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Ronna malocht als Kassiererin in einem Supermarkt in L.A., hat aber keine Kohle für die Miete. Da kommt es ihr gerade recht, die Schicht von Simon zu übernehmen, damit dieser mit seinen Kumpels nach Las Vegas fahren kann. Daß Simon mit XTC dealt und gerade jetzt zwei Typen auflaufen, die ganz dringend ’was brauchen, kann ja keiner wissen. Und was macht die aufstrebende Jungunternehmerin? Auf zum Großdealer und den Wocheneinkauf getätigt. Zwar nicht genügend Geld dabei, aber bis die Pillen verkauft sind, kann man ja Freundin Claire als Pfand dalassen. Und was macht Simon? Dessen Feiertagstrip entwickelt sich von purem Fun zum Fiasko der besonderen Art. Mit fremder Kreditkarte, geklautem Ferrari und einem mißglückten Ausflug in eine Tabledance-Bar regiert auch hier das Chaos.
„Go“ verfrachtet eine nette Szene aus dem alltäglichen Leben der MTV-Generation in aufpolierter Form ins Kino. Ursprünglich nur mit einem Handlungsstrang bedacht, entwickelt der Film seine Stärken aber erst durch seine Parallelepisoden. 24 Stunden aus drei Perspektiven zu betrachten, deren Handlung immer in Verbindung stehen und dennoch unabhängig erzählt werden, das gibt dem Film erst seinen unterhaltsamen Drive. Wobei jeder bemerken wird, daß gerade diese Erzählstruktur nicht unbedingt neu ist. Gerade Tarantino hat davon desöfteren Gebrauch gemacht und es bleibt zu fragen, inwiefern Hollywood wieder einmal bei erfolgreichen Produktionen erfolgreiche Stilelemente abgekupfert hat.
Text: Lutz Bonneberg Foto: Columbia/Tristar
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