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Christina Ricci (einst die coole Wednesday in der „Addams Family“) spielt das 16jährige Girlie DeDee, das sich laut und polternd, dafür unangemeldet, im trauten Heim ihres Halbbruders Bill einquartiert. Bill ist Englischlehrer und schwul, sein reicher Lover Tom gerade an Aids verstorben. Halb so schlimm, vergnügt sich Bill doch bereits wieder mit dem gutaussehenden Matt. Sehr zum Ärger von Tom’s Schwester, einer frustrierten Altjungfer und Lehrerkollegin, die häufig zu Besuch erscheint. Kaum angekommen, geht Quälgeist DeDee allen gehörig auf den Keks – und des Bruders hübschem Liebhaber bald an die Wäsche. Weil sie bereits schwanger ist, verführt sie den supernaiven Matt, um ihm so das fremde Kind unterzujubeln. Das seltsame Duo brennt durch, mitsamt 10000 Dollar aus der Famlienkasse sowie der Urne des toten Tom. Derweil hat Bill Probleme in der Schule: nicht nur, daß sein Schwulsein an alle Klowände geschmiert wird, auch bezichtigt ihn der Freak Jason, sexuell von ihm belästigt worden zu sein. Was als schrille Sex-Sitcom gedacht war und anfangs noch recht lustig wirkt, setzt Erstlingsfilmer Don Roos schnell in den Sand. Die Scherze stagnieren, die absurden Figuren drehen sich im Kreis, die Späßchen laufen sich tot. Es dauert nicht lange, da ist man mehr genervt als amüsiert. So subversiv wie sie gern sein möchte, ist die Satire bei weitem nicht. Überladen mit jenen selbstgefälligen „Was sind wir doch so lustig“-Pointen, fehlt es an jener Leichtfüßigkeit, ohne die jede Komik schal bleibt. Schlimmer noch: bald wirkt alles zäh und langweilig: the opposite of funny!
Text: Dieter Oßwald Foto: movienet
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