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Und noch ’ne Kino-Version einer alten TV-Serie. Und wieder die Realverfilmung einer Cartoon-Vorlage. „Godzilla“-Bube Matthew Broderick spielt den braven Sicherheitsmann John, Rupert Everett den bösen Buben Sanford, der zu seinem Erzfeind werden wird. Bei einer Verfolgungsjagd nach dem Verbrecher rutscht Tollpatsch John auf einer Ölspur aus und verunglückt so schwer, dass er nurmehr mit künstlichen Organen und Gliedern am Leben gehalten werden kann. Dank dieser mechanischen Ersatzteile wird aus dem schüchternen Nachtwächter nun der Super-Inspektor mit High-Tech-Robocop-Eigenschaften. Im coolen „Columbo“-Trenchcoat macht sich der wieder geborene Cyber-Cop mit seinem sprechenden „Gadgetmobil“ auf die Jagd nach dem Banditen. Der jedoch bastelt unterdessen längst an einem bösen Doppelgänger von John, der wie „Godzilla“ die Strassen der Stadt unsicher macht und damit den wackeren Helden in argen Misskredit bringt. Gut ein Dutzend Autoren haben an der Story herumgeschrieben, das Ergebnis kennt man vom Sprichwort mit den vielen Köchen und dem verdorbenen Brei.
Nichts gegen eine Geschichte der albernen Art, derart lieb- und leblos zusammengestückelt jedoch, verliert sich enorm schnell jedes Interesse an den Figuren. Was als „Mask“ für Kids gedacht gewesen sein mag, entpuppt sich als verkrampftes, einfallsloses Spektakel ohne Spass und ohne Seele. Selbst die Spezialeffekte des sonst so brillanten Trick-Gurus Stan Winston („Jurassic Park“) wirken erschreckend miserabel: Derart stümperhaft hat sich der vielfache Oscar-Gewinner nur selten präsentiert. Ein nervend aufdringlicher Soundtrack samt penetranter Schleichwerbung macht das missglückte Objekt kaum besser. Als einziger Pluspunkt bleibt da lediglich, dass nach nur 70 Minuten dieses einfältige Kino-Elend ein Ende hat. So ist die enttäuschendste Hollywood-Produktion des Jahres zugleich auch die kürzeste Produkt der Traumfabrik seit langem. Ein sehr, sehr seichter Streifen für sehr, sehr schlichte Gemüter.
Text: Dieter Oßwald Foto: Delphi
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