wir haben unsere ersten drei Jazzkantinen-Videos des ersten Albums auf Power-Play gekriegt. Das haben wir damals halt so hingenommen, tatsächlich war es aber ein unglaubliches Glück. Dann lief alles an. Es war total spannend, aus Braunschweig rauszukommen, wir haben auch in Österreich und der Schweiz gespielt und uns als Live-Band etabliert. Wir hatten zwar nicht solche Single-Hits wie Fanta 4, aber haben viele Alben verkauft und live gespielt.
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Es gab 2000 auch ein Cover mit euch als Müllmännern ...
Eine Leidenschaft von mir ist das Verkleiden. Das Foto war Teil einer Fotostrecke für ein Cover, wir hatten sieben oder acht verschiedene Outfits für dieses Album. Es hieß „In Formation“ und der Aufhänger waren verschiedene Formationen. Irgendwie und mit viel Telefonieren haben wir die Anzüge von der Braunschweiger Müllabfuhr bekommen. (lacht) Genau das war für mich immer ein Grund, in Braunschweig zu bleiben. Als gebürtiger Braunschweiger sowieso, aber auch, weil ich es toll fand, dass man hier groß wird und irgendwann dieses Netzwerk hat und viele Leute kennt. Du kennst dann halt irgendwen von den Stadtwerken, vom Kino oder Theater. Aus diesen ganzen guten Kontakten ist so manches gewachsen – bis heute. Die Outfits reichten von einer Kegelmannschaft bis hin zum Fußballclub. Das hat viel Spaß gemacht. Auf dem Foto sieht es zwar nicht so aus, aber es war arschkalt. (lacht) Bei drei hieß es, jetzt bitte alle locker machen. Am schlimmsten waren die Fußball-Bilder, weil wir da kurze Hosen anhatten. Aber was tut man nicht alles für die Kunst …

Wir haben auch Dias im Archiv gefunden ...
(hält die Dias ans Licht) Hier sieht man unsere damaligen Mitstreiter, die beiden Erchinger-Brüder. Die haben sich sehr gerne ausgezogen. Da muss irgendwas in der Kindheit schief gelaufen sein. (lacht) Das war am Bohlweg, damit hatten wir aber nichts zu tun. Die Band der Beiden war Deutschland-Phunk, ich glaube das war eine Promo-Aktion. Davon muss ich mich distanzieren. (lacht) Ahja, ok … hier wird ja auch richtig blank gezogen, seh‘ ich gerade.

Was verbindet dich mit der SUBWAY?
Das SUBWAY, als das für mich wichtigste Magazin in all den Jahrzehnten, hatte einen relativ großen Anteil daran, dass viele Bands den Sprung geschafft haben. Nicht nur im Jahrzehnt der Jazzkantine und von Such A Surge, sondern auch schon vorher mit Bands wie den Shifty Sherrifs, die aus dem Cross-Over kamen. Aber es hatte auch Anteil daran, dass eine Musikszene in Braunschweig so wachsen konnte, weil man mit diesem Magazin ein Medium hatte, was das Ganze begleitet hat und Promo für kleine und große Konzerte gemacht hat. Es war immer ein Magazin, das man gerne gelesen hat, nicht nur ein Anzeigenfriedhof. Es hat Termine, Infos und Filmtipps geliefert, war und ist redaktionell sehr gut und auch gut recherchiert. Von daher bin ich da sehr dankbar.

Welche Themen würdest du gerne öfter sehen?
Ein Stadtmagazin sollte immer auch etwas mit der Szene zu tun haben. Ich gehe heute allerdings nicht mehr so viel weg, gehöre also wahrscheinlich eher nicht mehr zur Zielgruppe. Ich finde es immer wichtig, dass eine Band-Kultur gefördert wird. Zum Beispiel wie es undercover mit kleinen Club-Konzerten in der Eule machen. Es ist wichtig für eine Stadt, dass eine Musik- und Kunstszene überall ihren Platz finden kann. Dazu gehört ein Stadtmagazin, das diese Dinge vorstellt und nicht nur den Mainstream, der in allen Netzwerken hoch und runter gespielt wird. Aber das findet bei euch ja auch statt.

Wie werdet ihr euer Bandjubiläum feiern – was ist der Traum?
2019 haben wir 25-jähriges Jubiläum. Wir sind im Grunde genommen froh, dass wir Jahr für Jahr immer wieder etwas auf die Beine stellen können, und würden uns freuen, wenn es uns dann noch gibt. Wir überlegen, eine Tour oder ein Live-Album zu machen. Das letzte ist, glaube ich, 15 Jahre her. Wir hoffen, dass wir gesund und munter bleiben und wir in friedlichen Zeiten in Deutschland durch die Clubs ziehen können. Mal sehen, wo die Reise so hingeht.
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STECKBRIEF

Jahrgang 1966

Lieblings-SUBWAY-Titel Die Dame mit dem Cello von 1989.

Mit 30 Jahren wurde der Traum vom Profi-Musiker wahr.

In 30 Jahren bin ich hoffentlich ein glücklicher Opa.

Text: Katharina Holzberger
Fotos: SUBWAY-Archiv, Evelyn Waldt, Thomas Purwin, Marc Stantien

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