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Trash-Wrestling meets Musical
Mörderischer Maskenball

Die erste Variable unseres kleinen Formelspiels: Lucha Libre. Klingt wie ein exotischer, gefrorener Cocktail, ist aber die spanische Übersetzung von „Freistilkampf“ und ist eine mexikanische Unterart des amerikanischen Showsports Wrestling. Da die ersten Lucha-Libre-Poser wie El Enmascarado sich durch spektakuläre Masken auszeichneten, sind die fratzenhaften Gesichtsverdecker seitdem ein Markenzeichen des Sportes geworden, was zu Events wie dem Máscara contra Máscara (Maske gegen Maske) führte, bei dem der Gewinner den Verlierer demaskiert und damit öffentlich ächtet. Das kann das Ende einer ganzen Karriere bedeuten. Cabellera contra Cabellera, übersetzt „Haare gegen Haare“, braucht da gar nicht mehr groß erklärt werden. Mit dem gleichen Hahnenkampfgehabe wie beim Profi-Wrestling der WWF ist das Trash, Müll, und lässt sich somit als erster Negativ-Multiplikator in die Gleichung einsetzen.
Beim Musical (!) „Rock‘n‘Roll Wrestling Bash“ gewinnt Lucha Libre aber noch weitere Facetten hinzu: Es sind die Stars der Trash Wrestling League G.T.W.A. („Galactic Trash Wrestling Alliance“), die wirken wie bizarre Parodien auf die ohnehin schrägen Abräumer der Wrestling-Szene. Boris the Butcher, Peggy Poo, Beethoven, Colonell Killerfuck oder Heinrich „Der Schäferhund“ v. Hassbach erreichen nicht nur den Skurrilitäts-, sondern auch den Gewaltgrad eines MTV Celebrity Death Matches. Unterstützt wird das Schlachtfest dann nicht nur von einer aufwändigen Pyroshow, sondern auch von treibenden Rockklängen des eigens gegründeten Wrestling Bash Gorchestras. Wenn maskiertes Brutalo-Trash Wrestling mit blutverschmierten Äxten und ätzend überzogenen Storylines auf krachende Rock‘n‘Roll-Klänge trifft, dann ergibt minus mal minus tatsächlich plus: Das ist so unglaublich schlecht, das kann nur Spaß machen. Quod erat demonstrandum.
Termin 4.9.
Ort Walhalla (BS)
Web www.rockandrollwrestlingbash.com










