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Rainer Limpinsel aka Mambo Kurt ist Heimorgelspieler aus Berufung und Leidenschaft. Ein Bad Taste-Pop-Star, der mit seiner „Yamaha D 85, dreimanualig, 120 Kg, echt Holz, keine Furniere, 300 Watt Lautsprecher“ einen schrägen Streifzug durch die moderne Musikkultur unternimmt. Ob Schlager, Techno, Metal, Punk oder Pop – Mambo Kurt macht vor nichts halt, verarbeitet jeden Stil in bester Bossa Nova-Manier. Bei ihm gibt es weder Zeit noch Raum, weder Höhen noch Tiefen. Neben Nirvana (von dessen Kurt er seinen Namen hat) covert er Guns’n’Roses, Green Day, Fugazi und vieles mehr. Dabei ist das Ganze, das vor ein paar Jahren als Party-und Hochzeitsgag begann, weniger Parodie als ernsthafte Hommage. Wenn er nicht gerade unterwegs ist, orgelt der Bochumer Alleinunterhalter an der Seite von Trash-TV-Queen Verona Feldbusch, die ihn in ihre fremde und seltsame „Welt“ eingeladen hat. SUBWAY unterhielt sich mit dem neuen Tastengott, der am 9.9. im Kulturzelt in Braunschweig gastiert.
Wie hast Du Verona kennengelernt?
„Eine Freundin von mir ist vergangenes Jahr mit einem „Veronas Welt“-Redakteur einen trinken gegangen. Da hat sie erfahren, daß man sich bei Verona als Traummann bewerben konnte. Ich wurde genommen und gleich für die ganze neue Samstagabend-Staffel als Ein-Mann-Kapelle engagiert.“
Wie findest Du die Dame?
„Interessant und cool, schlagfertig und spontan. In jeder Sendung werfe ich mich mindestens dreimal weg vor Lachen über ihre Witze.“
Was gefällt Dir am besten an Deinem TV-Job?
„Daß man so interessante Leute kennenlernt. Brigitte Nielsen war der Hammer. Und Helge Schneider – der ist einfach Natural Born Comedy. Mein Wunschgast ist natürlich aber ein Musiker: Dieter Bohlen.“
Neben Cover-Songs von AC/DC und Radiohead hast Du auch ein Stück der Pyro-Stumpf -Rocker Ramm-stein im Repertoire. Warum?
„Ich möchte zeigen, daß diese Lieder einen guten Kern haben, gar nicht so böse sind, wie sie im Original klingen.“
Was hörst Du privat?
„Überhaupt nichts. Weil ich den ganzen Tag beruflich Musik mache, habe ich keine Lust, auch privat noch welche anzuhören. Ich besitze weder einen CD-Player noch eine Stereoanlage, nur einen Kassettenrekorder. Die letzte Platte, die ich damit aufgenommen habe, war „So“ von Peter Gabriel, 1986. Die Songs, die ich nachspiele, höre ich im Radio, bei Disco-Parties oder im Musik-TV.“
Woher stammt Dein Outfit?
„Die Brille habe ich mir für eine Mark an der Tankstelle gekauft. Den Anzug vor Jahren als Zivildienstleistender aus der Kleiderkammer beim Deutschen Roten Kreuz geklaut.“
Interview: Christian Göttner Foto: M.Steffen
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