„Long hello & short goodbye“ mit Nicolette Krebitz
Schon Fettes Brot und Tocotronic warteten auf sie: Nicolette Krebitz. Ben (Marc Hosemann) braucht das nicht. Als er aus dem Knast entlassen wird, ist sie einfach da. Sie wohne jetzt bei seinem besten Freund Dennis und er auch. Nur Dennis nicht, denn der liegt in der Klapse. Also verbringen sie die nächsten Wochen zusammen, Ben und Melody, ohne ein paar entscheidende Dinge voneinander zu wissen. Zum Beispiel, daß sie verdeckte Ermittlerin ist. Aber auch all die anderen Gestalten sind merkwürdig verwoben in diese Geschichte. Da ist der kalte Cop Kahnitz, stille Wasser sind tief, oder Dennis, dem keiner so recht glaubt. Das skurrile Ehepaar Percy und Aurelia (abgedreht: Axel Milberg und Sunnyi Melles) und seine Ex Ida (Katja Riemann). Regisseur Rainer Kaufmann taufte seinen Film „Neo Noir“, die Endneunziger Variante des Film Noir. Und so dreht sich auch alles um eine scheue Liebe und die Schwärze der menschlichen Seele. „Long hello“ macht Spaß, auch wenn einen manche Szene mit einem „Warum?“ zurückläßt. Viel Tempo, eine geschickt erzählte Story, das obligatorische Blutbad und ein großer Schmollmund. Guter Film.