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Cosmo Thunder
 
24. Februar / 19.30 Uhr / Stil Kaos 7
im JZ Forsthaus Fallersleben

Cosmo Thunder rockt sich mit Gitarre Abby und charmanter Nervosität in die Herzen der Nation. Melancholisch, echt und akustisch – dabei aber immer mit der vollen Wucht des Punkrock. Im Interview erzählt er von seinen Liedern, der Tour mit Polaroit und neuen Bandprojekten.
Radio Q beschrieb ihn als „der Punk, der Olli Schulz immer sein wollte, aber bislang nie geschafft hat zu sein.“ Seit Dominik Wagenführ vor zwei Jahren von Wittingen nach Braunschweig gekommen ist, hat er sich als Cosmo Thunder einen Namen gemacht. Immer etwas zerstreut, aber aufrichtig und geradeheraus singt der 25-Jährige sehr persönliche Lieder mit authentischer Punk-Attitüde. Nun ist er wieder mit Verstärkung unterwegs. Warum? Das haben wir ihn gefragt.


Du machst „Akustikpunk“. Was heißt das?
Ich komme aus dem Punkrock und höre das sehr viel, darum haben wir das mal so genannt. Die Musik passt nicht in dieses Singer-Songwriter-Klischee und hat auch andere Song-Strukturen oder auch mal gar keine Strukturen, sondern einfach nur kurz und knapp alles gesagt.

Wie bist du zur Musik gekommen?
Meine erste Gitarre hatte ich mit 14. Damals habe ich angefangen, mit meiner Band Punk-rock-Lieder auf Englisch zu covern. Irgendwann habe ich den Mut gefunden, selber zu singen und zu schreiben, war mal alleine und mal wieder mit Bands und lauter Musik unterwegs. Und dann kam 2015 das Cosmo-Thunder-Ding mit Liedern auf Deutsch. Ich hatte einer Freundin ein Kompliment gemacht und sie meinte: „Mach ein Lied draus!“, ich: „Kann ich nicht auf Englisch.“ – „Dann mach‘s auf Deutsch!“ Und ruckzuck war die Demo mit weiteren Liedern fertig.
Jetzt machst du wieder Bandprojekte?
Ja, als Cosmo Thunder and the Vibelines mit einem Schlagzeuger und einem Bassisten. Die Jungs kenne ich schon Jahre lang und es sind super Musiker, die spielen auch bei Final Impact. Und .NIRU haben im Sommer einen Sänger gesucht und mich gefragt, ob ich mit diesem Akustik-Ding ausgelastet bin und ich hatte wieder Bock auf „klassische“ Punkrock-Band. Ich habe vorgesungen und es hat gestimmt.

Was reizt dich daran mehr?
Mit einer Band macht es mehr – nein, anders Spaß. Mehr Energie, es ist laut, mehr Punk-rock. Bei .NIRU kann ich mich mal komplett auf die Texte konzentrieren. Ich schreibe und singe da nur und die anderen machen das ganze Instrumentale, damit haben sie mich auch direkt abgeholt.

Schreibst du für .NIRU anders als für Cosmo?
Es kam die Bitte, dass ich etwas glücklichere Texte schreiben soll. Fällt mir sehr schwer. Wenn mir was Gutes passiert, genieße ich das, und wenn mir was Schlechtes passiert, versuche ich das mit der Musik zu verarbeiten. Als sich ein Freund von mir zum Beispiel vor einen Zug geschmissen hat, habe ich sofort ein Lied darüber geschrieben. Das ist einfach ein krasses Ventil. Ich habe auch festgestellt, vielen Leuten geht es ähnlich und es ist schön, wenn meine Probleme anderen Leuten zeigt, dass sie nicht allein sind.

Wenn mir was Gutes passiert, genieße ich das, und wenn mir was Schlechtes passiert, versuche ich das mit der Musik zu verarbeiten. Als sich ein Freund von mir zum Beispiel vor einen Zug geschmissen hat, habe ich sofort ein Lied darüber geschrieben.

KF cosmo4 c Frank Tobian Art
Wie ist es, von solchen Erlebnissen zu singen?
Man gewöhnt sich daran. Die Gewohnheit tötet alles ab. Aber man befasst sich weiter damit, denkt noch immer darüber nach. Dass man die Leute und was sie einem gegeben haben nicht vergisst, darum geht’s. Sie haben einen ein weites Stück begleitet und auch irgendwie geformt. Viele hören einem nicht zu, wenn es einem schlecht geht. Depressionen sind echt heftig bei vielen Leuten und das wird nicht ernstgenommen. Man muss auf seine Leute einfach aufpassen, damit sie keine Scheiße bauen.

Und für .NIRU versuchst du es fröhlicher?
Jain. Man erkennt auf jeden Fall, dass ich die Lieder geschrieben habe, wenn man mich kennt. Wir sammeln zusammen Ideen und die lassen mir sämtliche Freiheiten. Aber ich möchte mich auch selber so ein bisschen eingrenzen, wachsen, mal was anderes machen, mich mal was Neues trauen.

Deine Texte wirken nicht so „glattgebügelt“. Wann bist du zufrieden mit einem Text?
Wenn er authentisch ist. Ein Text muss für mich einfach berühren. Etwas auslösen, jemanden zum Nachdenken oder Wiedererkennen bringen. Es kommt mir nicht so sehr auf die Reime an, manchmal ist da auch kein Reim, sondern nur die Betonung. Es sind nur Wörter und Zeilen in meinem Kopf und wenn ich die lese oder singe und sich das sich nicht richtig anfühlt, dann ist es das auch nicht.
Hast du Vorbilder?
Meinen Vater, im Positiven aber auch im Negativen. Er ist Schichtarbeiter bei VW und da strebe ich mich dolle gegen. Aber er ist auch so ein guter Mensch, so gut möchte ich auch sein. Er unterstützt mich sehr. Er hat mir jetzt sogar eine Sackkarre gekauft, damit ich mehr Merch im Zug mitnehmen kann. Und musikalisch vielleicht den Tigeryouth, aber auch andere. Ich finde es vorbildhaft, wenn man mit Herzblut immer weitermacht, auch wenn es mal kein Geld abwirft.

Wie kam es zu der Split-EP mit Polaroit?
Ich hab Paul kennengelernt, weil er ein Tigeryouth-Shirt anhatte. Ich war ich mit Finder in Hildesheim, habe den gesehen und gerufen: „Hey, geiles Shirt!“ Und er: „Mit dem spiele ich nächste Woche in Braunschweig in der Klaue.“ Da war ich dann drei Stunden vorher und wir haben geschnackt. Als ich mein Studium in Hildesheim angefangen habe, habe ich die erste Woche bei ihm gewohnt. Wir waren auf Kneipentour und hatten irgendwann sturzbetrunken die Idee: „Lass mal eine EP machen und auf Tour gehen“ und dann sind wir einfach losgefahren.
Und wie war die Tour?
Es war ein riesen Ereignis, es ist so viel passiert. Man hat voneinander gelernt, wurde besser und sicherer im Singen und Spielen. Ich hab zum Beispiel gelernt, nicht ständig zu sagen, dass sie bitte leise sein sollen. (grinst)

Das hast du sonst gemacht?
Ja, öfters. Es ist ein Zwiespalt: Man geht auf ein Konzert, um Musik zu hören, aber man geht auch in eine Kneipe, um zu schnacken. Bei Akustikmusik denken manche, es läuft so nebenbei. Aber man gewöhnt sich dran. Und es gibt immer einen, der zuhört, das ist cool. Mehr will ich gar nicht. Ich selber habe nur Probleme, mich zu konzentrieren, weil ich dann einfach mal zuhöre, was die so sagen. (lacht) Es gibt Songs, die mir sehr wichtig sind, und ich bin der Meinung, ich habe was zu sagen. Zu Anfangszeiten hat man sich dann nicht so ernstgenommen gefühlt.

Was hältst du vom Vergleich mit Olli Schulz?
Das ist ein riesengroßes Lob, weil er ein grandioser Musiker ist. Ich mag seine Texte, aber ich bin ein größerer Fan von Der Hund Marie, mit dem er mal zusammengearbeitet hat.

KF cosmo3 c Frank Tobian Art

 
Worum geht’s auf „Stadt/Land/Flucht“?
Viel um den Umzug von Wittingen nach Braunschweig. Das Leben auf dem Dorf ist eher trist. Ich habe da nicht so wirklich reingepasst. Viele von meinen Freunden sind abgehauen und haben ein Studium angefangen. Und ich saß dann da eben noch. Alle reden übers Wetter, wer gestorben ist und wer geheiratet hat. Man geht die Woche über arbeiten und am Wochenende haut man sich die Hucke voll, weil man damit unzufrieden ist. Es ist festgefahren, wie in einem Käfig. Ich hatte zum Glück das Rock Café, da habe ich meine erste Punkrock-Show gesehen, von den Toxic Vapors. Da kamen Bands, die haben coole Mucke gemacht und waren am nächsten Tag in einer anderen Stadt. Das wollte ich auch und musste da raus. Woanders gibt’s einfach noch mehr.
Und jetzt fliehst du auch aus Braunschweig?
Nee, auf keinen Fall. Ich habe mich lange dagegen gesträubt, weil ich hier so super angekommen bin und wärmstens begrüßt wurde. Ich studiere in Hildesheim Advertising Design im zweiten Semester und pendele immer. Ich muss mal irgendwo ankommen. Ich komme aber auf jeden Fall einmal die Woche zum Proben zurück und habe auch vor, wieder nach Braunschweig zu ziehen. Es gefällt mir verdammt gut hier, ganz viele ähnlich denkende Leute, die sich treffen, Konzerte organisieren, rumfahren, aufnehmen und sich gegenseitig helfen. Ich habe mich echt verliebt in die Stadt und gehe schweren Herzens nach Hildesheim.

Wann kommt was Neues von Cosmo?
Ich hab auf der Tour eine Live-Session aufgenommen, die wird irgendwann rauskommen. Da ist ein neues Lied drauf, das kennt man noch nicht so. Aber plattenmäßig habe ich mir kein festes Datum gesetzt. Ich will erst mal neue Sachen erleben, neuen Input bekommen und mir genau überlegen, was drauf soll. Ein paar neue Riff-Ideen auf der Gitarre habe ich schon, weil gerade wieder was passiert, dieser Umzug. Auf „Stadt/Land/Flucht“ war die Stimmung noch „weg, weg, weg“ und jetzt wäre es komplett anders, eher etwas mit Heimweh und eigentlich will ich hierbleiben oder schnell zurückkommen.

Welches Kompliment hast du gern gehört?
Mir wird oft gesagt, dass ich sehr authentisch wirke. Letztens hat ein uralter Kumpel, dessen Meinung mir sehr wichtig ist, über die Split geschrieben, dass er sehr überrascht war und mich wohl unterschätzt hat. Das war cool und hat mich sehr gefreut zu lesen. Dass der Schein trügt und da ein bisschen mehr hinter steckt.

Text: Evelyn Waldt
Fotos: Gideon Rothmann, Frank Tobian

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