Richard und die weiße Frau
Vor dem Traualtar ist Julia Roberts „Die Braut, die sich nicht traut“
|
Schon wieder eine sirupsüße Julia-Roberts-Romanze. Und wie beim erst kürzlich im Kino gelaufenen „Notting Hill“ wird der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen. Denn mit ihrem Mick Jagger-Mund verdreht die Mager-Actrice nicht irgendwem den Kopf, sondern einmal mehr „Pretty Woman“-High-Society-Freier Richard Gere. Folglich greift „Die Braut, die sich nicht traut“ erheblich auf das bewährte Rezept des charmanten 80er-Jahre-Hits zurück. Denn warum auch sollte man Zeit und Mühe für ein innovatives Skript investieren? Hochnotpeinlich daher die Geschichte: Richard ist der Star-Kolumnist bei USA Today, füllt täglich seine selbstbebilderte Spalte mit Betrachtungen über das Leben und die Frau im Allgemeinen. Julia hingegen ist ein Landei im amerikanischen Nirgendwo und hat bereits zum dritten Mal während der Hochzeits-Zeremonie das Weite gesucht. Und? Ist das eine Story, die die Welt interessiert? Richard findet das schon und macht sich über sie in seiner Kolumne im Besonderen lustig. Die entrüstete Julia beschwert sich daraufhin bei USA Today und was passiert? Das einzige nationale Erfolgsblatt der Vereinigten Staaten feuert erbost den hoch bezahlten Top-Journalisten? Ja sicher, weil eine heiratsscheue Dorfschöne ihn so unfair findet. Bestimmt! Richard fährt also zu ihr aufs Land und bis die beiden endlich heiraten – schließlich der eigentliche Sinn dieses Filmes – vergehen zähe, quälende zwei Stunden. Gefühlte Zeit: fünf Stunden. Nichts gegen Schnulzen im Kino, aber diese tut einfach nur weh.
Text: Volker Peschel Foto: Buena Vista
|
|
|
Mehr SUBWAY
SubwayOnlineShop
Jobs
Kontaktboerse
Partybilder
SUBWAY89ers
Konzertkarten
SUBWAY Braunschweig
indigo Wolfsburg
World of SUBWAY
|
|
|