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Sie spreaden über Stuttgarts Hügel in die Welt und verkünden „Esperanto“. Freundeskreis sind wieder da und gehen tiefer denn je. Am 17.5. gastieren sie im Capitol Hannover, SUBWAY sprach vorab mit Rapper und Texter Max.
Was ist die Idee hinter „Esperanto“?
„Musik als eine Sprache, die über Grenzen erhaben ist. Wir verstehen uns als offenes Konzept, haben diesmal Deborah von Sens Unik, Shurik’n von IAM, Samy DeLuxe, Afrob, die Massiven Töne u.a. eingeladen. Don Philippe, DJ Friction und ich haben das Ganze im Kern konzipiert, wollten dann einfach Musik machen mit Leuten, vor denen wir Respekt haben, mit denen wir gut befreundet sind.“
Wie schon auf „Quadratur des Kreises“ covert ihr Lindenberg bzw. er singt auf „Nebelschwadenbilder“ sogar mit. Was macht Udo für Dich so wichtig?
„Das Lied ist von seiner ersten Platte. Die hat 1972 die deutsche Musikkultur ziemlich revolutioniert. Er hat zwar deutsch gesungen, aber eben keinen Schlager. Damals war er so alt wie ich, und sowohl inhaltlich, wie auch im Umgang mit Medien, Plattenfirmen etc. ist er ein interessanter Typ, der einen sehr bewußten Weg gegangen ist, um sich in erster Linie selbst zu verwirklichen – fernab kommerzialisierter Hörgewohnheiten. Da sehe ich schon Parallelen.“
Bei Euch schwingt oft eine starke Vergangenheitsbezogenheit mit...
„Ich denke, das ist nicht Freundeskreis-spezifisch, sondern es gibt im HipHop schon immer diese Reminis-Tracks. Was uns jedoch von anderen unterscheidet, ist das, was wir erleben in einen Kontext zu setzen, der über unseren Tellerrand hinausgeht wie z.B. „Leg Dein Ohr auf die Schiene der Geschichte“ wo dann die eigene Biographie eben auch in einen historischen Zusammenhang gesetzt wird.“
Was sagst Du zu dem Vorwurf, daß viele Deiner Texte eher „kopflastig“ sind?
„In erster Linie geht es darum Musik zu machen, zu fühlen und gefühlt zu werden. Ich nehme mir für meine Texte als MC vielleicht ein wenig mehr Zeit als andere Künstler, deshalb hört sich einiges vielleicht verschachtelter, intelligenter und metamophorischer an. Generell machen wir aber einfach Musik, die direkt aus dem Bauch kommt.“
Interview: Christian Göttner Foto: Mikael Väisänen
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