Gorillaflüsterer

Anthony Hopkins beweist nur sehr wenig „Instinkt“

Geballte Hollywood Macht steckt hinter „Instinkt“. Doch was sich mit Donnergrollen ankündigt, verrennt sich hier in einer offensichtlich lieblos gestrickten Story: Anthony Hopkins zieht sich als familienscheuer Anthropologe in den Dschungel Afrikas zurück, um sich dort den Gorillas zu widmen. Jahre gilt er als verschollen, bis er zufällig entdeckt wird. Er gebärdet sich wie ein Tier, redet nicht mehr und hat zwei Menschen auf dem Gewissen. Er wird nach Amerika überführt und dort – warum auch immer – dem Nachwuchspsychiater Cuba Gooding Jr. anvertraut. Unter der Regie von Jon Turteltaub entstand ein arg zusammengewürfelter Film, der ein wenig Action à la „The Rock“, ein bißchen Psychospiel aus „Das Schweigen der Lämmer“ und jede Menge „Pferdeflüsterer“ zu bieten hat. Dazu kommt reichlich dröge Zeigefingermoral, denn wer sonst, wenn nicht das große Amerika, weiß, wie man den Menschen an sich und die Welt im allgemeinen zu bekehren hat?

Text: Volker Peschel
Foto: Arthaus
Instinkt

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