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Einige Regisseure des dänischen Nachbarlandes taten sich zusammen und verkündeten zehn Gebote für Filmschaffende: Dogma 95 gestattet nur Handkameras, unveränderte Originalschauplätze, keine eingespielte Musik, natürliches Licht und Ton, keine technischen Nachbearbeitungen, keine Nennung des Regisseurs. Mit dem Attribut der Wahrhaftigkeit soll ein Gegenpol geschaffen werden zu den überproduzierten Effekte-Streifen amerikanischer Machart. Nach Thomas Vinterbergs „Das Fest“ und Lars von Triers „Idioten“ unterwirft sich nun ein dritter Film diesen Idealen: „Mifune – Dogma #3“ von Soren Kragh-Jacobsen: Kresten und Liva treffen sich auf einer Farm im dänischen Niemandsland, beide auf der Flucht vor Vergangenem. Er kehrt durch den Tod des Vaters nach jahrelanger Abwesenheit zurück und findet seinen geistig behinderten Bruder auf dem verwahrlosten Hof. Kein Problem denkt der Großstadt-Yuppie, der gerade in eine Industriellen-Familie hinein geheiratet hat. Um lästige Verflichtungen loszuwerden, stellt er eine Haushälterin ein: Liva, die zusammen mit ihrem patzigen Bruder zu den beiden zieht ...
Ein charmanter Film über das Zusammentreffen und -leben von vier arg unterschiedlichen Menschen, die trotz aller Befremdlichkeit beginnen, voneinander zu lernen. „Mifune“ lädt den Zuschauer zu einem gutgelaunten, nachdenklichen Ausflug aufs Land ein. Zurecht der große Gewinner der diesjährigen Berlinale.
Text: Volker Peschel Foto: Concorde
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